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AMD Ryzen

Mit den AMD Ryzen-Prozessoren gibt es erstmals nach vielen Jahren der Intel-Dominanz in der Computer-Welt wieder Konkurrenz im High-End-Segment. Zwar sind die Ryzen-APUs für mobile Geräte erst Ende 2017 verfügbar, jedoch haben Hersteller wie ASUS mit dem ROG Strix GL702ZC entschieden, dass sich auch die 65 Watt Desktop-Modelle des Ryzen-Line-Ups als viable Alternative für Gaming-Notebooks eignen. ASUS bietet den High-End Laptop mit 3 verschiedenen Ryzen-CPU-Varianten an: den Quad-Core Ryzen 3 1200 als Einstiegsmodell, den Hexa-Core Ryzen 5 1600 und den Octa-Core Ryzen 7 1700 als Spitzenmodell. Der Ryzen 3 1200 als kleinstes der 3 Modelle unterstützt kein simultanes Multithreading (SMT) und hat einen Basistakt von 3,1 GHz mit einer Boost-Taktfrequenz bis 3,4 GHz. AMD Extended-Frequency-Range-Technologie (XFR) kann den Boost-Clock von Werk aus unter optimalen Kühlbedingungen nochmals um 50 MHz auf 3,45 GHz erhöhen. Der Ryzen 5 1600 als nächsthöheres Modell unterstützt SMT und hat einen Basistakt von 3,2 GHz zusammen mit einem Boost-Clock bis 3,6 GHz. Mit XFR können nochmal 100 MHz mehr erreicht werden. Der Ryzen 7 1600 unterstützt ebenfalls SMT und kann damit ganze 16 Threads parallel ausführen. Er hat einen Basistakt von 3 GHz und eine Boost-Frequenz bis 3,7 GHz, die mit XFR um 50 MHz auf maximal 3,75 GHz erhöht werden kann. Alle 3 Modelle unterstützen Dual-Channel DDR4-Speicher mit einer Taktfrequenz bis 2667 MHz.

Architektur
Die AMD Ryzen-Prozessoren stellen einen kompletten Neuanfang für das Unternehmen dar. Nachdem AMD mit Einführung der Bulldozer-Architektur und darauffolgenden Weiterentwicklungen den Anschluss an Intel im High-End-Segment verlor, wurde über einen Zeitraum von 5 Jahren die Zen-Mikroarchitektur entwickelt, die AMD wieder zurück ins Rampenlicht führen sollte. Für die Zen-Architektur ist AMD wieder ans Zeichenbrett gegangen und hat ein grundlegend neues CPU-Design entwickelt. Vorbei sind die Tage der geteilten Ressourcen des Clustered Multithreading-Ansatzes (CMT) der Bulldozer-Architektur und der niedrigen Single-Thread-Leistung, sowie der betagten 32 nm und 28 nm Prozessknoten. Die Ryzen 5- und Ryzen 7-Prozessoren unterstützen nun simultanes Multithreading (SMT), d.h. jeder CPU-Kern kann 2 Threads simultan ausführen. Im Vergleich zu Bulldozer-basierten CPUs verfügt jeder Kernen über einen eigenen L1 und L2 Cache. Die Bandbreite beider Caches wurde zudem verdoppelt. Der L1 Cache ist nun Write-Back statt Write-Through, wodurch zwar die Komplexität des Cache erhöht wird, die Zugriffslatenz jedoch verringert und die Bandbreite erhöht werden. Ziel der Zen-Entwickler war eine Erhöhung der Instructions-per-Cycle-Leistung (IPC) um 40% gegenüber den Bulldozer-basierten Piledriver-CPUs, die bislang die höchste IPC-Leistung in AMDs Angebot hatten. Durch Verbesserungen wie die höhere Cache-Bandbreite, optimierte Sprungvorhersage und einen großen Op Cache konnte die IPC-Leistung letztendlich um ganze 52% erhöht werden. Vergleicht man die Ryzen-CPUs mit den direkten Excavator-Vorgängern, beträgt der Zuwachs sogar 64%. Einen erheblichen Beitrag zur Steigerung der Leistung und Verringerung des Stromverbrauchs trägt zudem der moderne 14 nm Prozessknoten, mit dem die Ryzen-CPUs bei GlobalFoundries gefertigt werden. Zwar kommt die Energieeffizienz nicht an Intels 14 nm Knoten heran, aber immerhin sind die Ryzen-CPU-Kerne laut AMD 10% kleiner als ihre Intel-Gegenstücke.

Leistung
Die AMD Ryzen-Prozessoren müssen den Vergleich mit Intel-Prozessoren nicht scheuen. Zwar haben die Skylake- und Kaby Lake-Modelle im direkten Vergleich eine etwas höhere Single-Thread-Leistung, jedoch sind die Ryzen-Prozessoren aufgrund der schieren Anzahl an CPU-Kernen und SMT-Unterstützung unschlagbar bei Multi-Threaded-Aufgaben wie Video-Rendering mit Adobe Premiere und Blender. Aber auch für Gaming sind die Prozessoren mehr als geeignet. Auflösung von 1080p und höher stellen auch bei 60 FPS kein Problem dar. AMD zertifiziert die Chips zudem VR-Ready, d.h. dass auch Virtual-Reality-Gaming mit ihnen möglich ist.
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