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AMD Radeon R9 M485X

Die AMD Radeon R9 M485X ist eine dedizierte High-End-Grafikkarte für Gaming-Notebooks, die am 14. Mai 2015 eingeführt wurde. Die Grafikkarte ist eine umbenannte Variante der R9 M395X, die wiederrum ein Rebadge der R9 M295X ist. Es handelt sich also um einen 2 Jahre alten Grafikchip. Es ist zwar nichts über die Turbotaktfrequenz bekannt, jedoch ist es naheliegend, dass sie über den 909 MHz Turbotaktfrequenz der R9 M395X liegt. Die Grafikkarte verfügt über einen vollausgestatteten Tonga-Grafikchip mit 32 Compute Units (CUs) und folglich 2048 Shadereinheiten, 128 Texture-Mapping-Units (TMUs) und 32 Render-Output-Units (ROPs). Die Karte kann mit maximal 8 GB GDDR5 Speicher ausgestattet werden. Der Speicher ist über ein 256-Bit Bus-Interface angebunden und hat eine Taktfrequenz von effektiv 5000 MHz.

Architektur
In der AMD Radeon R9 M485X kommt wie in der R9 M395X der Tonga-Grafikchip zum Einsatz, allerdings in der Antigua XT-Variante. Der Tonga-Chip basiert auf der Graphics-Core-Next-Architektur der 3. Generation (GCN 1.2) und wurde 2014 mit der Volcanic-Islands-Familie eingeführt. In der 3. Generation hat AMD seine GCN-Architektur rundum verbessert, aber keine großartigen Veränderungen vorgenommen. Die Tessellation-Leistung wurde verbessert und die Speicherbandbreitennutzung durch Lossless Delta Color Compression um 40% reduziert. Das Instruction Set wurde mit 16-Bit Floating-Point- und Integer-Instruktionen für Low-Power-Berechnungen und Media-Verarbeitung sowie Instruktionen für die parallele Datenverarbeitung durch Teilen der SIMD-Lanes optimiert. Das Task-Scheduling innerhalb der GPU wurde ebenfalls verbessert. Die AMD Radeon R9 M485X verfügt über verbesserte Video-Decoder und –Encoder. Die Grafikkarte integriert 32 Compute Units, auf welchen jeweils 64 Shadereinheiten und 4 TMUs verbaut sind. Damit kommt sie auf ganze 2048 Shadereinheiten und 128 TMUs, was die höchste Ausbaustufe des Tonga-Grafikchips darstellt.

Funktionen
Die Grafikkarte unterstützt die APIs DirectX 12, OpenGL 4.5, OpenCL 2.0, Vulkan 1.0 und AMDs Mantle. Mit Mantle können Entwickler direkt auf die Sprache der GCN-Architektur zugreifen und somit ihre Spiele noch besser an die Ressourcen der GPU anpassen. Dank der PowerTune-Technologie können die Turbotaktfrequenzen der GPU dynamisch an die Temperaturlimitierungen angepasst werden und innerhalb dieser Limits maximiert werden. Die Enduro-Technologie ermöglicht das Umschalten zwischen integrierter GPU und der AMD Radeon R9 M485X, sodass Strom gespart werden kann, wenn ihre Leistung gerade nicht gebraucht wird. Mit der Eyefinity-Technologie können mehrer Bildschirme angeschlossen und zu einem großen Bild zusammengefügt werden.

Leistung
Die AMD Raeon R9 M485X ist Ende 2016 AMDs stärkste mobile Grafikkarte, kann aber kaum mit NVIDIAs GTX 1080 für Notebooks mithalten. Während sie problemlos auch Spiele von 2016 auf hoher Detailstufe und in 1080p-Auflösung dartellen kann, müssen die Einstellungen bei 4K-Auflösung reduziert werden, um stabile Framerates zu erreichen. Die Karte kann in etwa mit der GTX 970M konkurrieren, hat aber mit ca. 100 Watt eine deutlich höhere Leistungsaufnahme als diese (ca. 75 Watt).
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Technische Daten
ModellAMD Radeon M485X
DirectX-Version12
Speichertakt5000 MHz
Dedizierter SpeicherJa
Speichergröße8192 MB
SpeichertypGDDR5
Speicheranbindung256 Bit
Stream-Prozessoren2048
Texture-Mapping-Units128
Rechenleistung über Stream-Prozessoren2961 GFlops
Pixelfüllrate23140 Mpixel/s
Speicherbandbreite160 GB/s
Fertigungsprozess28 nm
Transistoren5000 in Mio.