1. Startseite
  2. Grafikkarten
  3. Einsteiger-Grafikkarten
  4. Radeon HD 8400

Radeon HD 8400

Die AMD Radeon HD 8400 Serie ist in einigen AMD APUS der Kabini-Baureihe wie z.B. dem A6-5200 zu finden. Sie wurde am 23. Mai 2013 zusammen mit anderen integrierten GPUs vorgestellt, darunter die HD 8210, HD 8280 und HD 8330. Die Serie stellt mit der Radeon HD 8400 GPU das stärkste Modell der Kabini-Reihe, mit Taktfrequenzen bis zu 600 MHz. Wie die anderen Modelle verfügt die GPU über 128 Shadereinheiten, 8 TMUs und 4 ROPs. Sie verfügt über keinen eigenen Speicher und muss daher auf den Systemspeicher des Notebooks zugreifen. Je nach Konfiguration der übergeordneten APU kann dies Single-Channel DDR3-1600, DDR3L-1600 oder DDR3U-1600 Speicher sein.

Architektur
Die AMD Radeon HD 8400 Serie benutzt den Kalindi-LP-Grafikchip, der speziell für die ultramobilen Kabini- und Temash-APUs entwickelt wurde. Der Chip basiert auf der Graphics-Core-Next-Architektur der 2. Generation (GCN 1.1), die mit Sea-Islands-Familie eingeführt wurde. GCN 1.1 bringt eine Reihe an Neuerungen gegenüber der ersten Generation GCN. Die PowerTune-Technologie wurde grundlegend überarbeitet, eine neue Shader-Engine eingeführt und der Video-Decoder erneuert. PowerTune ist eine Frequenzskalierungstechnologie, die ursprünglich nur zwischen 3 verschiedenen Power-States (Last, Idle und aus) unterschied. Mit GCN 1.1 wurde sie grundlegend überarbeitet und mit 8 Power-States ausgestattet, was eine deutlich feinere Abstufung der Taktfrequenz ermöglicht. Zudem kann die Technologie nun auch die Spannung reduzieren, was bei Überhitzung der GPU zu einer schnelleren Abkühlung als die bloße Reduzierung der Taktrate beiträgt. Somit können im Durchschnitt höhere Taktraten über längere Zeit aufrechterhalten werden. Die neue Shader-Engine vereint einen Geometrie-Prozessor, die Rasterizer, die ROPs, den L1 Cache sowie die Compute Units mit jeweils 64 Shadereinheiten und 4 TMUs auf einem eigenen Chip innerhalb der GPU. L2 Cache, Speichercontroller, Video-Decoder, Bildschirmcontroller, PCIe-Interface und die Asynchronous-Compute-Engines (ACEs) sind separat verbaut. Eine weitere Neuerung ist die Erweiterung der ACEs von 4 auf 8 Einheiten und ein eigenens Task-Scheduling.

Funktionen
Die AMD Radeon HD 8400 Serie verfügt über den Unified-Video-Decoder 4 (UVD 4) und die Video-Coding-Engine 2.0 (VCE 2.0), die das Decodieren- und Encodierung von H.264 verbessern. Sie unterstützt die APIs DirectX 12, Shadermodell 5.0, Vulkan, OpenGL 4.3 und OpenCL 1.2. Weitere AMD-Features sind App-Acceleration, Enduro mit Switchable-Graphics-Modus für das Umschalten zwischen integrierter und dedizierter GPU, HD3D, FreeSync für ruckelfreies Spielen, Frame-Rate-Target-Control (FRTC) und die Catalyst-Software.

Leistung
Obwohl es sich bei der AMD Radeon HD 8400 Serie um die stärkste Ausführung der Kabini-GPUs handelt, ist die Leistung vor allem aufgrund der wenigen Recheneinheiten und des langsamen Single-Channel-Speichers der übergeordneten APU sehr eingeschränkt. Vergleichbar sind einige Modelle der ebenfalls integrierten Intel HD Graphics 4000 oder die dedizierte Radeon HD 6490M. Einige ältere und anspruchslose Spiele (2013/2014) sind dennoch auf niedriger Detailstufe und mit geringer Auflösung spielbar. Die Serie ist vor allem in kostengünstigen Einsteiger-Notebooks zu finden.
Weiterlesen

20 Notebooks mit Radeon HD 8400

20 Notebooks mit Radeon HD 8400