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Intel Celeron (Kaby Lake)

Die Intel Celeron (Kaby Lake) Prozessoren sind die günstigsten Modelle der Kaby Lake-Generation, die für Notebooks und Desktop-PCs verfügbar sind. Sie sind unter den Pentium-Prozessoren und die einzigen Kaby Lake-Modelle, die lediglich die 2C/2T-Konfiguration benutzen. Das heißt, dass es sich um reine Dual-Core-Prozessoren handelt, die nur über 2 physische Kerne verfügen. Sie unterstützen kein Hyper-Threading und können daher keine 4 logischen Kerne simulieren. Auch die Turbo Boost 2.0-Technologie fehlt den Prozessoren, weshalb sie ihre Taktfrequenz nicht dynamisch erhöhen können und stattdessen auf den Basistakt beschränkt bleiben. Die Taktfrequenzen bei den mobilen Varianten betragen 1,8 GHz im Celeron 3865U und 2,2 GHz im Celeron 3965U. Bei beiden Varianten handelt es sich um Medium-Power U-Modelle, die eine thermische Verlustleistung von 15 Watt haben. Die Intel Celeron (Kaby Lake) Prozessoren verfügen über die Intel HD 610 als integrierte Grafiklösung. Die GPU kann bis zu 900 MHz Taktfrequenz in den mobilen CPUs und bis zu 1050 MHz in den Desktop-CPUs erreichen. Alle Celeron-CPUs der Kaby Lake-Generation verfügen über einen 2 MB großen Level 3 Cache.

Architektur
Kaby Lake ist die 7. Generation der Intel Core-Prozessoren und wurde am 30. August 2016 als Nachfolger der Skylake-Generation vorgestellt. Es ist Intels erste Generation, die nicht mehr nach Intels bisherigem Tick-Tock-Produktionsmodell gefertigt wurde. Mit dem Tick-Tock-Modell war vorgesehen, alle 12-18 Monate abwechselnd eine neue Mikroarchitektur (Tick) und einen neuen Fertigungsprozess (Tock) herauszubringen. Das Tick-Tock-Modell wurde ersetzt mit dem neuen „Process-Architecture-Optimization“-Produktionsmodell, das den Lebenszyklus eines bereits verwendeten Fertigungsprozesses um eine Optimierung verlängert. Im Falle der Kaby Lake-Architektur wurde der 2014 mit der Broadwell-Architektur eingeführte 14 nm Fertigungsprozess verbessert. Die Mikroarchitektur wurde von Skylake ohne Veränderungen übernommen, weshalb es keinen Zuwachs bei der Leistung pro MHz (IPC) zu verzeichnen gibt, die durch eine neue Mikroarchitektur erreicht werden würden. Mit Kaby Lake wurden stattdessen die Transistorfinnen überarbeitet, um höhere Taktfrequenzen möglich zu machen und zudem die SpeedShift-Technologie verbessert, um durch Hardware-kontrollierte Power-Stadien (P-States) für eine höhere Reaktionsfreudigkeit zu sorgen. Die Intel Celeron (Kaby Lake) Prozessoren verfügen über einen 64 KB großen L1 Cache und einen 256 KB großen L2 Cache pro CPU-Kern. Der integrierte Speichercontroller unterstützt bis zu 32 GB Dual-Channel DDR4-2133, LPDDR3-1866 und DDR3L-1600 Speicher in den mobilen Modellen und bis zu 64 GB Dual-Channel DDR4 2133 und DDR3L 1333/1600 Speicher in den Desktop-Modellen.

Die integrierte Intel HD Graphics ist das GPU-Einsteigermodell der Kaby Lake-Generation. Sie verfügt über 12 Execution Units und hat einen Basistakt von 300 MHz in den mobilen Celeron-CPUs und 350 MHz in den Desktop-CPUs. Durch Optimierng der Gen9-Grafikarchitektur wurde die Codec-Unterstützung für die Videowiedergabe in 4K verbessert. Die GPU unterstützt die APIs DirectX 12 und OpenGL 4.4.

Leistung
Die Intel Celeron (Kaby Lake) Prozessoren stellen das kostengünstige Einsteigersegment der Kaby Lake-Prozessoren dar. Da sie weder über Hyper-Threading noch Turbo Boost verfügen, ist ihre Leistung sehr eingeschränkt und nur für leichte Alltagsanwendungen wie Office und Internet-Browsing geeignet.
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