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AMD Radeon R4 (Beema)

Mit der AMD Radeon R4 (Beema) verbaut der Hersteller aus den USA im Frühjahr 2014 eine integrierte Grafikeinheit auf Basis der GCN-Architektur (Graphics-Core-Next) in CPUs der Beema-Generation. Neben 128 Shadereinheiten (ALUs), die mit bis zu 800 MHz getaktet werden können, verfügt die R4 (Beema) über 8 TMUs (Texture-Mapping-Units) und 4 ROPs (Raster-Operation-Processors). Sie wird im 28-nm-Verfahren hergestellt, unterstützt DirectX 11.2 sowie Shader 5.0 und stellt sich im Benchmark-Test minimal über der Intel HD Graphics 4200 auf. Auf den Hauptspeicher greift sie im besten Fall über ein 64 Bit DDR3L-1866 Interface zu und erreicht so höchstens eine Speicherbandbreite von 14,9 GB/s.

Architektur
Die GCN-Architektur ist das Ergebnis der Bemühungen des Herstellers, seine Grafikeinheiten hinsichtlich ihrer 3D-Performance zu verbessern und gleichzeitig ihr Aufgabenfeld zu erweitern. Dabei spielte im Blick auf die immer häufiger werdende Nutzung in mobilen Endgeräten auch die Steigerung der Energieeffizienz eine bedeutende Rolle.
Von Seiten der Hardware soll dieses Ziel durch die sogenannten Compute Units (CUs) erreicht werden, die die weniger effektiven SIMD-Einheiten ablösen. Jede CU verfügt nun über einen eigenen Scheduler und vier Vector Units (VUs), die wiederum 16 ALUs enthalten. Im Gegensatz zu den SIMD-Einheiten kann die CU jede VU einzeln mit Arbeit versorgen und so längere Wartezyklen wegen Abhängigkeiten vermeiden. So sollen nach Angaben des Herstellers bis zu 7,5 Mal höhere Rechenleistungen erzielt werden, was aber in der Praxis stark von der jeweiligen Compiler-Effizienz abhängt. Die R4 (Beema) verfügt über 2 CUs und 8 VUs.

Funktionen
Mit dem UVD (Unified Video Decoder) sind alle GPUs der GCN-Generation in der Lage HD+ zu verarbeiten, also statt einem nun zwei Videoströme gleichzeitig mit einer HD-Beschleunigung zu versehen. Eine noch bedeutendere Entwicklung stellt aber die sogenannte Video Coding Engine 2.0 (VCE 2.0) dar. Ähnlich wie Intels Sandy-Bride-Generation (und spätere) besitzt mit VCE auch GCN die Möglichkeit H.264-Encoding hardwarebasiert durchzuführen. Ausgegeben werden kann das Bild der R4 (Beema) über HDMI 1.4a, DisplayPort 1.2, VGA und DVI. Neben DirectX 11.2, Shader 5.0 und OpenGL 4.1 wird auch OpenCL unterstützt.

Leistung
Bei einem Stromverbrauch von 15 Watt erzielt die R4 (Beema) in etwa die Leistung einer dedizierten Radeon HD 7470M. So können weniger anspruchsvolle Spiele aus den Jahren 2012/13, wie Counter-Strike: GO oder Fifa 14, bei mittlerer Detailstufe und Auflösung flüssig wiedergegeben werden. Grafikintensivere Spiele aus den Jahren 2014/14, wie Far Cry 4, können jedoch selbst bei niedrigen Einstellungen nicht ruckelfrei dargestellt werden.

Die AMD Radeon R4 (Beema) ist eine Office-Grafikkarte, die sich durchaus auch für Multimedia-Anwendungen und einfache Spiele zwischendurch eignet. Zu finden ist sie daher in Einsteiger-Notebooks und Allroundgeräten.
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Technische Daten
ModellR4 (Beema)
DirectX-Version11.2
Chip-Takt800 MHz
Dedizierter SpeicherNein
SpeichertypDDR3
Speicheranbindung64 Bit
Texture-Mapping-Units8
Speicherbandbreite14.9 GB/s
Fertigungsprozess28 nm

9 Notebooks mit AMD Radeon R4 (Beema)

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