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AMD Radeon R9 M375

Die AMD Radeon R9 M375 ist eine dedizierte Notebook-Grafikkarte, die am 7. Mai 2015 vorgestellt wurde. Sie ist in der oberen Mittelklasse einzuordnen und verspricht ausreichende Leistung auch für anspruchsvolle Spiele und Programme. Laut AMD sind die Grafikkarten der M300-Reihe mit den integrierten Grafiklösungen der AMD A-APUs (z.B. A10-7300) kombinierbar, um so noch mehr Grafikleistung bieten zu können. Die AMD Radeon R9 M375 selbst verfügt über 640 Shadereinheiten, 40 TMUs und 16 ROPs. Der Grafikchip hat eine Basistaktfrequenz von 1000 MHz, die auf 1015 Turbo-Boost erhöht werden kann. Einen Flaschenhals stellt der veraltete DDR3 Speicher mit 1100 MHz Taktung dar, der aber immerhin über ein 128-Bit-Interface angeschlossen ist.

Architektur
Es wurde vermutet, dass die Grafikkarte auf dem Tonga-Chip basiert und damit der 3. Generation Graphics Core Next (GCN 1.2) angehört. TechPowerUps GPU-Z-Tool erkennt die AMD Radeon M375 jedoch als Cape-Verde-Chip in der Ausführung Venus XTX. Damit würde sie auf GCN der 1. Generation basieren, wie z.B. schon die wesentlich ältere Radeon HD 7870M. Der 28 nm Venus-Chip kam bereits in der Radeon HD 8870M zum Einsatz (als XT) und tatsächlich ist die AMD Radeon M375 ganz ähnlich wie diese konfiguriert. So ist sie mit 10 Compute Units mit jeweils 64 Shadereinheiten, 4 TMUs und insgesamt 16 ROPs ausgestattet. Während andere Karten der R9-M300-Reihe, wie die R9 M365X oder die R9 M380 mit schnellem GDDR5 Speicher kommen, hat sich AMD interessanterweise dazu entschieden, die Grafikkarte nur mit veraltetem DDR3 Speicher auszustatten, obwohl GDDR5 theoretisch möglich wäre (die Vorgänger Radeon R9 M275 und HD 8870M unterstützten bereits GDDR5). Immerhin hat sie im Gegensatz zur R7 M360 ein 128-Bit statt ein 64-Bit Speicherinterface und eine Bandbreite von 35,2 GB/s. Bis zu 4 GB Speicher werden unterstützt.

Funktionen
Unabhängig davon, ob GCN 1.0 oder 1.2 zum Einsatz kommt, sind die implementierten APIs up to date. Sowohl DirectX 12 mit Shadermodell 5.0 als auch Vulkan 4.3 werden neben OpenGL 4.3 und OpenCL 1.2 voll unterstützt. AMDs alternative Mantle API ist auch mit an Bord. Darüber hinaus verfügt die AMD Radeon R9 M375 über AMD Enduro, für den Wechseln zwischen integrierter und dedizierter Grafikkarten, und AMD App Acceleration zur Verbesserung der Leistung bei Videowiedergabe und -Editierung, Office-Anwendungen und Web-Browsern. Zu den Stromspar-Features zählen ZeroCore zur Abschaltung der GPU im Leerlauf und Power Gating, welches ungenutzte Sektionen des Chips abschalten kann. Hardware-Decoding für MPEG-4 AVC/H.264, VC-1, MPEG-2 und Flash wird unterstützt.

Leistung
Trotz des höheren Chiptakts (1015 vs. 925 MHz) dürfte die AMD Radeon R9 M375 der älteren R9 M275 aufgrund des fehlenden GDDR5 Speichers deutlich unterlegen sein. Stattdessen ist das Leistungsniveau eher mit dem der R9 M270 (775 MHz) vergleichbar. Die meisten Spiele aus dem Jahr 2015 sollten für die Karte kein Problem darstellen, hohe Einstellungen und FullHD-Auflösung oder höher sollten möglich sein. Bei anspruchsvolleren Spielen müssen die Einstellungen jedoch auf niedrige bis mittlere Details reduziert werden. Die AMD Radeon R9 M375 eignet sich für den Einbau in mittelgroßen bis großen Notebooks.
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Technische Daten
ModellR9 M375
DirectX-Version12
Chip-Takt1015 MHz
Speichertakt1100 MHz
Dedizierter SpeicherJa
Speichergröße4096 MB
SpeichertypDDR3
Speicheranbindung128 Bit
Stream-Prozessoren640
Texture-Mapping-Units40
Rechenleistung über Stream-Prozessoren1280 GFlops
Pixelfüllrate16000 Mpixel/s
Speicherbandbreite35.2 GB/s
Fertigungsprozess28 nm
Transistoren1500 in Mio.

1 Notebook mit AMD Radeon R9 M375

1 Notebook mit AMD Radeon R9 M375