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Intel Iris Pro Graphics 6200

Die Intel Iris Pro Graphics 6200 ist eine integrierte GPU der Intel Broadwell-Generation. Sie wurde erstmals in Intels Highend Prozessoren des 2. Quartals 2015 verbaut und ist neben der für Server-CPUs entwickelten Iris Pro Graphics 6300 momentan die stärkste von Intel veröffentlichte integrierte GPU. Der Grafikchip ist eine Weiterentwicklung der Intel HD Graphics Architektur und verfügt über 128 MB eDRAM (embedded DRAM) mit einem 128-Bit-Interface und eine Basistaktung von 300 MHz, die bis auf 1150 MHz erhöht werden kann. Er hat 48 EU (Execution Units), 16 TMUs und 8 ROPs und wird im 14-nm-Verfahren gefertigt.

Architektur
Die Iris Pro integrated GPU-Reihe kam erstmals 2013 zum Einsatz und ist eine Weiterentwicklung der Intel HD Graphics für das Highend CPU-Segment. Die Intel Iris Pro Graphics 6200 wurde unter dem Codenamen GT3e entwickelt und ist den neuesten Intel-Prozessoren der 5. Generation verbaut, die am 02.06.2015 nach langer Verspätung veröffentlicht wurden. Mit der Umstellung auf die 14-nm-Fertigungsweise und durch die Integration der GPU auf demselben Chip wie die CPU, kann auf die veraltete DDR3-Anbindung zugunsten einer modernen 128 MB eDRAM-Anbindung verzichtet werden, was zu einer extremen Leistungssteigerung und zu einer geringeren Leistungsaufnahme führt. So soll die Intel Iris Pro 6200 laut Intel ca. zweimal so schnell arbeiten wie die in den meisten Mainstream-Ultrabooks verbaute Intel HD 5500. Im Vergleich zum Vorgänger GT2 der Haswell-Architektur hat Intel mit 48 EUs die Ressourcen nochmal verdoppelt, was zu einer Performance-Verbesserung zwischen 109-141% führt.

Funktionen
Mit den Broadwell-Chips ermöglicht Intel erstmals volle DirectX 11.2, OpenCL 1.3 und OpenGL 4.3 sowie DirectX 12, OpenCL 2.0, OpenGL ES 3.1 und RenderScript Unterstützung und deckt damit eine große API-Bandbreite ab. Bildschirme können über DisplayPort 1.2 oder HDMI 1.4a angeschlossen werden. Intels Quick Sync verspricht verbesserte Encode/Decode-Beschleunigung der neuesten Formate H.265/HEVC auf 4kp30 und VP9 auf 4Kp24 sowie H.264/AVC auf 4Kp60 bei einer nativen Auflösung von 4096x2048 Pixeln. Die mit Ivy Bridge eingeführte VQE (video quality engine) zur Verarbeitung von Videos und Bildern bei geringem Energieverbrauch soll mit der Intel Iris Pro 6200 ihre Leistung verdoppelt haben.

Leistung
Die im Flagschiff-Prozessor Intel Core i7-5775-C integrierte Intel Iris Pro 6200 bringt die zweifache Leistung des Vorgängers Intel HD 4600 im Intel Core i7-4790S der 4. Generation und ca. 35% mehr Media-Encoding/Decoding-Performance. Durch die Verdopplung der Shader-Einheiten und die direkte Speicheranbindung ist die Leistung der Grafikkarte mit der der GeForce 940M vergleichbar und bietet somit erstmals mit dedizierten Grafikchips vergleichbare Performance im integrated-GPU-Bereich. Bei einigen Benchmarks ist sie auf einer Stufe mit einer übertakteten AMD Radeon R7 250X oder Nvidia GeForce GTX 560. Die meisten Spiele von 2015 sollten auf niedrigen bis mittleren Einstellungen spielbar sein. Durch den niedrigen Stromverbrauch, die hohe Performance und kleine Bauweise bieten sich Prozessoren mit der Intel Iris Pro 6200 für den mobilen Gebrauch in mittelgroßen Multimedia-Notebooks oder leistungsfähigen Office-Geräten an, ohne auf eine dedizierte Grafikkarte angewiesen zu sein.
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Technische Daten
ModellIntel Iris Pro Graphics 6200
DirectX-Version11.2
Chip-Takt1150 MHz
Speichertakt1800 MHz
Dedizierter SpeicherNein
Speichergröße128 MB
SpeichertypDDR3
Speicheranbindung128 Bit
Stream-Prozessoren48
Texture-Mapping-Units16
Rechenleistung über Stream-Prozessoren883.2 GFlops
Pixelfüllrate2400 Mpixel/s
Speicherbandbreite25.6 GB/s
Fertigungsprozess14 nm