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AMD Radeon R7 M370

Die AMD Radeon R7 M370 ist eine Mittelklasse-Grafikkarte für Notebooks und wird zumeist in Multimedia-Notebooks eingesetzt. Obwohl der Modellname eine große Ähnlichkeit zur AMD Radeon R7 M370X suggeriert, ist die M370 eine deutlich abgespeckte Version und wesentlich langsamer. Die Grafikkarte ist seit dem Jahr 2015 auf dem Markt und kann dank aktueller Technologie die meisten aktuellen Spiele und Grafikeffekte darstellen. Die Grafikkarte konkurriert etwa mit der NVIDIA GeForce 940M und der GeForce GTX 950M, wobei die AMD Radeon R7 M370 nur etwa halb so schnell wie letztere ist. Ein niedriger Stromverbrauch macht die Grafikkarte aber zu einem günstigen Upgrade für das Notebook.

Architektur
Der Grafikprozessor der AMD Radeon R7 M370 wird im 28-Nanometer-Verfahren hergestellt und basiert auf dem Oland-Design, im Gegensatz zum Cape Verde Chip, der in der AMD Radeon R7 M370X zum Einsatz kommt. Das Design lässt eine Speicherbestückung von bis zu vier Gigabyte zu. Dabei kommt GDDR5-Speicher zum Einsatz, der über ein 128 Bit breites Speicherinterface an den Grafikprozessor angebunden ist. Die effektive Speicherdurchsatzrate beträgt damit 73,6 GB/s. Die AMD Radeon R7 M370 unterstützt den PCI Express 3.0-Standard. Mit 384 Stream-Prozessoren und 24 Textureinheiten ähnelt der AMD Radeon R7 M370 Grafikchip dem R7 M360 und ist nicht sonderlich leistungsfähig. Als grundlegende Architektur kommt bei der AMD Radeon R7 M370, wie bei allen Grafikkarten dieser Serie, die Graphics Core Next Architektur zum Einsatz. Diese bietet gegenüber der vorher verwendeten VLIW-Technik deutliche Vorteile, wenn es z.B. um allgemeinere Berechnungen geht, etwa um Aufgaben, die normalerweise vom Prozessor übernommen werden. Dadurch eignet sich die AMD Radeon R7 M370 deutlich besser für GPU-Aufgaben, sofern diese auch von der Software unterstützt werden.

Funktionen
Die AMD Radeon R7 M370 arbeitet mit der Grafikschnittstelle DirectX 12 sowie OpenGL 4.4. Außerdem unterstützt der mobile Grafikprozessor die Mantle-Schnittstelle von AMD, die zwar nicht von allen Spielen unterstützt wird, aber zu einem deutlichen Leistungsgewinn führen kann. Die Grafikkarte unterstützt die Eye-Finity-Technologie und die HD3D-Technik. Auch kann im Sinne einer Crossfire-Konfiguration eine zweite AMD Radeon R7 M370 Grafikkarte eingebaut werden, um die Grafikleistung nahezu zu verdoppeln. Doch auch damit kann die Karte aktuelle Spiele nicht in FullHD und bei maximalen Details flüssig darstellen. Dank der Graphics Core Next Architektur eignet sich die Karte theoretisch auch zur Beschleunigung von allgemeinen Anwendungen, etwa Videokonvertierungs-Software. Der Anteil der Software, die dies unterstützt, ist allerdings sehr klein.

Leistung
Die AMD Radeon R7 M370 ist gewissermaßen eine Mogelpackung, da sie eine Nähe zur erheblich schnelleren M370X vorgibt, obwohl sie erheblich leistungsschwächer ist und statt auf 640 nur auf 84 Stream-Prozessoren zurückgreifen kann. Zwar ist die Speicherkapazität doppelt so hoch, doch auch dies kann nicht verhindern, dass es bei aktuellen Spielen wie Fallout 4, Witcher 3 und Call of Duty bei höheren Detailstufen zu unspielbaren Framerate-Einbrüchen kommt. In Benchmarks wie 3D Mark 11 und Crysis 3 liefert die Grafikkarte einen traurigen Eindruck ab und erreicht sogar noch weniger Punkte als die fast zwei Jahre alte GeForce GTX 850M. Die theoretische Rechenleistung der Grafikkarte beträgt 691,2 GFLOPS. Die Pixelfüllrate liegt bei 7,2 GPixel/s. Die Performance der Desktop-Version der Grafikkarte, der Radeon R7 370, liegt mit 1.996 GFLOPS und 31,2 GPixel/s etwa drei bzw. viereinhalb mal so hoch.
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Technische Daten
ModellRadeon R7 M370
DirectX-Version12
Chip-Takt960 MHz
Speichertakt4500 MHz
Dedizierter SpeicherJa
Speichergröße4096 MB
SpeichertypGDDR5
Speicheranbindung128 Bit
Stream-Prozessoren384
Texture-Mapping-Units24
Rechenleistung über Stream-Prozessoren691.2 GFlops
Pixelfüllrate7200 Mpixel/s
Speicherbandbreite73.6 GB/s
Fertigungsprozess28 nm
Transistoren1040 in Mio.

1 Notebook mit AMD Radeon R7 M370

1 Notebook mit AMD Radeon R7 M370