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Gigabyte Laptop

Wer darüber nachdenkt ein Gigabyte Notebook zu kaufen, der trifft in Deutschland auf eine eher kleine Auswahl an Laptop Modellen. Der vorrangig im Gaming-Segment aktive Hersteller aus Taiwan bietet ausgewählte Produkte bei hiesigen Online-Shops an, die vor allem leistungsfordernde Nutzer interessieren dürften. Darunter zum Beispiel die Marke Aorus und die so genannte Gigabyte P-Serie. Global hat das Unternehmen jedoch noch mehr zu bieten. Unter anderem schlanke Ultrabooks, 2-in-1 Laptops und verschiedene Windows Tablets. Das Geschäft in Deutschland soll in diesem Jahr weiter ausgebaut werden.

Die kleine, aber feine Gigabyte Palette

Während andere Hersteller mitunter Hunderte verschiedene Notebooks und dutzende Serien im Angebot haben, gestaltet sich die Suche nach einem Notebook bei Gigabyte recht simpel. Zumal bei Gigabyte-Notebooks die Zielgruppe eigentlich immer klar ist: Ambitionierte Multimedia-Nutzer oder Gamer finden bei Gigabyte ihr Notebook der Wahl. Dabei hat Gigabyte sowohl kompakte 14-Zoll-Modelle als auch schreibtischfüllende 17-Zoll-Notebooks im Angebot, die eher als Desktop-Ersatz gedacht sind. Für den Park oder das Café sind die Notebooks aufgrund der recht stromhungrigen Hardware eher nicht geeignet, eher für LAN-Parties und Filmabende mit Freunden. Gigabyte verwendet bei seinen Notebooks ausschließlich Prozessoren von Intel, dabei kommen bis auf wenige Ausnahmen immer Core i5- oder Core i7-Prozessoren mit vier Kernen zum Einsatz, um ein Maximum an Leistung zu garantieren. Auch in Sachen Grafik geht Gigabyte andere Wege als andere Hersteller. Statt sich auf die integrierte Intel-Grafik zu verlassen, besitzen alle Gigabyte-Notebooks eine dedizierte Grafikkarte mit eigenem Speicher und einer weitaus höheren Performance, als die Prozessor-Konkurrenz bieten kann.

Wenn das Notebook vor allem zum Betrachten von Multimedia-Inhalten geeignet sein soll, muss natürlich auch das Display etwas taugen. Bis auf wenige Ausnahmen lösen alle Notebooks von Gigabyte mindestens in FullHD auf, auch UHD ist auf dem Vormarsch. Damit erscheinen Bildschirminhalte knackscharf, wobei Full-HD-Displays weniger Anforderungen an die Grafik-Hardware stellen als ihre UHD-Pendants und deshalb für Gamer besser geeignet sind. Die leistungsstarken Multimedia- und Gaming-Notebooks vereint Gigabyte unter der P-Serie, während die noch recht junge U-Serie Allround-Nutzer ansprechen soll, die ihr Notebook auch unterwegs nutzen möchten und eine angemessene Akkulaufzeit dabei erwarten. Wir erklären euch die wichtigsten Merkmale der beiden Serien.

P-Serie

Die P-Serie von Gigabyte vereint eine hochwertige Ausstattung mit guten Displays und flotter Hardware. Das Resultat sind überzeugende Multimedia- und Gaming-Notebooks, die mit der Konkurrenz problemlos mithalten können. Was man bei der P-Serie nicht findet, sind preiswerte Einsteiger-Notebooks mit einem Kaufpreis bis 600 Euro. Für die meisten P-Serie-Notebooks werden mindestens 1.000 Euro fällig, und das hat seinen Grund: Bei allen Modellen der P-Serie kommen ausschließlich äußerst leistungsstarke Quad-Core-Prozessoren von Intel zum Einsatz, die dank TurboBoost und Hyper-Threading bis zu acht Aufgaben gleichzeitig bearbeiten können und dabei sogar ihre Taktfrequenz temporär noch nach oben schrauben können. Auch die Grafik-Hardware ist erlesen: Dedizierte NVIDIA-Grafikkarten mit eigenem Speicher sorgen für eine gute Grafikleistung auch bei grafisch anspruchsvollen Games. Wer sichergehen will, der sollte sicherstellen, dass die zweite Ziffer der dreistelligen Modellnummer der Grafikkarte mindestens eine „6“ oder besser eine „7“ ist. So kennzeichnet NVIDIA seine besonders leistungsstarken Grafikkarten. Die Bildschirme mit Display-Diagonalen zwischen 14 und 17 Zoll lösen mindestens in Full HD auf und bieten fast durchgängig IPS-Panels, welche für eine gute Farbwiedergabe, einen hohen Kontrast und vor allem einen stabilen Betrachtungswinkel sorgen. Optische Laufwerke und schnelle SSD-Flash-Festplatten findet man bei der Mehrzahl der Notebooks der P-Serie von Gigabyte. Auch USB 3 ist konsequent auf dem Vormarsch. Die Kehrseite der Medaille in Form der hohen Leistungsfähigkeit ist der relativ hohe Stromverbrauch unter Last, der den Akku schon nach etwa zwei Stunden in die Knie zwingt. Auch das Gewicht der Notebooks kann schon mal an der 4-kg-Marke kratzen. Extras wie Fingerabdruck-Sensor oder LTE-Modul sucht man hingegen vergebens. Als Betriebssystem kommt durchgängig Microsoft Windows zum Einsatz, wobei in einigen Fällen auch auf das Installieren eines Betriebssystems verzichtet wird, um die Verkaufskosten niedrig zu halten.

U-Serie

Die U-Serie von Gigabyte versucht hingegen eher als die P-Serie, Leistung mit Mobilität zu kombinieren. Das Resultat sind kompakte 14-Zoll-Notebooks, die statt mit Quad-Core-Prozessor lediglich einen Zweikern-Antrieb bieten. Der energieoptimierte Prozessor weist eine deutlich niedrigere Verlustleistung auf, als die Quad-Core-Konkurrenz aus eigenem Hause. Zudem verwendet Gigabyte bei der U-Serie sparsamere Grafikkarten, um eine längere Akkulaufzeit sicherzustellen. Sie sind in Punkto eher der Mittelklasse zuzuordnen und sind etwa mit der Darstellung besonderer Grafikeffekte wie komplexem Antialiasing oder anisotroper Texturfilterung überfordert. Für die meisten aktuellen Titel sollen sich die Notebooks der U-Serie dennoch eignen. Es sollte darauf geachtet werden, dass keine allzu prozessorlastigen Spiele genutzt werden, welche den sparsamen Dual-Core-Chip überfordern könnten. Wie bei der P-Serie wird auf den Einsatz von AMD-Prozessoren oder Grafikkarten verzichtet. Die kleineren Bildschirme lösen teilweise etwas niedriger auf als bei der P-Serie, dafür ist mitunter ein Touchscreen in den Bildschirm integriert, so dass sich das Notebook auch per Finger oder mittels eines speziellen Stylus steuern lässt. Verzichtet wurde hingegen auf den Einbau eines optischen Laufwerkes, was das Nutzen von DVDs unmöglich macht. Dafür finden sich schnelle SSD-Laufwerke in den kompakten Notebooks, zudem sinkt durch den Verzicht auf das DVD-Laufwerk auch das Gewicht auf deutlich unter zwei Kilogramm. Auch ein 3G-Modul dürfte von einigen schmerzlich vermisst werden, zumal die kompakte Gehäusegröße die Notebooks eigentlich ideal für dieses Einsatzgebiet macht. Als Software-Unterbau wird durchgehend Microsoft Windows verwendet. Zwar sind die U-Serie-Notebooks von Gigabyte kompakter, sparsamer und spärlicher ausgestattet als die P-Serie-Notebooks, doch der Preis kann mitunter ebenfalls im vierstelligen Betrag liegen.

Firmengeschichte

Das weltweit tätige Unternehmen Gigabyte wurde 1986 in Taipeh gegründet. Mit etwa 7.100 Mitarbeitern ist Gigabyte im Vergleich zu Herstellern wie Acer oder Lenovo ein relativ kleines Unternehmen. Das Unternehmen ist an der Börse gelistet und hat sich vor allem mit Motherboards und Grafikkarten-Platinen einen Namen gemacht. Etwa im Mainboard-Segment etwa verkauft Gigabyte mehr Einheiten als der einstige Platzhirsch ASUS.

Vor einigen Jahren ist der Hardware-Hersteller zudem mit eigenen Geräten in den Notebook-Markt eingestiegen. Entsprechend seiner Zielgruppe für PC-Hardware richtet sich der Hersteller mit seinen Geräten besonders an Multimedia-User und Gamer, und hat sich mit dieser Entscheidung wichtige Marktanteile in diesem zwar kleinen, aber stetig wachsenden Markt gesichert. Da Gigabyte inzwischen auch Smartphones herstellt, ist es durchaus möglich, dass der Hersteller sich zukünftig noch stärker auf den Mobilmarkt konzentrieren möchte.