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AMD Radeon Pro 560

Die AMD Radeon Pro 560 ist eine mobile Mittelklasse-Grafikkarte für professionelle Anwender, die am 5. Juni 2017 vorgestellt wurde. Sie ist Teil des neuen Radeon Pro 500-Line-Ups und ist neben anderen Grafikkarten dieser Reihe einigen Apple iMac 2017-Modellen zu finden. Radeon Pro ist die neue Bezeichnung für AMDs Grafikkarten für den professionellen Markt und ersetzt das bisherige FirePro-Brand. Die Serie ist an Künstler, Designer, Fotografen, Filmmacher sowie grafische Ideengestalter und Grafik-Ingenieure, die mit Digital Content Creation (DCC) arbeiten, gerichtet und ist dafür mit speziellen Radeon Pro-Treibern ausgestattet. Die AMD Radeon Pro ersetzt die Radeon Pro 460 aus dem Vorjahr und ist mit dieser fast baugleich. Sie verfügt über 16 Compute Units (CUs) mit insgesamt 1024 Shadereinheiten und hat einen 4096 MB großen GDDR5-Speicher. Der Speicher ist über ein 128-Bit Interface angebunden und hat mit 81 GB/s eine minimal höhere Bandbreite als die Vorgängerin. Die Grafikkarte wird mit der fortschrittlichen 14 nm FinFET-Prozesstechnologie von GlobalFoundries gefertigt.

Architektur
Die AMD Radeon Pro 560 basiert auf der Graphics-Core-Next-Architektur (GCN) der 4. Generation, die als Polaris bezeichnet wird. Im Vergleich zur Radeon Pro 460 kommt die neuere Variante Polaris 21 zum Einsatz. Bis auf die Bezeichnung ist Polaris 21 jedoch mit Polaris 11 identisch. Im Vergleich zu Polaris 11 wird zur Erhöhung der Energieeffizienz wieder auf den Die-Thinning-Prozess gesetzt, durch den die Größe jeder Siliziumplatte von 780 Mikrometer auf 380 Mikrometer geschrumpft wird, was in etwa der Dicke von 4 übereinandergelegten Blättern Papier entspricht. Ansonsten bietet Polaris 21 alle Verbesserungen und Neuerungen, die mit der 4. Generation der GCN-Architektur eingeführt wurden. Dazu zählen neue Hardware-Scheduler, ein neuer Bildschirm-Controller sowie ein optimierter Speichercontroller. Mit der neuen TrueAudio Next-Technologie, die den dedizierten TrueAudio-Prozessor ersetzt, lässt AMD die GPU selbst die Audiophysik berechnen. Geometrie-Berechnungen werden durch Primitive Discard Acceleration beschleunigt, das versteckte Dreiecke bereits aus der Pipeline entfernt, bevor die Berechnung überhaupt stattfindet. Dieser Prozess wird umso effizienter, je höher Multi-Sample Anti-Aliasing (MSAA) eingestellt wird. Mit Instruction Prefetch, vergrößerten Instruction Puffern und native FP16 und Int16 Unterstützung wurde die Shader-Effizienz von Polaris Grafikkarten um bis zu 15% gegenüber Grafikkarten, die auf dem Hawaii-Chip basieren, erhöht.

Funktionen
Die AMD Radeon Pro 560 verfügt über einen verbesserten Unified-Video-Decoder (UVD), der HEVC Main-10 mit 4K und 60 FPS, VP9 mit 4K, MJPEG mit 4K und 30 FPS, H.264 mit 4K und 120 FPS, VC1 mit 1080p und 60 FPS decodieren kann. Die Grafikkarte unterstützt die APIs DirectX 12 FL 12_0, Shader Model 6.0, OpenCL 2.0, OpenGL 4.5, Vulkan 1.0 und Mantle.

Leistung
Die Leistung der AMD Radeon Pro 560 ist im Vergleich zur Radeon Pro 460 fast unverändert. Sie bietet eine etwas höhere Single-Precision Rechenleistung von 1,9 TFLOPs statt 1,86 TFLOPs, was wahrscheinlich durch eine Erhöhung der Taktfrequenz um wenige MHz erreicht wurde. Die Karte ist dank des 4 GB großen VRAMs auch für die meisten Spiele von 2017 geeignet und kann oft über 30 FPS bei 1080p-Auflösung und hoher Detailstufe erreichen. Dank der zertifizierten Radeon Pro-Treiber ist die Grafikkarte aber vor allem die den professionellen Gebrauch geeignet und bietet Stabilität und hohe Leistung für über 100 Workstation-Programme wie Autodesk AutoCAD und Adobe Premiere.
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Technische Daten
ModellRadeon Pro 560
DirectX-Version12
Speichergröße4096 MB
SpeichertypGDDR5
Speicheranbindung128 Bit
Stream-Prozessoren1024
Rechenleistung über Stream-Prozessoren1900 GFlops
Speicherbandbreite81 GB/s
Fertigungsprozess14 nm

2 Notebooks mit AMD Radeon Pro 560

2 Notebooks mit AMD Radeon Pro 560