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AMD Radeon R7 (Carrizo)

Die AMD Radeon R7 (Carrizo) ist ein integrierter Grafikprozessor (IGP), der im Juni 2015 vorgestellt wurde. Die GPU ist in den neuen High-End-APUs des Carrizo- Line-Up zu finden, wie z.B. dem FX-8800P und dem Pro A12-8800B. Sie ist Ende 2015 die stärkste integrierte Grafiklösung von AMD. Der Grafikchip ist mit 512 Shadereinheiten, 32 TMUs und wahrscheinlich ROPs ausgestattet. Die Taktfrequenz liegt bei 800 MHz. Die GPU verfügt nicht über eigenen Speicher und muss daher auf den DDR3-2133 Systemspeicher zurückgreifen. Der Speicher ist über ein 64-Bit oder 128-Bit Bus-Interface angebunden. Die Grafikeinheit ist hauptsächlich in Einsteiger-Notebooks ohne dedizierte Grafikkarte zu finden.

Architektur
Die AMD Radeon R7 (Carrizo) basiert auf der Graphics Core Next Architektur der 3. Generation (inoffiziell als GCN 1.2 bezeichnet). GCN 1.2 wurde Ende 2014 mit der Radeon R9 M285 eingeführt, die den sogenannten Tonga-Chip benutzt. Einige der nachfolgenden GPUs der Radeon M200- und M300-Serien sowie die Carrizo-IGPs benutzen ein ähnliches Design wie der Tonga-Chip. Mit Tonga wurde die Tessellation-Performance verbessert, die Speicherbandbreiteneffizienz dank einer neuen verlustfreien Delta-Farben-Kompression um 40% erhöht und das Instruction Set aktualisiert und optimiert. Darüber hinaus wurden die Carrizo-IGPs noch mit einer neueren Multimedia-Engine versehen. Das neue, effizientere Instruction Set beinhaltet 16-Bit Floating-Point- und Integer-Instruktionen für Low-Power-Berechnungen und Media-Verarbeitung, Instruktionen für die parallele Datenverarbeitung durch Teilen der SIMD-Lanes sowie verbessertes Task-Scheduling. Die AMD Radeon R7 (Carrizo) ist mit 8 Compute Units (CUs) Ende 2015 AMDs stärkste integrierte GPU. Pro CU sind 64 Shadereinheiten und 4 TMUs verbaut. Insgesamt kommt die Grafikeinheit also auf 512 Shadereinheiten und 32 TMUs, plus – wahrscheinlich – 16 ROPs. Wie auch die anderen aktuellen AMD-GPUs wird sie im 28-nm Verfahren gefertigt.

Funktionen
Dank der neuen Multimedia-Engine mit AMDs Unified-Video-Decoder 6 (UVD 6) und der Video Coding Engine 3.0 (VCE 3.0) wird Hardware-Encoding- und Decoding für H.264 und das jüngere H.265 (HEVC) unterstützt, das eine bessere Videoqualität bei geringeren Hardwareansprüchen ermöglicht. FHD- und 4K-Inhalte werden daher mit 60 FPS bei sehr geringer Hardwarebelastung dargestellt. Bildschirme können zudem über den neuen HDMI 2.0 Anschluss verbunden werden. Weitere unterstützte Formate sind VC.1/WMV Profil D, MPEG-2, MVC und MPEG-4/DivX. Die GPU unterstützt DirectX 12 FL 12_0, OpenGL, OpenCL und Mantle.

Leistung
Die Leistung der AMD Radeon R7 (Carrizo) ist zu einem Großteil davon abhängig, mit welcher TDP die übergeordnete APU konfiguriert wird. Bei einer TDP von 35 Watt ist sie in fast allen Benchmarks der GeForce 920M und HD Graphics 530 überlegen. Die Leistung reicht für viele moderne Spiele bei geringen Auflösungen und Einstellungen aus. Bei anspruchsvollen Spielen werden jedoch häufig keine spielbaren Frameraten erreicht.
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Technische Daten
ModellRadeon R7 (Carrizo)
DirectX-Version12
Chip-Takt800 MHz
Dedizierter SpeicherNein
SpeichertypDDR3-2133
Speicheranbindung128 Bit
Stream-Prozessoren512
Texture-Mapping-Units32
Fertigungsprozess28 nm
Transistoren2410 in Mio.

1 Notebook mit AMD Radeon R7 (Carrizo)

1 Notebook mit AMD Radeon R7 (Carrizo)