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Intel Iris Graphics 550

Intel Iris Graphics 550 bezeichnet einen integrierten Grafikchip von Intel,der in den neuen Skylake-Prozessoren zum Einsatz kommt. Vorgestellt wurde der Grafikchip im September 2015 und stellt als Mitglied der Iris-Familie einen ihrer leistungsfähigsten Grafikchips dar. Zu finden ist der Grafikchip in den Niedrigspannungsprozessoren Intel Core i3-6167U, Intel Core i5-6267U, Intel Core i5-6287U und Intel Core i7-6567U. In leistungsfähigeren Quad-Core-Prozessoren kommt der Intel Iris Graphics 550 prinzipiell nicht zum Einsatz, weil Notebooks, welche auf diese leistungsstarken Prozessoren setzen, häufig eine dedizierte Grafikkarte vorweisen, die meist schneller als der Intel-Grafikchip arbeitet. Als Mitglied der GT3-Familie gehört der Intel Iris Graphics 550 zur zweithöchsten Ausbaustufe an Grafikchips von Intel.

Architektur
Die Grund-Taktfrequenz des Intel Iris Graphics 550 Grafikchips beträgt modellunabhängig 300 MHz. Je nach eingesetztem Hauptprozessor kann jedoch die maximal erreichbare Taktfrequenz variieren und liegt beim Intel Core i3-6167U etwa bei 1.000 MHz, während Intel Core i7-6567U-Prozessoren einen mit maximal 1.1 GHz arbeitenden Intel Iris Graphics 550 besitzen. Genau wie auch der kleine Bruder, der Intel Iris Graphics 540, besitzt der Intel Iris Graphics 550 Grafikchip 384 Stream-Prozessoren und damit genau so viele wie etwa die NVIDIA GeForce 940M. Darüber hinaus stehen dem Grafikchip 48 Ausführungseinheiten zur Verfügung, was genau dem gleichen Wert entspricht, den auch schon die Vorgängergeneration der Iris-Pro-Grafikchips erreicht hat. Die Gen9-Architektur von Intel ist besonders gut skalierbar und kann dadurch breite Leistungsbereiche abdecken und effektiv sowohl bei sehr langsamen aber sparsamen Grafikchips, als auch bei leistungsfähigeren Modellen, wie dem Intel Iris Graphics 550, genutzt werden.

Funktionen
Der Intel Iris Graphics 550 Grafikchip unterstützt die Grafikschnittstellen DirectX, OpenGL und OpenCL. DirectX wird in der Version 12 unterstützt, sodass der Chip auf alle gängigen Grafikfunktionen zugreifen kann. Open GL wird in der Version 4.4 und OpenCL in der Version 2.0 unterstützt. Zudem beherrscht der Grafikchip das Shader-Modell 5.1. Wie alle wichtigen Grafikchips von Intel, seit der Sandy-Bridge-Generation, unterstützt auch der Intel Iris Graphics 550 die QuickSync-Videotechnik, die zum schnellen Umwandeln von DVDs und Blu-rays in ein handheld-taugliches Format genutzt werden kann. Unterstützt werden auch die Formate H.265 und VP8. Mit der Skylake-Generation fällt der Support für VGA weg, dafür unterstützt der Intel Iris Graphics 550 Grafikchip nun den Betrieb von bis zu drei Bildschirmen über digitale Anschlüsse wie HDMI und DisplayPort.

Leistung
In der Praxis wird die effektive Leistung des Intel Iris Graphics 550 Grafikchips durch die eher langsamen Niedrigspannungsprozessoren begrenzt, bei denen der Grafikchip Verwendung findet. Die reine Grafikleistung entspricht jedoch dem Niveau gängiger, dedizierter Einsteiger-Grafikkarten von NVIDIA und AMD, wie etwa der bereits zuvor genannten NVIDIA GeForce 940M. So laufen aktuelle Spiele von 2014 und 2015 in den meisten Fällen auf dem Notebook, doch meist müssen Auflösung und Details deutlich oder stark reduziert werden, um ein ruckelfreies Spielerlebnis zu erhalten. Grafikverbesserungen wie Kantenglättung oder anisotrope Filterung sind nur bei sehr alten Titeln möglich, bei denen der Grafikchip noch einen großen Spielraum nach oben besitzt. Besonders aber prozessorlastige Spiele, wie etwa die Total-War-Reihe, sind mit dem Intel Iris Graphics 550 kein Vergnügen. Die theoretische Rechenleistung wird von Intel mit 844,8 GFLOPS bei einer Taktfrequenz von 1,1 GHz angegeben.
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Technische Daten
ModellIris Graphics 550
DirectX-Version12
Chip-Takt1100 MHz
Dedizierter SpeicherNein
SpeichertypDDR3/DDR4
Speicheranbindung128 Bit
Rechenleistung über Stream-Prozessoren844,8 GFlops
Fertigungsprozess14 nm

15 Notebooks mit Intel Iris Graphics 550

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