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Intel Celeron N3150

Der Intel Celeron N3150 ist ein mobiles Braswell-SoC, das am 1. April 2015 vorgestellt wurde. Es handelt sich um einen kostengünstigen und sehr stromsparenden Prozessor, der vor allem für preiswerte Einstiegs-Notebooks geeignet sein dürfte. Er verfügt 4 Prozessorkerne mit jeweils 1,6 GHz Basistaktfrequenz und 2,08 GHz Burst-Frequenz. Die Zahl der Threads ist auf 4 begrenzt, da kein Hyperthreading unterstützt wird. Es gibt einen 224 KB großen L1 Cache und einen 2048 KB großen L2 Cache. Neben dem Prozessor sind auch eine Intel HD Graphics (Braswell) Grafikeinheit mit einer Frequenzreichweite von 320-640 MHz und ein Dual-Channel DDR3L-1600 Speichercontroller für maximal 8GB auf dem Chip integriert.

Architektur
Das SoC basiert auf der Airmont-Architektur, welche eine Weiterentwicklung der Silvermont-Architektur darstellt. Es handelt sich – wie für Intel üblich – nicht um eine neue Mikroarchitektur (Tock), sondern um ein Die Shrink (Tick), also eine Verkleinerung des Chips. Airmont wird im Gegensatz zu Silvermont im modernen 14-nm FinFET-Verfahren (P1273 statt 22-nm P1271) hergestellt, wodurch der Chip kleiner und energieeffizienter geworden ist. Ansonsten ist Airmont mit derselben Technologie wie Silvermont ausgestattet. So kommen auch hier wieder die fortschrittlichen 3D Tri-Gate Transistoren zum Einsatz, die Leckstrom reduzieren und wesentlich weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Transistoren. Die Architektur ist nach dem Out-of-Order-Prinzip aufgebaut, was die Leerlaufzeit der CPU minimiert und die Pipeline-Ausnutzung erhöht. Der 224 KB große L1 Cache der CPU setzt sich aus 4 32 KB großen Instruction Caches und 4 24 KB großen Data Chaches zusammen. Der L2 Cache ist 2 MB groß, ein L3 Cache ist nicht vorhanden. Zu den implementierten Instruction Sets samt Erweiterungen gehören u.a. MMX, AES-NI und CLMUL, SSE bis zu 4.2, VT-x und EM64T. Das SoC kommt mit dem FCBGA1170-Sockel und ist 25x27 mm groß.

Bei der integrierten Grafiklösung handelt es sich um eine Intel HD Graphics (Braswell) der 8. Generation. Sie hat 12 Execution Units und eine Basistaktfrequenz von 320 MHz, die auf 640 MHz Burst-Frequenz erhöht werden kann. Bis zu 3 Bildschirme können über eDiplayPort, DisplayPort und HDMI angeschlossen werden. FullHD-Encoding und –Decoding für 4K/H.265 wird unterstützt. API-Support umfasst DirectX 11.1/11.2, OpenGL 4.0, OpenGL ES 3.0 und OpenCL 1.1.

Leistung
Der Intel Celeron N3150 dürfte trotz der etwas niedrigeren Konfiguration (4 Kerne/1,6-2.08 GHz) mit dem Celeron N2930 (4 Kerne/1,83-2,16 GHz) oder Celeron N2940 (4 Kerne/1,83-2,25 GHz) aus der Vorgängerserie Bay Trail-M vergleichbar sein. Damit kommt er aber nicht an die Leistung des Pentium N3510 (4 Kerne/2 GHz) der selben Serie heran. Die Leistung sollte für die meisten Office- und Multimedia-Programme ausreichen und auch Multitasking ist dank der 4 Kerne möglich. Anspruchsvolle Anwendungen dürften den Chip allerdings überfordern. Die TDP von 6 Watt (SDP 4 Watt) erlaubt eine passive Kühlung. Der Intel Celeron N3150 eignet sich daher für preisgünstige Einstiegs-Notebooks und andere Geräte, wie z.B. Chromebooks.
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Technische Daten
Erscheinungsdatum2. Quartal 2015
Basis-Taktfrequenz1.6 GHz
Anzahl der Kerne4
L2-Cache2 MB
Fertigungstechnologie14 nm
Interne GrafikIntel HD Graphics (Braswell)
GPU Frequenz640 MHz
TDP6 Watt
SpeicherunterstützungDDR3L-1600

32 Notebooks mit Intel Celeron N3150

32 Notebooks mit Intel Celeron N3150