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AMD FirePro M6000

Die AMD FirePro M6000 ist eine Mittelklasse-Grafikkarte für Workstation-Notebooks, die am 1. Juli 2012 vorgestellt wurde. Die mobilen FirePro-Grafikkarten sind wie NVIDIAs Konkurrenzprodukt Quadro an professionelle Anwender gerichtet, die mit computergestützten Grafiken, Animationen und Simulationen arbeiten und dabei ihre Arbeitsstationen überall mit hinnehmen wollen. Um Programme in diesen Anwendungsbereichen zu beschleunigen, sind die FirePro-GPUs mit ISV-zertifizierten Treibern ausgestattet, die die Performance und Stabilität verbessern. Die AMD FirePro M6000 hat eine Taktfrequenz von 800 MHz und basiert auf der Graphics-Core-Next-Architektur. Sie verfügt über 640 Shadereinheiten, 40 TMUs und 16 ROPs. Der maximal 2048 MB große GDDR5-Speicher ist über ein 128-Bit Bus-Interface angebunden. Die Speichertaktfrequenz beträgt, dank des schnellen GDDR5-Speichers, effektiv 4000 MHz.

Architektur
Die AMD FirePro M6000 benutzt einen Heathrow-Grafikchip in der Variante Heathrow XT GL, der auf dem Cape-Verde-Grafikchip basiert. Der Cape-Verde-Chip gehört zur Southern-Islands-GPU-Familie, mit welcher 2011 die Graphics-Core-Next-Architektur (GCN) eingeführt wurde. Die GCN-Architektur ist ein Langzeitprojekt AMDs, das ständig weiterentwickelt wird. Mit der 1. Generation der Architektur (inoffiziell auch GCN 1.0 genannt) ersetzte AMD die alte TeraScale-Architektur, die noch das VLIW-Design benutzte. Die TeraScale-GPUs hatten noch klassische Stream-Prozessoren mit dedizierten Pixel-, Vertex-, Geometrieshadern, usw. Mit der Umstellung auf das SIMD-Design mit GCN wurden die Ressourcen für General-Purpose-Berechnungen angepasst, was Teil von AMDs Anstrengungen ist, Ressourcen von CPU und GPU zu vereinen (Heterogenous-System-Computing). GCN-GPUs sind in Compute Units (CUs) unterteilt, die über einen eigenen L1 Cache verfügen. Zusammengenommen teilen sich die CUs einen gemeinsamen L2 Cache. Pro CU sind immer 64 Shadereinheiten und 4 TMUs verbaut. Im Falle der AMD FirePro M6000 mit 10 CUs kommt man also auf 640 Shadereinheiten und 40 TMUs. Die 16 ROPs der Grafikkarte sind gesondert verbaut. Der Heathrow-Grafikprozessor hat eine Größe von 123 mm² und wird im 28 nm Verfahren gefertigt.

Funktionen
Die AMD FirePro M6000 unterstützt die APIs DirectX 11.1, Shadermodell 5.0, OpenGL 4.3 und OpenCL 1.2 sowie AMDs Mantle-API. Die aus TeraScale übernommene PowerTune-Technologie sorgt für eine dynamische Anpassung der Taktfrequenzen innerhalb vordefinierter Power-States, um innerhalb der Temperaturlimits der GPU zu bleiben. Die ZeroCore-Technologie, welche den Stromverbrauch im Leerlauf auf <1 Watt reduziert und die Enduro-Technologie, die die GPU bei Nichtgebrauch abschaltet, arbeiten mit PowerTune zusammen. Die GPU unterstützt Partially-Resident-Texturen (PRT), wodurch Texturen für einen schnelleren Zugriff teilweise in den Speicher geladen werden.

Leistung
Technisch gesehen ist die AMD FirePro M6000 exakt baugleich mit der Radeon HD 7870M, die ebenfalls auf dem Heathrow XT-Grafikchip basiert. Die FirePro-GPU verfügt jedoch über die zertifizierten Treiber, die die Performance bei professionellen Anwendungen deutlich über das Niveau handelsüblicher Grafikkarten beschleunigt. Spiele aus dem Jahr 2013 können in FullHD-Auflösung und bei mittleren bis hohen Einstellungen gespielt werden. Die Grafikkarte hat eine TDP von 43 Watt.
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Technische Daten
ModellFirePro M6000
DirectX-Version11.1
Chip-Takt800 MHz
Speichertakt4000 MHz
Dedizierter SpeicherJa
Speichergröße2048 MB
SpeichertypGDDR5
Speicheranbindung128 Bit
Stream-Prozessoren640
Texture-Mapping-Units40
Rechenleistung über Stream-Prozessoren1024 GFlops
Pixelfüllrate12800 Mpixel/s
Speicherbandbreite72 GB/s
Fertigungsprozess28 nm
Transistoren1500 in Mio.

1 Notebook mit AMD FirePro M6000

1 Notebook mit AMD FirePro M6000