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Intel Pentium (Braswell)

Die Intel Pentium (Braswell) Serie wurde am 4. Januar 2015 vorgestellt und ist für Einsteiger-Notebooks konzipiert. Sie gehört zusammen mit den Modellen der Celeron (Braswell) Serie zur neuen mobilen Airmont-Prozessorenreihe und ist der Nachfolger der Pentium (Bay Trail-M) Serie. Der niedrige Preis bleibt im Vergleich zum Vorgänger unverändert, die neuen Prozessoren sind aber deutlich energieeffizienter. Der erste Prozessor der Serie, der Pentium N3700, hat 4 Rechenkerne mit einer Basistaktfrequenz von 1,6 GHz und einem Turbo-Modus von bis zu 2,4 GHz. Wie auch die Celeron (Braswell) Prozessoren, verfügt dieser nicht über das Hyperthreading-Feature. Es handelt sich um ein SoC, auf dem auch ein Dual-Channel DDR3L-1600 Speichercontroller für bis zu 8 GB RAM und eine Intel HD Graphics (Braswell) GPU mit bis zu 700 MHz Turbotaktfrequenz verbaut sind. Die CPU hat einen 2 MB großen L2 Cache.

Architektur
Die Airmont-Mikroarchitektur ist die Nachfolgerin der Silvermont-Architektur, stellt aber, wie bei Intels Tick-Tock-Strategie üblich, keine gänzliche Neuentwicklung (Tock) dar, sondern eine Schrumpfung des Dies (Tick) von der 22 auf die 14 nm FinFET-Fertigung (P1273). Es handelt sich um eine Out-of-Order-Architektur, welche Instruktionen in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit an Input-Daten, anstelle der in der vom Programm vorgegebenen Reihenfolge, ausführt, was zu einer besseren Ausnutzung der Pipeline und einer Reduzierung der Leerlaufzeit führt. Dank der modernen 3D Tri-Gate-Transistoren und einer Minimierung des Leckstroms sind die Braswell-CPUs deutlich energieeffizienter als ihre Bay-Trail-M-Vorgänger und finden auch in kleinen Gehäusen Platz. Die CPUs der Intel Pentium (Braswell) Serie verfügen über 2 CPU-Module mit jeweils 2 Rechenkernen. Sie unterstützten bis zu SSE4.2, Intel 64, VT-x, MMX, NX und Intels Enhanced SpeedStep-Technologie. Der 224 KB große L1 Cache setzt sich aus 4 32 KB großen Instruction Caches und 4 24 KB großen Data Caches zusammen. Der L2 Cache ist 2 MB groß. Die CPUs haben eine Abmessung von 2,5x2,7 cm und sind mit dem FCBGA1170 Sockel kompatibel.

Als Grafiklösung kommt die Intel HD Graphics (Braswell) zum Einsatz, die auf Intels aktueller Gen8-Architektur basiert. Sie verfügt über 12 Execution Units (EU) und dürfte damit deutlich schneller als die HD Graphics (Bay Trail-M) der Vorgängerserie mit 4 EUs sein. Die GPU des N3700 hat eine Basistaktfrequenz von 400 MHz, die auf bis zu 700 MHz Turbo erhöht werden kann. Diese Werte können bei anderen Modellen leicht abweichen. Die GPU unterstützt volles Hardware-Encoding und –Decoding für H.265. Bis zu 3 Bildschirme können über eDisplayPort, DisplayPort und HDMI bei QHD-Auflösung (2560x1440) angeschlossen werden. Außerdem können Videos, Fotos und Webseiten auf einen HDTV per Wireless Display gestreamt werden. Zu den unterstützten APIs gehören DirectX 11.1/11.2 mit Shadermodell 5.0, OpenGL 4.0, OpenGL ES 3.0 und OpenCL 1.1.

Leistung
Gegenüber der Vorgängerserie Pentium (Bay Trail-M) dürfte sich die Leistung der neuen Braswell-CPUs kaum gesteigert haben. Dafür bieten sie eine deutlich niedrigere TDP von nur 6 Watt und dank der neuen Gen8-Architektur eine wesentlich bessere Grafikperformance. Die Leistung ist für alltägliche Workloads wie Office, Internet und Multimedia völlig ausreichend. Die Chips sind daher für günstige Einsteiger-Notebooks geeignet und können zudem sogar passiv gekühlt werden.
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50 Notebooks mit Intel Pentium (Braswell)

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