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AMD E1-Series

Die AMD E1-Series umfasst eine Reihe von ultra-mobilen APUs für Low-Power-Geräte wie Tablets und 2-in-1- Geräte sowie Einsteiger-Notebooks und Subnotebooks. Der Vorläufer der Serie ist die E-Serie aus dem Jahr 2011, die 2012 in die AMD E1- und E2-Serie aufgespalten wurde. Seitdem wird die Serie kontinuierlich weiterentwickelt und erstreckt sich bereits über mehrere Architektur-Generationen. Die Modellbezeichnungen sind zwar fortlaufend nummeriert, jedoch gibt es eine breite Lücke zwischen den ersten beiden Generationen E1-1000 und E1-2000 und den aktuelleren Modellreihen E1-6000 und E1-7000. Bei den AMD APUs handelt es sich um Systems on a Chip (SoC), d.h. neben der CPU ist auch eine GPU auf dem Chip integriert. Anders als die APUs der AMD A-Serien richtet sich die AMD E1-Serie aussschließlich and Low-Power Geräte mit geringer Leistung und niedrigem Stromverbrauch.

Architektur
Aufgrund der langen Zeitspanne von 2012 bis heute hat sich viel bei der Architektur und Fertigtungsweise der AMD E1-APUs verändert. Im Juni 2012 wurde der E1-1200 mit dem Codenamen Zacate vorgestellt und löste damit die vorangehende E-Serie ab. Wie der Vorgänger basierte aber auch das neue E1-Modell auf der Bobcat-Architektur, die im 40 nm TSMC-Prozess gefertigt wurde. Anfang 2013 folgte ein weiterer Zacate-Chip (E1-1500). Kurz danach wurde dieser dann aber durch die drastisch verkleinerte 28 nm Jaguar-Architektur ersetzt und der neue Chip mit dem Namen Kabini vorgestellt (E1-2100). Mit Mullins und Beema gab es im Jahr 2014 sogar zwei Ableger der AMD E1-Serie und die Bezeichnung wurde etwas abgeändert (E1 Micro-6200T und E-6010). Die beiden Chips basierten auf der 28 nm Puma-Architektur. Diese wurde 2015 zur Puma+-Architektur weiterentwickelt stellt die Basis für den neuen Carrizo-L-Chip E1-7010 dar. Bei den Modellen der AMD E1-Serie handelt es sich ausschließlich um Dual-Core-APUs ohne Turbomodus (eine Ausnahme stellt der E1 Micro-6200T mit einen Turbo bis 1,4 GHz dar). Die Taktfrequenz der ersten Zacate-Chips betrug maximal 1,48 GHz, der L2 Cache hatte eine Größe von 1 MB und es wurde bis zu DDR3-1066 Arbeitsspeicher unterstützt. Die nachfolgenden Kabini-Chips waren mit maximal 1,4 GHz Frequenz ausgestattet, die Speicherunterstützung wurde auf DDR3L-1333 erhöht. Dasselbe gilt auch für die Beema-Chips, deren TDP allerdings auf 10 Watt reduziert wurde. Der Chiptakt des aktuellen E1-7010 wurde, bei gleichbleibender TDP, auf 1,5 GHz erhöht.

Alle APUs der AMD E1-Serie sind mit integrierten Grafikeinheiten ausgestattet. Die Zacate-Chips kamen mit einer HD 7310, die auf der TeraScale2-Architektur basierte. In den Kabini-APUs wurde eine neuere GCN-basierte HD 8210 im E1-2100/2200 und eine HD 8240 im stärkeren E1-2500 verbaut. Seit Beema und Mullins und bis heute trägt die integrierte GPU den Namen R2.

Features
Die Liste der Features und Instruction Sets der AMD E1-Serie wurde seit 2012 mehrmals angepasst und erneuert. Die ersten Bobcat-basierten APUs verfügten über die Instruction Sets SSE1/2/3/4a, NX Bit, AMD64 und AMD-V sowie das Stromsparfeature PowerNow!. Mit Kabini wurden SSE4.1/4.2, AVX, AES, F16C und BMI1 sowie die Features Turbo Dock und C6/CC6 Low Power States hinzugefügt. In Beema und Mullins wurde zusätzlich ein ARM Sicherheitsprozessor mit TrustZone-Erweiterungen verbaut.

Leistung
Die APUs der AMD E1-Serie sind allesamt Low-Power-Modelle, weshalb man keine Leistungswunder erwarten sollte. Für einfache Workloads wie Office, Web-Browsing und Multimedia reicht die Leistung meist aus. Das bisher stärkste Modell ist der aktuelle E1-7010 mit seiner 1,5 GHz Taktfrequenz. Die AMD E1-Modelle sind daher vor allem gut für sehr günstige Notebooks oder kleine Subnotebooks geeignet.
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