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AMD FirePro W

Die AMD FirePro W-Serie ist AMDs aktuelle Grafikkartenreihe für Workstation-Notebooks. Die Serie wurde 2014 mit der W4170M eingeführt und ersetzt die ältere FirePro M-Serie. Workstation-Grafikkarten sind mit optimierten Treibern ausgestattet, die die Leistung beim Arbeiten mit computergestützten Designs (CAD), Visualisierung, CGI und digitalen Inhalten verbessern. Professionelle Anwender müssen daher auch unterwegs nicht auf ihre Arbeitsstationen verzichten. Verglichen mit Mainstream-Grafikkarten gehören die GPUs der AMD FirePro W-Serie zur mittleren bis oberen Leistungsklasse. Sie konkurrieren direkt mit NVIDIAs Quadro-Grafikkarten der Kx100M- und Mx000M-Serien.

Architektur
Alle Grafikkarten der AMD FirePro W-Serie basieren auf der Graphics-Core-Next-Architektur (GCN), benutzen jedoch unterschiedliche Versionen dieser Architektur. Der Mars-Grafikchip der FirePro W4170M gehört zur Solar-System-Familie und ist für das Einsteigersegment vorgesehen. Er stellt eine abgewandelte Form des Oland-Chips der ersten GCN-Generation „Southern Islands“ dar. Zur Southern-Islands-Familie gehören auch der Tropo-LE-Chip (LE für Low-Energy) der W5130M und der Tropo-XT-Chip der W5170M, die beide auf dem Cape-Verde-Chip basieren, der ebenfalls zur Southern-Islands-Family gehört. Alle 3 Grafikkarten sind damit Teil der 1. Generation GCN (GCN 1.0). Sie verfügen daher über die GCN-typischen Technologien wie AMD PowerTune und ZeroCore Power und die Mantle-API. Die FirePro W7170M hingegen benutzt den Amethyst-XT-Chip, bei dem es sich um einen modifizierten Tonga-Chip handelt, der auf der aktuellen 3. Generation der GCN-Architektur (GCN 1.2) basiert. Er gehört zur Volcanic-Islands-Familie, die gegenüber der neueren Pirate-Island-Familie auf den Unified-Video-Decoder 6.0 verzichten muss. Die W7170M bietet aufgrund des neueren Chips deutliche Verbesserungen gegenüber den anderen GPUs der Serie. Dazu zählen ein dedizierter TrueAudio-Koprozessor für fortschrittliche Audioeffekte, verlustfreie Delta-Farben-Kompression für reduzierte Bandbreitennutzung, ein effizienteres Instruction Set und eine neue Multimedia-Engine. Der Chip der W4170M verfügt über 6 aktivierte Compute Units (CUs) und hat damit 384 Shadereinheiten, 24 TMUs und 8 ROPs (384:24:8). Die W5130M ist mit 8 CUs ausgestattet (512:32:16) und die W5170M mit 10 CUs (640:40:16). Die W7170M verfügt über einen vollausgestatteten Amethyst-Chip mit 32 CUs und 2048 Shadereinheiten, 128 TMUs und 32 ROPs (2048:128:32). Alle Grafikkarten der AMD FirePro W-Serie werden im 28 nm Verfahren gefertigt und sind mit 2048 MB GDDR5-Speicher ausgestattet, der über ein 128-Bit Interface angebunden ist (4096 MB und 256-Bit bei der W7170M).

Funktionen
Bis auf die W4170M, die lediglich DirectX 11.1 unterstützt, sind alle GPUs der Serie DirectX-12-fähig. Durch die zertifizierten Treiber ist die OpenGL-Performance deutlich höher als bei vergleichbaren Radeon-GPUs. Die W7170M unterstützt, anders als die anderen Modelle, das neuere OpenGL 4.5 und OpenCL 2.0. Die Grafikkarten sind mit den Technologien Eyefinity, Enduro, HD3D und PowerTune ausgestattet. AMDs App-Acceleration ist ebenfalls integriert.

Leistung
Das Leistungsspektrum reicht von der Einsteiger-GPU W4170M, den Mittelklasse-Modellen W5130M und W5170M bis zum High-End-Modell W7170M. Vergleichbare Modelle der NVIDIA-Konkurrenz sind die M600M, M1000M, M2000M und M4000M. Die W7170 ist ungefähr auf dem Niveau der R9 M390X angesiedelt.
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2 Notebooks mit AMD FirePro W

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