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AMD Ryzen 3 1200

Der AMD Ryzen 3 1200 ist ein High-End Quad-Core-Prozessor, der am 27. Juli 2017 vorgestellt wurde. Der eigentlich für Desktop-PCs entworfene 65 Watt Prozessor kann für Gaming-Laptops genutzt werden, wie z.B. im ASUS ROG Strix GL702ZC. Mit den Ryzen-CPUs hat AMD erstmals seit Einführung der Bulldozer-Architektur wieder Produkte auf dem Markt, die mit Intels Core-Prozessoren konkurrieren können. Der AMD Ryzen 3 1200 ist Ende 2017 der kleinste Ryzen-Prozessor auf der Serie mit einem Basistakt von 3,1 GHz. Die CPU kann eine Turbotaktfrequenz von 3,4 GHz erreichen, die durch AMDs Extended-Frequency-Boost (XFR) nochmals um 50 MHz auf bis zu 3,45 GHz erhöht werden kann. Anders als die Ryzen 5- und Ryzen 7-Modelle unterstützt die CPU kein simultanes Multithreading (SMT), weshalb die Zahl der Threads auf einen pro Kern beschränkt bleibt. Der integrierte Speichercontroller des Prozessors unterstützt Dual-Channel DDR4-Speicher mit maximal 2667 MHz. Die Größe des L3 Caches beträgt 8 MB.

Architektur
Die Ryzen-Prozessoren basieren auf der Zen-Mikroarchitektur, welche eine komplette Neuentwicklung ist, die fast nichts mehr mit der betagten Bulldozer-Architektur zu tun hat. Hauptsächliches Ziel bei der Entwicklung der Zen-Architektur war die Erhöhung Leistung pro CPU-Kern, da die Bulldozer-basierten FX-Prozessoren in dieser Disziplin nie mit Intels Core-Prozessoren mithalten konnten. Das Ziel war 40% mehr Instructions per Cycle (IPC) gegenüber der Vorgängergeneration zu erreichen, was ein gewaltiger Sprung ist, vergleicht man dieses Ergebnis mit der Verbesserung um 4-15%, die Excavator gegenüber Steamroller brachte. Tatsächlich konnte AMD mit den Ryzen-Prozessoren aber sogar 52% mehr IPC im Vergleich zu den Piledriver-CPUs erreichen, die bislang die höchste IPC-Leistung AMDs hatten. Vergleicht man Ryzen mit dem direkten Vorgänger Excavator, ist die IPC-Leistung sogar um 64% gesteigert worden. Da die Zen-Architektur von Grund auf neudesignt ist, wurde sie für den 14 nm FinFET-Prozessknoten entwickelt. Tiefgreifende Veränderungen gegenüber der Bulldozer-Architektur tragen dazu bei, dass die neue Architektur nicht nur deutlich leistungsfähiger, sondern auch energieeffizienter ist. Unter anderem wurden die Sprungvorhersage verbessert und Fehler bei der Vorhersage reduziert, die L1 Cache- und L2 Cache-Bandbreite verdoppelt und die L3 Cache-Bandbreite verfünffacht sowie der L1 Cache zu einem Write-Back Cache gemacht. Der Unterschied zum bisherigen Write-Through Cache ist, dass zwar die Komplexität des Cache erhöht wird, die Zugriffslatenz jedoch verringert und die Bandbreite erhöht werden. Die Quad-Core Ryzen-Prozessoren bestehen wie die Hexa-Core-Modelle aus 2 CCXs. D.h. dass das Design eines Achtkern-Chips genommen wurde, bei dem 4 Kerne deaktiviert sind. AMD hat sich dazu entschlossen, pro CCX 2 Kerne zu deaktivieren, wodurch zwar die Latenz zwischen den Kernen erhöht wird, die Kerne aber mehr Platz haben, um Wärme abzugeben und damit potentiell eine höhere Leistung erreichen können.

Leistung
Da der AMD Ryzen 3 1200 eigentlich ein Desktop-Prozessor ist, liefert er erheblich mehr Leistung als die meisten herkömmlichen Notebook-Prozessoren und das bei einem Bruchteil der Kosten. Vergleicht man ihn z.B. mit dem mehr als doppelt so teurem i5-7300HQ, erreicht der Prozessor eine etwas höhere Single-Core-Leistung und eine deutlich höhere Multi-Core-Leistung. Dies kommt natürlich auf Kosten des Energieverbrauchs. Mit einer 65 Watt TDP saugt der AMD Ryzen 3 1200 deutlich mehr als ein i5-7300HQ. Um dem Stromverbrauch Herr zu werden, hat ASUS im ROG Strix GL702ZC den von Werk aus freien Core-Multiplier gesperrt, wodurch Übertakten unmöglich gemacht wird. Trotzdem ist der Prozessor für 1080p-Gaming mit 60 FPS hervorragend geeignet. Er trägt zudem sogar AMDs VR-Ready-Label und kann daher auch für Virtual-Reality-Spiele genutzt werden.
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Technische Daten
Basis-Taktfrequenz3.1 GHz
Boost-Taktfrequenz3.45 GHz
Anzahl der Kerne4
L2-Cache2 MB
L3-Cache / SmartCache8 MB
Fertigungstechnologie14 nm
TDP65 Watt
SpeicherunterstützungDDR4