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AMD Ryzen 5 1600

Der AMD Ryzen 5 1600 ist ein Hexa-Core Gaming-Prozessor, der am 11. April 2017 vorgestellt wurde. Der 65 Watt Chip ist eigentlich für Desktop-PCs konzipiert, kommt aufgrund seiner Leistung jedoch auch in Gaming-Notebooks wie dem ASUS ROG Strix GL702ZC zum Einsatz. Der Prozessor ist zum Zeitpunkt der Einführung der kleinere der beiden vorgestellten Sechskernprozessoren, die auf der AMD Zen-Mikroarchitektur basieren. Die CPU integriert 6 Rechenkerne, die einen Basistakt von 3,2 GHz haben und eine Turbotaktfrequenz von bis zu 3,6 GHz erreichen können. Mit AMDs Extended-Frequency-Boost-Technologie (XFR) kann bei optimaler Kühlung die maximale Turbotaktfrequenz um weitere 100 MHz auf 3,7 GHz erhöht werden. Wie die Ryzen 7-CPUs unterstützt auch der AMD Ryzen 5 1600 simultanes Multithreading (SMT), womit jeder CPU-Kern 2 Threads ausführen kann, wodurch die Multi-Core-Leistung erheblich verbessert wird. Der integrierte Speichercontroller des Prozessors unterstützt Dual-Channel DDR4-Speicher mit maximal 2667 MHz. Die CPU-Kerne des Chips teilen sich einen gemeinsamen 16 MB großen L3 Cache.

Architektur
Der AMD Ryzen 5 1600 basiert auf der Zen-Mikroarchitektur, deren Entwicklung 2012 begonnen wurde und die 2015 offiziell angekündigt wurde. Zen ist AMDs erste neue Mikroarchitektur nach der Bulldozer-Architektur, die 2011 eingeführt wurde und sich schnell als massiver Flop für AMD herausstellte. Mit Bulldozer setzte AMD auf Clustered Multi-Threading und benutzte dafür ein modulbasiertes CPU-Design, bei dem sich jeweils 2 CPU-Kerne L2 Cache und Teile des L1 Cache teilen. Dieses Design stellte sich als ineffizient und stromhungrig heraus, vor allem da die meisten Anwendungen eher eine Single-Core-Leistung favorisieren. Mit der Zen-Architektur hat AMD es sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Instructions-per-Cycle (IPC), also die Menge an Instruktionen, die pro Taktzyklus ausgeführt werden können um 40% gegenüber den Bulldozer-basierten Prozessoren zu erhöhen. Der zentrale Schritt zur Erhöhung der Leistung war die Implementierung des 14 nm FinFET-Prozessknotens, der durch höhere Energieeffizienz mehr Leistung bei gleichem Stromverbrauch oder gleiche Leistung bei niedrigerem Stromverbrauch ermöglicht. Die Zen-Architektur kommt aber auch mit zahlreichen anderen Veränderungen wie verbesserter Sprungvorhersage, doppelter Bandbreite des L1 Cache und L2 Cache und fünffacher Bandbreite des L3 Cache. Der L1 Cache ist nun Write-Back statt Write-Through, wodurch zwar die Komplexität des Cache erhöht wird, die Zugriffslatenz jedoch verringert und die Bandbreite erhöht wird. Insgesamt konnte durch diese und weitere Veränderungen eine Steigerung der IPCs um 52% gegenüber den FX-Prozessoren der Piledriver-Generation erreicht werden, welche die bisher höchste IPC-Leistung in AMDs Portfolio hatten. Verglichen mit dem direkten Vorgänger der Zen-Architektur, Excavator, konnten die IPCs sogar um ganze 64% gesteigert werden.

Leistung
Zum Zeitpunkt der Vorstellung des ASUS ROG Strix GL702ZC gibt es keinen mobilen Hexa-Core-Prozessoren aus dem Hause Intel, weshalb der AMD Ryzen 5 1600 eine seltene Ausnahme auf dem Notebook-Markt ist. Das bedeutet auch, dass kein mobiler Intel-Prozessor an dessen Leistung herankommt. Selbst der i7-7920HQ, die stärkste Intel Notebook-CPU im 3. Quartal 2017, kommt nicht annähernd an die Multi-Core-Leistung des AMD Ryzen 5 1600 heran und bietet nur geringfügig höhere Single-Core-Leistung. Der AMD Ryzen 5 1600 ist daher hervorragend für Gaming in 1080p und höhere Auflösungen geeignet. Er ist zudem von AMD für Virtual-Reality-Gaming zertifiziert.
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Technische Daten
Erscheinungsdatum2. Quartal 2017
Basis-Taktfrequenz3.2 GHz
Boost-Taktfrequenz3.7 GHz
Anzahl der Kerne6
L2-Cache3 MB
L3-Cache / SmartCache16 MB
Fertigungstechnologie14 nm
TDP65 Watt
SpeicherunterstützungDDR4

5 Notebooks mit AMD Ryzen 5 1600

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