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AMD Radeon Pro 555

Die AMD Radeon Pro 555 ist eine dedizierte Mittelklasse-Grafikkarte für professionelle Anwender, die am 5. Juni 2017 eingeführt wurde. Sie ist Teil der neuen Radeon Pro 500-Serie, die zusammen mit dem Apple iMac Line-Up für 2017 vorgestellt wurde. Die Radeon Pro-Serie ersetzt die vorherige FirePro-Serie, ist aber weiterhin an Künstler, Designer, Fotografen, Filmmacher sowie grafische Ideengestalter und Grafik-Ingenieure, die mit Digital Content Creation (DCC) arbeiten, gerichtet. Dafür sind die Radeon Pro-Grafikkarten mit speziellen Treibern ausgestattet. Die AMD Radeon Pro 555 ersetzt die Radeon Pro 455 und verfügt wie diese über 12 Compute Units mit insgesamt 768 Shadereinheiten. Der 2048 MB große GDDR5-Speicher der Karte ist über ein 128-Bit Interface mit einer Bandbreite von 81 GB/s angebunden. Die GPU wird mit der fortschrittlichen 14 nm FinFET-Prozesstechnologie von GlobalFoundries gefertigt.

Architektur
Wie ihre Vorgängerin basiert auch die AMD Radeon Pro 555 auf der Polaris-Architektur, allerdings in der etwas neueren Variante Polaris 21. Wie in bei vorigen Polaris 11-Architektur wird auch hier wieder auf den Die-Thinning-Prozess gesetzt, mit dem die Energieeffizienz gegenüber der ursprünglichen Polaris 10-Architektur weiter verbessert wurde. Durch Die-Thinning wird die Größer jeder Siliziumplatte von 780 Mikrometer auf 380 Mikrometer geschrumpft, was in etwa der Dicke von 4 übereinandergelegten Blättern Papier entspricht. Polaris ist die 4. Generation von AMDs Graphics-Core-Next-Architektur und kommt mit zahlreichen Verbesserungen und neuen Features, darunter neue Hardware-Scheduler, ein neuer Bildschirm-Controller, ein optimierter Speichercontroller und die TrueAudio Next-Technologie. Mit TrueAudio Next verzichtet AMD auf einen dedizierten Audio-Chip und lässt die GPU selbst die Audiophysik berechnen. Durch Primitive Discard Acceleration werden versteckte Dreiecke aus der Pipeline entfernt werden, bevor die Berechnung stattfindet, um somit die Geometrie-Berechnungen zu beschleunigen. Dieser Prozess wird umso effizienter, je höher Multi-Sample Anti-Aliasing (MSAA) eingestellt wird. Weitere Verbesserungen wie Instruction Prefetch, das Pipeline-Leerlauf reduziert, der vergrößerte Instruction Puffer, die höhere L2 Cache Zugriffseffizienz und native FP16 und Int16 Unterstützung tragen zu einer Erhöhung der Shader-Effizienz um 15% gegenüber Hawaii-basierten Grafikkarten wie der R9 390X bei.

Funktionen
Die AMD Radeon Pro 555 unterstützt die APIs DirectX 12 FL 12_0, Shader Model 6.0, OpenCL 2.0, OpenGL 4.5, Vulkan 1.0 und Mantle. Mit dem verbesserten Unified-Video-Decoder (UVD) der Polaris-Architektur können nun u.a. HEVC Main-10 mit 4K und 60 FPS, VP9 mit 4K, MJPEG mit 4K und 30 FPS, H.264 mit 4K und 120 FPS, VC1 mit 1080p und 60 FPS wiedergegeben werden.

Leistung
Da die die AMD Radeon Pro 555 über die gleiche Chip-Konfiguration wie die Radeon Pro 455 verfügt, hat sich an der Leistung praktisch nichts verändert. Die theoretische Rechenleistung ist mit 1,3 TFLOPs exakt gleich, was vermuten lässt, dass auch die Taktfrequenz von 850 MHz nicht verändert wurde. Zwar ist die Grafikkarte durchaus fähig, moderne PC-Spiele wie Watch Dogs 2 und Battlefield flüssig darzustellen, stößt bei FullHD-Auflösung aufgrund des kleinen Speichers aber schnelle an ihre Grenzen. Mit ihren Treiber, die die für über 100 Workstation-Programme für den professionellen Gebrauch zertifiziert sind, darunter Autodesk AutoCAD und Adobe Premiere, bietet die Grafikkarte jedoch vor allem professionellen Anwendern eine stabile und leistungsfähige Arbeitsplattform.
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Technische Daten
ModellRadeon Pro 555
DirectX-Version12
Dedizierter SpeicherJa
Speichergröße2048 MB
SpeichertypGDDR5
Speicheranbindung128 Bit
Stream-Prozessoren768
Rechenleistung über Stream-Prozessoren1300 GFlops
Pixelfüllrate13600 Mpixel/s
Speicherbandbreite81 GB/s
Fertigungsprozess14 nm

2 Notebooks mit AMD Radeon Pro 555

2 Notebooks mit AMD Radeon Pro 555