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Intel Pentium (Apollo-Lake)

Die Intel Pentium (Apollo Lake) Serie wurde am 1. September 2016 mit dem Pentium N4200 eingeführt. Die Serie ist für kostengünstige Einsteiger-Notebooks und 2-in-1-Geräte konzipiertund basiert auf der neuen Goldmont-Mikroarchitektur, die nach Silvermont der 2. Ableger der ursprünglichen Intel Atom-CPU ist. Die Intel Pentium (Apollo Lake) SoCs integrieren eine Quad-Core-CPU, eine Intel HD GPU und einen Speichercontroller. Die verbauten CPUs haben eine Basistaktfrequenz von 1,1 GHZ und können durch die Burst-Performance-Technologie dynamisch Frequenzen von bis zu 2,5 GHz erreichen. Bei der GPU handelt es sich um eine Intel HD Graphics 505, die eine Basistaktfrequenz von 200 MHz und eine Burst-Frequenz von bis zu 750 MHz hat. Der integrierte Speichercontroller unterstützt bis zu 8 GB Dual-Channel DDR3L/LPDDR3-1866 und LPDDR4-2400 Speicher.

Architektur
Zusammen mit den Celeron (Apollo Lake) SoCs sind die Intel Pentium (Apollo Lake) SoCs die einzigen Vertreter der neuen Goldmont-Mikroarchitektur, nachdem die Broxton-SoCs für Smartphones und Tablets in der 1. Jahreshälfte 2016 von Intel ersatzlos gestrichen wurden. Die Goldmont-Mikroarchitektur löst die Silvermont-Mikroarchitektur von 2013 und die Airmont-Architektur von 2015 ab. Airmont markiert die Umstellung von der 22 nm auf die 14 nm Prozesstechnologie (P1273), die auch für Goldmont weiterhin verwendet wird. Unter der Haube hat sich gegenüber Silvermont einiges geändert. Während die MMX-Instruktionen, SSE4.2-Erweiterungen, AES-Instruktionen, die EM64-Technologie, NX/XD, VT-x und die Burst-Performance-Technologie beibehalten wurden, gibt es bei Goldmont auch ein paar neue Features. Dazu zählen die Intel Virtualization Technology for Directed I/O (VT-d) und die SHA-Erweiterungen mit Hardware-Beschleunigung für Secure Hash-Algorithmen. Die Goldmont-Prozessoren verfügen nun erstmals über aktivierte S0ix Sleep-States, die flexiblere Schlafstadien und einen geringerem Stromverbrauch im Leerlauf erlauben. Diese Funktion war zwar bereits vorher implementiert, ist aber nicht aktiviert worden. Sie ermöglicht die Verwendung der Windows 10 Standby-Funktion.

Eine weitere zentrale Neuerung ist die Integration der HD Graphics 505 GPU, die auf der Intel Gen9-Grafikengine basiert, die auch in Skylake- und Kaby Lake-Prozessoren Anwendung findet. Die neue GPU bietet deutlich mehr Leistung als die HD Graphics 405 und ist zudem mit aktuelleren API-Versionen (DirectX 12 FL12_1, OpenGL 4.4 und OpenCL 2.0) ausgestattet und unterstützt Hardware-Decodierung für H.264, VC-1, WMV9, H.265/HEVC und VP9. Sie hat eine Basistaktfrequenz von 200 MHz, die auf maximal 750 MHz Burst-Frequenz erhöht werden kann. Bis zu 3 Bildschirme können über eDP, DP, HDMI und MIPI-DSI angeschlossen werden. Die Grafikeinheit unterstützt Intel Quick Sync Video sowie Intel Clear Video und Clear Video HD Technologie.

Leistung
Die Intel Pentium (Apollo Lake) Serie ist die direkte Nachfolgerin der Pentium (Braswell) Serie. Der neue Pentium N4200 erreicht laut Intel einen 35% höheren Wert als der Vorgänger Pentium N3710 im SYSmark 2014. Da die neuen Pentium-SoCs eine niedrigere Basistaktfrequenz haben, spricht der höhere Wert für eine effizientere Ausnutzung der Burst-Frequenzen. Die thermische Verlustleistung bleibt mit 6 Watt unverändert und ermöglicht damit eine passive Kühlung der Notebooks.
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59 Notebooks mit Intel Pentium (Apollo-Lake)

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