1. Startseite
  2. Grafikkarten
  3. Mittelklasse-Grafikkarten
  4. AMD Radeon R6

AMD Radeon R6

Die AMD Radeon R6 Serie umfasst mehrere hybride Crossfire-Kombinationen aus integrierten AMD-Grafikprozessoren und dedizierten AMD-Grafikkarten, die zur Erhöhung der Rechenleistung zusammenarbeiten können. Anstatt nur zwischen integrierter und dedizierter Grafikkarte umzuschalten, wodurch immer nur ein Gerät zum Einsatz kommt, hat AMD die Dual-Graphics-Technologie entwickelt, um beide GPUs gleichzeitig nutzen zu können. AMD Radeon R6 Dual-Graphics-Grafikkarten können entweder aus der integrierten Radeon R5 (Kaveri) und der dedizierten Radeon R5 M255 oder R5 M230 zusammengesetzt werden, um die Radeon R6 M255DX zu ergeben. Sie können aber auch aus der integrierten Radeon R6 (Carrizo) und der dedizierten Radeon R5 M330 oder R5 M335 bestehen, um die Radeon R6 M340DX zu ergeben. Durch den Zusammenschluss verfügt die Radeon R6 M255DX über insgesamt 576 Shadereinheiten und die Radeon R6 M340DX über 704 Shadereinheiten. Beide GPUs unterstützen DDR3-Speicher.

Architektur
Die Dual-Graphics-GPUs der AMD Radeon R6 Serie basieren auf der Graphics-Core-Next-Architektur (GCN). Die dedizierten Grafikkarten der Kombination benutzen den Oland-Grafikchip in der Jet-Pro-Variante (R5 M255, R5 M230) und der Exo-Pro-Variante (R5 M330 und R5 M335). Der Oland-Chip gehört noch zur ursprünglichen GCN-Architektur, mit der erstmals AMDs skalierbare Compute Units (CUs) eingeführt wurden, auf welchen die Shadereinheiten und TMUs verbaut sind. Die in die A8-7100 APU integrierte Radeon R5 (Kaveri) hingegen basiert auf der 2. Generation GCN (GCN 1.1), die mit einer neuen Shader-Engine ausgestattet wurde, auf der u.a. die CUs, Rasterizer und ROPs verbaut wurden, und die über eine überarbeitete PowerTune-Technologie verfügt. Die Radeon R6 (Carrizo), die z.B. im A10-8700 zu finden ist, ist Teil der 3. Generation GCN (GCN 1.2). GCN 1.2 bringt zahlreiche Verbesserungen wie eine optimierte Tessellation-Performance, verlustfreie Delta-Color-Kompression zur Erhöhung der Speicherbandbreiteneffizienz, ein effizienteres Instruction Set und eine neue Multimedia-Engine mit sich.

Funktionen
Die Dual-Graphics-Technologie ist auf AMDs A-Series APUs beschränkt und muss vor der Benutzung über das Catalyst-Control-Center aktiviert werden. Der Crossfire-Modus ist auf die neueren DirectX-Versionen 10, 11 und 12 beschränkt. Die AMD Radeon R6 GPUs unterstützen neben DirectX 12 auch die APIs OpenGL 4.3, OpenCL 1.2 und Mantle. Die Radeon R6 M340DX verfügt dank der R6 (Carrizo) über den Unified-Video-Decoder 6 (UVD) und die Video-Coding-Engine 3.0 (VCE) für die stromsparende hardwaregestützte Wiedergabe von HEVC/H.265 in 4K-Auflösung.

Leistung
Ein Nachteil der Dual-Graphics-Technologie ist, dass durch die verwendete Alternate-Frame-Rendering-Technologie Mikroruckler auftreten können, da die integrierte und dedizierte GPU die Frames unterschiedlich schnell berechnen. Viele mit der Technologie kompatible Spiele können durch die Verwendung beider Grafikkarten tatsächlich besser laufen, andere Spiele wiederum können nur die dedizierte GPU in Anspruch nehmen.
Weiterlesen

2 Notebooks mit AMD Radeon R6

2 Notebooks mit AMD Radeon R6