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AMD Radeon R7 M460

Die AMD Radeon R7 M460 ist eine Mittelklasse-Grafikkarte für Notebooks und Convertibles, die am 21. Februar 2016 zusammen mit dem Lenovo Yoga 510 15“ vorgestellt wurde. In der Karte kommt wahrscheinlich der Meso-XT-Grafikchip zum Einsatz, der bereits in der Vorgängerin R7 M360 zu finden war. Dieser ist mit 384 Shadereinheiten, 24 TMUs und 8 ROPs ausgestattet und hat eine Taktfrequenz von maximal 1000 MHz. Auf der Karte sind bis zu 4 GB DDR3-SDRAM über ein 64-Bit Speicherinterface angebunden. Dadurch hat der Speicher eine effektive Taktfrequenz von 1800 MHz. Die Grafikkarte ist DirectX-12-fähig.

Architektur
Bei der AMD Radeon R7 M460 handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Rebrand der R7 M360 mit demselben Grafikchip und etwas mehr Speicher. Der Meso XT ist eine aufgebohrte Variante des eigentlichen Meso-Chips, der auf dem Tonga-Chip basiert, mit dem Ende 2014 die Volcanic-Islands-Familie und damit die 3. Generation der Graphics-Core-Next-Architektur (GCN 1.2) eingeführt wurde. GCN 1.2 enthält einige wichtige Neuerungen, wie eine verbesserte Tessellation-Leistung, die Reduzierung der Speicherbandbreitennutzung durch eine neue Farbenkompressionsmethode (Lossless Delta Color Compression), ein optimiertes Instruction Set und eine aktualisierte Multimedia-Engine. Durch die neue Delta-Farben-Kompression kann die Effizienz der Speicherbandbreite um bis zu 40% erhöht werden. Die Befehlssätze wurden um die 16-Bit Floating-Point- und Integer-Instruktionen für Low-Power-Berechnungen und Mediaverarbeitung und Instruktionen für die parallele Datenverarbeitung durch Teilen der SIMD-Lanes erweitert, zudem wurde das Task-Scheduling verbessert. Die aktualisierte Multimedia-Engine setzt sich nun aus dem Unified-Video-Decoder 5 (UVD 5) und der Video-Coding-Engine (VCE 3.0) zusammen. Die Shader-Engine aus der 2. Generation GCN bleibt erhalten. Auf ihr sind weiterhin die Compute Units (CUs) mit jeweils 64 Shadereinheiten und 4 TMUs sowie die ROPs verbaut. Die AMD Radeon R7 M460 verfügt wie ihre Vorgängerin über 6 CUs und 4 ROPs.

Funktionen
Neben DirectX 12 unterstützt die AMD Radeon R7 M460 auch die APIs OpenGL 4.4, OpenCL 2.0, Mantle und Vulkan. Der UVD 5 und die VCE 3.0 unterstützen zwar weiterhin kein H.265 (HEVC), jedoch können nun H.264 Videos in 4K de- und schneller transcodiert werden. Mit der Enduro-Technologie kann dynamisch zwischen integrierter und dedizierter Grafikkarte umgeschaltet werden, um bei geringer Last Strom zu sparen und bei Bedarf die Grafikleistung zu erhöhen. Die PowerTune-Technologie überwacht die Hitzeentwicklung und Leistungsaufnahme der GPU, um die Taktfrequenz zu maximieren.

Leistung
Im Vergleich zur R7 M360 dürfte sich leistungstechnisch nicht viel verändert haben, außer dass die AMD Radeon R7 M460 über doppelt so viel Speicher verfügt. Der langsame DDR3-Speicher ist jedoch nur über ein 64-Bit Interface angebunden. Damit liegt die Grafikkarte leicht unter dem Niveau der GeForce 920M. Moderne und aufwändige Spiele sind damit nicht spielbar, ältere und anspruchslosere Titel wie FIFA 16 und Dirt Rally sollten aber mit geringer Detailstufe und niedrigen bis mittleren Auflösungen flüssig laufen.
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Technische Daten
ModellRadeon R7 M460
DirectX-Version12
Chip-Takt1000 MHz
Speichertakt1800 MHz
Dedizierter SpeicherJa
Speichergröße4096 MB
SpeichertypDDR3
Speicheranbindung64 Bit
Stream-Prozessoren384
Texture-Mapping-Units24
Pixelfüllrate8800 Mpixel/s
Speicherbandbreite14.4 GB/s
Fertigungsprozess28 nm

1 Notebook mit AMD Radeon R7 M460

1 Notebook mit AMD Radeon R7 M460