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Intel HD Graphics 6000

Die Intel HD Graphics 6000 (GT3) ist eine im Januar 2015 erschienene CPU-Grafikkarte für Low-Voltage-Prozessoren der Broadwell-Generation, die im 14-nm-Verfahren hergestellt wird. Verbaut wird sie in Prozessoren der Core-i5 und Core-i7-Serie und enthält 48 Execution-Units (EUs) sowie 8 Texture-Mapping-Units (TMUs). Abhängig vom jeweiligen System taktet sie im Turbo-Modus mit bis zu 1000 MHz und liegt leistungstechnisch im Optimalfall nur knapp unter einer dedizierten GeForce 820M.

Nach Intel HD Graphics (GT1) und Intel HD Graphics 5000 (GT2) mit je einem Slice und 12 bzw. 24 EUs, bildet die GT3-Baureihe mit 2 Slices und 48 EUs die höchste Ausbaustufe der Broadwell-Architektur.

Architektur
Im Vergleich zur Haswell-Generation (Intel Gen7.5) wurde die Broadwell-Architektur (Intel Gen8) vor allem im Blick auf die Shaderstruktur verändert. Je 8 EUs werden nun zu sogenannten Subslices zusammengefasst und mit einem eigenen Interface für Sampler und Data-Ports versehen. Drei Subslices bilden gemeinsam wiederum einen Slice mit 24 EUs. Jeder Subslice verfügt über L1- und L2-Sampler-Caches, die mit einer Geschwindigkeit von 64 Bytes/cycle auf einen gemeinsamen L3-Cache zugreifen, welcher überlicherweise über 384 KB Speicher pro Slice verfügt. Als CPU-Grafikkarte verfügt die HD 6000 über keinen dedizierten Grafikspeicher, sondern bedient sich am Hauptspeicher des jeweiligen Systems. Standardmäßig reserviert sie sich hiervon 1 GB und greift über ein 128-Bit-Interface (64 Bit pro RAM-Channel) darauf zu. Hierbei taktet sie den Speicher mit bis zu 933 MHz und erreicht so Übertragungsraten von bis zu 30 GB/s. Die Speicherbandbreite und mit ihr die Leistung der Grafikeinheit hängen aber folglich stark vom jeweiligen System ab.

Funktionen
Wie alle Grafikchips der Broadwell-Generation unterstützt die HD 6000 DirectX 11.2 und OpenCL 2.0. Zusätzlich integriert sie das Hardware-Feature QuickSync, das dem System ermöglicht, die Grafikeinheit optimal zum De- und Encodieren von Videos einzusetzen. So kann beispielsweise der H.265-Codec verarbeitet werden. HDMI 2.0 wird leider noch nicht unterstützt.

Leistung
Neben der starken Abhängigkeit vom Speicherlayout des jeweiligen Systems kann die Leistung der HD 6000 auch durch ihre geringe Leistungsobergrenze (TDP) von 15 Watt negativ beeinflusst werden. Trotzdem kann die ältere HD 5000 im Optimalfall um bis zu 25 Prozent übertroffen werden. Da es sich bei ihr trotz allem um eine CPU-Grafik handelt, können selbst weniger anspruchsvolle Spiele aus den Jahren 2012/13, wie Diablo III und Total War: Rome II, nur bei mittlerer Auflösung flüssig wiedergegeben werden. Grafikintensivere Spiele, wie Crysis 3 oder Battlefield 4, sind mit der HD 6000 selbst bei niedriger Auflösung nicht störungsfrei spielbar. Die Intel HD Graphics 6000 ist eine Office-Grafikkarte, die sie sich auch vor Multimedia-Anwendungen nicht zu verstecken braucht. Da sie mit dedizierten Grafikkarten in einem System kombinierbar ist, kann sie aber auch in Notebooks bis zur Gaming-Klasse gefunden werden.
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Technische Daten
Modell6000
DirectX-Version11.2
Chip-Takt1000 MHz
Speichertakt933 MHz
Dedizierter SpeicherNein
SpeichertypDDR3
Speicheranbindung128 Bit
Texture-Mapping-Units8
Pixelfüllrate2000 Mpixel/s
Speicherbandbreite30 GB/s
Fertigungsprozess14 nm
Transistoren1900 in Mio.

4 Notebooks mit Intel HD Graphics 6000

4 Notebooks mit Intel HD Graphics 6000