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Intel HD Graphics P630

Die Intel HD Graphics P630 ist eine integrierte Grafikkarte für Business- und Workstation-Notebooks, die am 3. Januar 2017 eingeführt wurde. Sie ist in einigen Intel Server-Prozessoren zu finden, darunter auch den mobilen Modellen Xeon E3-1535M v6 und E3-1505M v6. Sie ist aus architektonischer Sicht mit der für den Verbrauchermarkt bestimmten HD Graphics 630 identisch, bietet jedoch zusätzlich Zertifizierung für mehr als 15 der meistbenutzten Workstation- und CAD-Anwendungen und ist daher vor allem für professionelle Anwender vorgesehen. Die GPU hat einen Basistakt von 350 MHz und kann eine maximale dynamische Taktfrequenz von bis zu 1100 in den mobilen Xeon-Prozessoren erreichen. Wie die HD 630 verfügt sie über 24 Execution Units (EUs) mit insgesamt 192 Arithmetic-Logic-Units (ALUs). Sie hat zwar keinen eigenen Speicher, kann jedoch auf bis zu 1,7 GB des Systemspeichers zugreifen. Unterstützte Speichertypen sind Dual-Channel DDR3L-1660, LPDDR3-2133 und DDR4-2400. Da die GPU in Xeon-CPUs zum Einsatz kommt, unterstützt sie ebenfalls sich selbst korrigierenden ECC-Speicher.

Architektur
Im Vergleich zur Vorgängerin HD P530 hat sich bei der Intel HD Graphics P630 bis auf aktualisierten Codec-Support und optimierte 4K UHD Videowiedergabe nicht viel geändert. Der Aufbau bleibt mit sogenannten Slices und Subslices gleich. Die Subslices sind auf dem Slice verbaut, der die Basis der GPU darstellt. Die Anzahl der Slices und Subslices ist variabel und wird mit einem Kürzel angegeben. Bei der Intel HD Graphics P630 handelt es sich um die GT2-Variante, d.h. dass sie über 3 Subslices mit insgesamt 24 Execution Units verfügt. Jeder Subslice integriert 8 EUs, die ihrerseits über 8 FP32 Arithmetic-Logic-Units (ALUs). Mit insgesamt 192 ALUs bietet die GT2-Variante die Hälfte der ALUs der nächsthöheren GT3-Variante. Auf dem Slice sind außerdem L1, L2 und L3 Cache, Rasterizer, Texture-Caches und ein Media-Sampler verbaut. Separat von dem Slice ist der sogenannte Unslice zu finden, der über generelle Funktionen wie das Power-Management, das Geometrie Front-End mit Vertex-Shader und die Media Fixed Functions (FF) verfügt. Der Vorteil der Trennung zwischen Slice und Unslice ist, dass die Ressourcen effizienter und nur im Bedarfsfall eingesetzt werden können.

Funktionen
Die GPU unterstützt die APIs DirectX 12 FL 12_1, OpenGL 4.4 und OpenCL 2.1. Sie kann H.264/AVC, H.265/Main (8-Bit) und Main 10 (10-Bit) und VP9 8-Bit und 10-Bit Hardware-decodieren und H.264/AVC, H.265/Main (8-Bit) und Main 10 (10-Bit) und VP9 8-Bit Hardware-encodieren. Durch die optimierte Codec-Unterstützung wird der Stromverbrauch bei Videowiedergabe in 4K-Auflösung deutlich reduziert. Die GPU kann Bilder auf bis zu 3 Bildschirmen ausgeben, die über eDisplayPort und DisplayPort mit 4096x2304 (4K) und 60 Hz, HDMI 1.4 mit 4096x2304 und 24 Hz und DVI angeschlossen werden können.

Leistung
Durch die Zertifizierung für CAD- und Workstation-Software ist die Intel HD Graphics P630 auch für Designer, Ingenieure und Content-Creators geeignet und kann in einigen Fällen sogar als Ersatz für teure dedizierte Workstation-Grafikkarten dienen. In der Grafikleistung in Spielen ist die GPU ungefähr mit der dedizierten Einsteigergrafikkarte NVIDIA GeForce 920M vergleichbar.
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Technische Daten
ModellIntel HD Graphics P630
DirectX-Version12
Chip-Takt1100 MHz
Dedizierter SpeicherNein
Fertigungsprozess14 nm