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Lenovo B71 Laptop

Selbstbewusst bewirbt der Hersteller das Lenovo B71-80 Notebook als Premium-Business-Gerät mit Desktop-Replacement-Ambitionen. Angeboten werden die mobilen Computer in einer ganzen Fülle von Variationen, so dass Sie als Anwender die Möglichkeit haben, zunächst die erforderlichen Ansprüche und die maximalen Kosten abzuwägen, um am Ende das richtige Notebook in den Händen zu halten. Mit einem insgesamt sehr moderaten Preis versucht der Hersteller, auch Sparfüchse zu überzeugen, doch dadurch wurde an einigen Stellen gespart. Das macht sich etwa am 17-Zoll-Display bemerkbar. Wir stellen die Serie auf dieser Seite vor und beleuchten Stärken und Schwächen.

Schnörkelloses Design im Kunststoff-Gewand

Mit seinem 17-Zoll-Chassis gehört der Lenovo B71-80 Laptop zu den größten tragbaren Computern, die auf dem hiesigen Markt zu finden sind. Die matt-schwarze Farbe und das unaufgeregte Design sollen sicherlich einen seriösen Charme versprühen, wobei der Verzicht auf Metallgehäuse in der Preisklasse bis 700 Euro nicht ungewöhnlich ist. Das Kunststoff-Kleid bietet eine ordentliche Verarbeitungsqualität. Das Display wird über das Scharnier in einer stabilen Position gehalten, lediglich der glänzende Display-Rahmen ist nicht besonders vorteilhaft, denn er zieht Fingerabdrücke magisch an.

Aufgrund der Größe des Notebooks besitzt die Chiclet-Tastatur angenehm große Tasten, die bauartbedingt nur einen flachen Hub besitzen. Der Ziffernblock kommt Nutzern entgegen, die viel mit Zahlen arbeiten, während der Mauszeiger über das integrierte Touchpad gesteuert werden kann. Ein Touchscreen ist für das Lenovo B71-80 Notebook nicht vorgesehen. Die Wartung ist relativ problemlos möglich, denn die Bodenplatte lässt sich auch für Laien relativ einfach entfernen. Dadurch können Sie jederzeit den Lüfter reinigen, oder Festplatte und RAM austauschen.

Gute Performance aber Schwächen im Outdoor-Einsatz

Obwohl das Notebook mit einem 17,3-Zoll-Panel ausgerüstet ist und damit unter den tragbaren Computern mit die größte Bildschirmfläche bietet, liegt die Auflösung nur bei enttäuschenden 1.600 x 900 Bildpunkten, was eine Pixeldichte von knapp über 100 ppi ergibt. Die maximale Helligkeit liegt bei etwa 250 cd/m², im Akkubetrieb ist die Leuchtkraft des Bildschirms allerdings gedrosselt, weshalb der Lenovo B71-80 Laptop nicht wirklich für den Einsatz im Freien taugt. Dazu kommen die üblichen Schwächen von TN-Paneln: Der Betrachtungswinkel ist stark eingeschränkt, zudem gibt es deutliche Farbabweichungen. Für auch nur semi-professionelle Bildbearbeitung ist das Gerät folglich nicht zu empfehlen.

Etwas besser sieht es bei der verbauten Hardware aus. Lenovo setzt auf Skylake-Prozessoren aus dem Hause Intel. Die eingesetzten Intel Core i5 und Core i7 Modelle gehören zu den sogenannten Niedrigspannungsprozessoren. Sie haben eine reduzierte Leistungsaufnahme und besitzen nur zwei Kerne, können aber dank Hyper-Threading bis zu vier Aufgaben parallel erledigen. Die reduzierte Taktgeschwindigkeit wird durch die TurboBoost-Technik ausgeglichen, mittels derer die Prozessoren kurzzeitig deutlich höhere Frequenzen erreichen. Die Ausschöpfung der Technik ist allerdings von der Energieversorgung und von der Leistung der Kühlung abhängig. Die Bildberechnungen übernehmen überwiegend dedizierte Grafikkarten von NVIDIA oder AMD, die allerdings im Einsteiger-Bereich angesiedelt sind und kaum schneller arbeiten als Intels Chipsatzgrafik. Mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher sind die tragbaren Computer für die meisten Anwendungen gut gerüstet.

Leider wirkt die Ausstattung der Notebooks bisweilen etwas antiquiert. Statt modernen SSDs findet man noch traditionelle Festplatten, die zwar eine hohe Kapazität bieten, allerdings erheblich langsamer arbeiten und zudem deutlich empfindlicher gegenüber Erschütterungen sind. Auch das optische DVD-RW-Laufwerk ist keine häufige Beigabe mehr. Von den drei USB-Ports unterstützt zudem nur ein einziger den neueren 3.0-Standard. Der Rest muss mit dem langsamen 2.0-Standard auskommen. Auch ein Uralt-VGA-Anschluss darf natürlich nicht fehlen, der aber immer noch von vielen Beamern und älteren Bildschirmen genutzt wird. Immerhin gibt es auch die modernere HDMI-Buchse, die höhere Auflösungen erlaubt. Angesichts fehlender Sicherheitsfeatures wie TPM oder Fingerabdruck-Leser wird allerdings nicht ganz klar, inwiefern hier ein Business-Anspruch bedient werden soll.

Auf dem neuesten Stand dank Windows 10

Letztlich findet man ihn doch: Den Unterschied des Lenovo B71-80 Notebooks zu den Consumer-Geräten des Herstellers. So ist ab Werk die Professional-Version von Microsofts Windows 10 Betriebssystem in der 64-Bit-Ausgabe vorinstalliert. Während die Software bei Routine-Aufgaben keine Überlegenheit gegenüber der Home-Version bietet, gewährt nur die Pro-Version die Möglichkeit, Gruppenrichtlinien festzulegen, die Fernwartung per Remote-Desktop oder die BitLocker-Verschlüsselung. Außerdem findet sich ein spezieller Business Store für Windows 10, der mit Apps und Programmen aufwartet, die speziell im Unternehmensbereich von Nutzen sein sollen.