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Intel Celeron (Braswell)

Die Intel Celeron (Braswell) Serie ist eine Reihe von Intels 64-Bit Airmont-Prozessoren, die am 4. Januar 2015 vorgestellt wurde. Bei den Braswell-Prozessoren handelt es sich um kostengünstige und energieeffiziente mobile SoCs, die für Einsteiger-Notebooks und durch die geringe TDP auch für kleinere Geräte geeignet sind. Sie sind entweder mit 2 Kernen (N3000) oder 4 Kernen (N3050 und N3150) ausgestattet und verfügen nicht über das Hyperthreading-Feature. Die Taktfrequenz reicht von 1,04 GHz Basistakt bei 4 Watt TDP im N3000 bis 2,16 GHz Turbotakt bei 6 Watt TDP im N3050. Alle Modelle verfügen über einen Dual-Channel DDR3L-1600 Speichercontroller, der bis zu 8 GB RAM unterstützt sowie eine Intel HD Graphics (Braswell) GPU mit 320 MHz Basistaktfrequenz. Die Größe des L2 Caches ist bei allen Prozessoren mit 2 MB angegeben, jedoch sind nur im N3150 tatsächlich 2 MB verbaut, während die anderen Modelle nur einen 1 MB großen L2 Cache haben.

Architektur
Die Airmont-Mikroarchitektur ist die Nachfolgerin der Silvermont-Architektur, stellt aber keine gänzliche Neuentwicklung dar. Stattdessen handelt es sich um einen Die-Shrink von der 22 auf die 14 nm FinFET-Fertigungsweise (P1273). In Verbindung mit dem Einbau moderner 3D Tri-Gate-Transistoren und der Reduzierung des Leckstroms konnten die Intel Celeron (Braswell) Chips noch kleiner und energieeffizienter gestaltet werden. Bei der Airmont-Architektur handelt es sich um eine Out-of-Order-Architektur, welche Instruktionen in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit an Input-Daten, anstelle der in der vom Programm vorgegebenen Reihenfolge, ausführt, was die Leerlaufzeit der CPU minimiert und die Pipeline-Ausnutzung erhöht. Die Braswell-Prozessoren verfügen über 1 oder 2 CPU-Module, wobei jedes Modul mit 2 Rechenkernen ausgestattet ist. Die Rechenkerne unterstützten bis zu SSE4.2, Intel 64, VT-x, MMX, NX und Intels Enhanced SpeedStep-Technologie. Obwohl alle Modelle der Intel Celeron (Braswell) Reihe mit einem 2 MB großen L2 Cache beworben werden, verfügt tatsächlich nur der N3150 über 2 MB. Der N3000 und N3050 haben in Wirklichkeit nur einen 1 MB großen L2 Cache. Alle Modelle haben jedoch einen 224 KB großen L1 Cache. Die Prozessoren messen 2,5x2,7 cm und haben den FCBGA1170 Sockel.

Auf allen Intel Celeron (Braswell) SoCs ist eine Intel HD Graphics (Braswell) Grafikeinheit mit 12 Execution Units integriert. Sie basiert auf Intels aktueller Gen8-Architektur, die dank des Die-Shrinks auf 14 nm eine bessere Ausnutzung des Turbo-Boost erlaubt. Während die Basistaktfrequenz bei allen Intel Celeron (Braswell) Modellen mit 320 MHz dieselbe ist, hat die GPU im N3150 mit 640 MHz einen etwas höheren Turbo-Boost als die des N3000 und N3050 mit 600 MHz. Die Intel HD Graphics (Braswell) untersützt DirectX 11.1/11.2, OpenGL 4.0, OpenGL ES 3.0 und OpenCL 1.1. FullHD-Encoding und –Decoding für 4K/H.265 wird unterstützt. Bis zu 3 Bildschirme können über eDisplayPort, DisplayPort und HDMI angeschlossen werden.

Leistung
Obwohl die Leistung der Intel Celeron (Braswell) Prozessoren gegenüber der Vorgängerserie Intel Celeron (Bay Trail-M) nicht wirklich gesteigert wurde, liefern sie doch eine bessere generelle Computing- und Grafikperformance bei einer niedrigeren TDP. Die Entry-Level-SoCs sind für den alltäglichen Einsatz im Büro, zum Internet-Browsen und für die Videowiedergabe ausreichend, mit komplexen und anspruchsvollen Programmen sind sie jedoch überfordert. Durch die niedrige TDP von 4-6 Watt sind die Prozessoren daher für kostengünstige Einsteiger-Notebooks und sogar für passiv gekühlte Geräte geeignet.
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39 Notebooks mit Intel Celeron (Braswell)

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