1. Startseite
  2. Grafikkarten
  3. Mittelklasse-Grafikkarten
  4. AMD Radeon R8

AMD Radeon R8

AMD Radeon R8 ist die Bezeichnung für eine Dual-Graphics-Kombination aus der integrierten Radeon R6 (Carrizo) und z.B. der dedizierten Radeon R7 M360. Bekannte Modelle, die aus diesem Zusammenschluss entstehen, sind die R8 M365DX, M350DX und M355DX. Bei den letzten beiden Modellen ist jedoch unklar, mit welchen dedizierten Grafikkarten die Radeon R6 (Carrizo) zusammengeschlossen wurde. Ziel der Dual-Graphics-Technologie ist eine höhere Spieleleistung durch den Zusammenschluss der Ressourcen beider Grafikkarten. So werden bei der R8 M365X die Ressourcen der R6 (Carrizo) und R7 M360, die beide über jeweils 384 Shadereinheiten, 24 TMUs und 8 ROPs verfügen, im CrossFire-Modus miteinander kombiniert. Die Bilder werden im Alternate Frame Rendering (AFR) abwechselnd berechnet, was durch unterschiedliche Abstände zwischen den Bildern zu Mikrorucklern führen kann.

Architektur
Sowohl die integrierte R6 (Carrizo), als auch die dedizierte R7 M360 basieren auf der Graphics Core Next Architektur der 3. Generation (inoffiziell als GCN 1.2 bezeichnet). GCN 1.2 wurde mit dem Tonga-Grafikchip eingeführt, der in einer abgewandelten Form als Meso-Chip in der R7 M360 zum Einsatz kommt. Die Verbesserungen, die die neue Architektur mit sich bringt, sind optimierte Tessellation-Performance, verlustfreie Delta-Color-Compression zur Erhöhung der Speicherbandbreiteneffizienz, ein effizienteres Instruction Set und eine neue Multimedia-Engine. Allein durch die neue Delta-Color-Compression für die ROPs wird die Speicherbandbreite bis zu 40% besser ausgenutzt. Das neue Instruction Set beinhaltet neue 16-Bit Floating-Point- und Integer-Instruktionen für Low-Power-Berechnungen und Media-Verarbeitung, Instruktionen für die parallele Datenverarbeitung durch Teilen der SIMD-Lanes sowie verbessertes Task-Scheduling. GCN-basierte Grafikchips sind in Compute Units (CUs) aufgeteilt, auf welchen jeweils 64 Shadereinheiten und 4 TMUs verbaut sind. Sowohl die R6 (Carrizo), als auch die R7 M360 verfügen über 6 CUs. Rechnerisch ergibt sich für die CrossFire-GPU R8 M365DX also insgesamt eine eindrucksvolle Zahl von 786 Shadereinheiten, 48 TMUs und 16 ROPs. Damit liegt die GPU theoretisch zwischen der Radeon R9 M380 (640:40:16) und R9 M385X (896:56:16). Faktoren, die die Leistung jedoch deutlich einschränken, sind der langsame DDR3-Speicher und die geringe Speicheranbindung von lediglich 64-Bit.

Funktionen
Die Dual-Graphics-Technologie ist nur im Zusammenspiel von der integrierten GPU einer A-Series GPU und einer dedizierten R7- oder R7-Grafikkarte möglich. Der CrossFire-Modus muss in ADMs Catalyst-Control-Center aktiviert werden. Nur neue APIs werden in diesem Modus unterstützt, ältere Spiele mit DirectX 9 können nur von einer einzelnen GPU berechnet werden. Die AMD Radeon R8 Grafikkarten unterstützen DirectX 12, OpenGL 4.3, OpenCL 1.2 sowie Vulkan und Mantle.

Leistung
Obwohl die Dual-Graphics-GPUs der AMD Radeon R8-Serie oft eine deutlich bessere Performance als eine einzelne dedizierte Grafikkarte zeigen, gibt es auch einige Fälle, in welchen die Leistung insgesamt sogar schlechter ist. Dadurch, dass die GPUs im Verbund eine unterschiedliche Leistung haben, kann es durch die abwechselnde Frame-Berechnung zu Mikrorucklern kommen. Daher ist die Gesamtperformance nur leicht oberhalb einer R7 M360 und in etwa auf dem Niveau der GeForce 920M.
Weiterlesen

2 Notebooks mit AMD Radeon R8

2 Notebooks mit AMD Radeon R8