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Intel Iris Pro 580

Die Intel Iris Pro Graphics 580 ist eine integrierte Grafikkarte für Gaming-Notebooks und Next Unit of Computing (NUC) wie z.B. die Intel Skull Canyon NUC. Die GPU wurde im 1. Quartal 2016 vorgestellt und ist in den High-End Skylake-Prozessoren i5-6350HQ, i7-6770HQ, i7-6870HQ und i7-6970HQ zu finden. Mit 72 Execution Units (EUs) und 576 Arithmetic-Logic-Units (ALUs) sowie dem 128 MB großen eDRAM ist sie die mit Abstand stärkste integrierte GPU, die Intel zu bieten hat. Sie hat eine Basistaktfrequenz von 350 MHz und kann maximale Taktfrequenzen zwischen 900 MHz (i5-6350HQ) und 1050 MHz (i7-6970HQ) erreichen. Über den eigenen 64 MB eDRAM kann die Grafikeinheit auf bis zu 64 GB des Systemspeichers zugreifen, wobei die Speichertypen DDR4-2133, LPDDR3-1866 und DDR3L-1600 unterstützt werden.

Architektur
Die Intel Iris Pro Graphics 580 basiert auf der Gen9-Grafikarchitektur, die mit den Skylake-Prozessoren eingeführt wurde. Die Architektur ist in 3 Ebenen unterteilt. Die Basis stellt der sogenannte Slice dar, auf dem die Subslices, der L3 Cache, Rasterizer, Texture-Caches und ein Media-Sampler zu finden sind. Jeder Subslice integriert 8 Execution Units, einen L1 und einen L2 Cache. Eine Execution Unit enthält 2 SIMD-4 Floating-Point-Units (FPUs) und 8 Single-Precision (FP32) ALUs. Bei der Intel Iris Pro Graphics 580 handelt es sich um die GT4e-Variante der Gen9-Architektur, d.h. dass hier die maximale Anzahl an Subslices und Execution Units verbaut ist. Mit 9 Subslices und jeweils 8 EUs pro Subslice wird die maximal mögliche Anzahl an Recheneinheiten erreicht. Neben dem Slice ist in der Gen9-Architektur auch ein „Unslice“ verbaut, der generelle Funktionen wie das Power-Management, das Geometrie Front-End mit Vertex-Shader und die Media Fixed Functions (FF) integriert. Der Vorteil der Trennung zwischen Slice und Unslice ist, dass die Ressourcen effizienter eingesetzt werden können. Für einige Aufgaben werden die Ressourcen des Unslice z.B. nicht benötigt und andersherum kann der Unslice autark für Video-Decodierung und –Encodierung verwendet werden.

Funktionen
Neu bei der Gen9-Grafikarchitektur ist der Low-Power Fixed Function HEVC-Decoder und –Encoder für geringeren Stromverbrauch bei der Videowiedergabe. Fixed Function bedeutet, dass HEVC vollständig Hardware-decodiert wird, statt wie bei Haswell/Broadwell mit einer Mischung aus CPU-Ressourcen, Shadern und Decode-Blöcken. Ebenfalls neu ist die Unterstützung für Decodierung und Encodierung für VP9, die allerdings ähnlich wie HEVC in früheren Intel-Grafikarchitekturen nicht vollständig in Hardware stattfindet. API-Support umfasst DirectX 12 FL 12_1, OpenGL 4.4 (4.5 für Linux) und OpenCL 2.0. Bis zu 3 Bildschirme können über HDMI 1.4, eDisplayPort 1.3 und DisplayPort 1.2 angeschlossen werden.

Leistung
Selbst im 1. Quartal 2017, ein Jahr nach Veröffentlichung, ist die Intel Iris Pro Graphics 580 noch die mit Abstand leistungsstärkste integrierte GPU, die Intel zu bieten hat. Sie kann mit dedizierten Grafikkarten wie der GeForce 940M, 945M und 940MX konkurrieren und ist für die meisten modernen Spiele mit mittleren bis hohen Einstellungen geeignet.
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Technische Daten
ModellIris Pro Graphics 580
DirectX-Version12
Chip-Takt1050 MHz
Dedizierter SpeicherJa
Speichergröße128 MB
SpeichertypeDRAM
Rechenleistung über Stream-Prozessoren1152 GFlops
Fertigungsprozess14 nm