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Intel Core i7-8709G

Der Intel Core i7-8709G mit Radeon RX M GH ist ein High-End-Prozessor für Gaming-Notebooks, der am 7. Januar 2018 vorgestellt wurde. Der Prozessor integriert die gleiche Quad-Core-CPU wie der i7-8705G und i7-8706G, verfügt aber über die stärkere Radeon RX M GH und hat daher mit 100 Watt auch eine höhere TDP. Bei der CPU handelt es sich um ein Kaby Lake-R-Modell, d.h. 4 Rechenkerne mit Hyper-Threading. Die Kerne haben einen Basistakt von 3,1 GHz und können mit Intels Turbo Boost 2.0 Technologie maximale Taktfrequenzen bis 4,1 GHz erreichen. Die CPU verfügt über 20 PCIe 3.0 Lanes und einen 8 MB großen Level 3 Cache. Auf dem Prozessor sind zwei GPUs zu finden. Die Intel HD Graphics 630 ist mit der CPU auf einem Chip integriert und kann mit maximal 1100 MHz takten. Die Haupt-GPU ist jedoch die Radeon RX Vega M GH, welche eine vollwertige dedizierte Grafikkarte ist, die über eigenen Speicher verfügt. Die Vega-GPU kann mit maximal 1190 MHz takten und integriert 24 Compute Units. Sie kann auf einen 4 GB großen High-Bandwidth-Memory der 2. Generation (HBM2) zugreifen.

Architektur
Die CPU des Intel Core i7-8709G basiert auf der Kaby Lake-R-Architektur und damit auf einer älteren Architektur als die Ende 2017 eingeführten Coffee Lake Desktop-CPUs. D.h. dass immer noch der 14 nm+ Prozessknoten zur Fertigung benutzt wird und nicht 14 nm++ wie bei Coffee Lake. Die Kaby Lake-G-Prozessoren, wie die neue Serie mit integrierten AMD-GPUs offiziell heißt, sind die ersten mobile Modelle der 8. Generation Intel Core, die mit High-Power Intel Core-H-CPUs kommen. High-Power heißt, dass die CPUs eine höhere TDP haben als die 15 Watt Intel Core-U-CPUs wie z.B. der i7-8550U. Der Intel Core i7-8709G ist mit 31 mm x 58.5 mm deutlich größer als andere Prozessoren (zum Vergleich: der i7-8550U misst 42 mm x 24 mm), vereint dafür aber nicht nur CPU, sondern auch eine vollwertige GPU und superschnellen HBM2 auf einem einzigen Package. Die Vorteile liegen auf der Hand: kompaktere Maße insgesamt, kürzere Abstände zwischen Komponenten und ein gemeinsamen Strom-Management. Von den 20 PCIe 3.0 Lanes der CPU sind 8 für die Kommunikation mit der Grafikkarte reserviert und 4 weitere für das Chipset. Die restlichen 8 sind für andere Geräte auf dem Motherboard vorhanden.

Das Verkaufsargument des Intel Core i7-8709G ist ganz eindeutig die Radeon RX Vega M GH, bei der es sich um eine vollwertige Grafikkarte aus dem Hause AMD handelt. Die GPU verfügt über 24 Compute Units mit insgesamt 1536 Shadereinheiten und 96 Texture-Mapping-Units (TMUs). Das ist mehr rohe Leistung, als jemals auf irgendeinem Prozessor zu finden war. Selbst AMDs eigene Ryzen Mobile APUs haben lediglich integrierte Vega GPUs mit maximal 10 Compute Units. Eine absolute Neuheit ist auch die Verwendung von HBM2 für die GPU. HBM2 kam bislang nur in Desktop-Grafikkarten wie der RX Vega 64 zum Einsatz und feiert hier jetzt sein Debüt auf dem mobilen Verbrauchermarkt. HBM2 bietet deutlich höhere Zugriffgeschwindigkeiten als bislang üblicher GDDR5-Grafikspeicher und verbraucht bis zu 80% weniger Strom.

Leistung
Zwar klingen 100 Watt TDP erstmal nach einem hohen Stromverbrauch für einen einzelnen Prozessor, jedoch muss man sich vergegenwärtigen, dass es sich hier um eine CPU-GPU-Kombination handelt, die es problemlos mit einem 45 Watt i7-7700HQ und einer 60-70 Watt NVIDIA GeForce GTX 1060 mit Max-Q-Design aufnehmen kann. Der Prozessor eignet sich daher hervorragend für 1080p-Gaming mit 60 FPS. Und durch seine kompakte Bauweise erlaubt er kleinere Gehäuse und lässt mehr Platz für größere Akkus.
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Technische Daten
Erscheinungsdatum1. Quartal 2018
Basis-Taktfrequenz3.1 GHz
Boost-Taktfrequenz4.1 GHz
Anzahl der Kerne4
L2-Cache1 MB
L3-Cache / SmartCache8 MB
Fertigungstechnologie14 nm
Interne GrafikRadeon RX Vega M GH
GPU Frequenz1190 MHz
TDP100 Watt
SpeicherunterstützungDDR4-2400