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NVIDIA Quadro M600M

Die NVIDIA Quadro M600M-Grafikkartenserie gehört zur Quadro-Produktfamilie für mobile Workstation-Notebooks. Sie bildet das Einsteigersegment der Produktfamilie und ersetzt die ältere Quadro K6x0M-Serie. Quadro-Grafikkarten sind an professionelle Anwender gerichtet, die u.a. mit computergestützten Grafiken, Simulationen, Visualisierung und Animationen arbeiten. Zertifizierte Treiber erlauben Leistung in diesen Anwendungsbereichen, die deutlich über dem Niveau üblicher Grafikkarten liegt. Die mobilen Quadro-GPUs ermöglichen zudem die Mitnahme der Arbeitsstationen, was z.B. für das Arbeiten auf Filmsetsoder entlegenen Bohrinseln wichtig ist. Die Serie wurde am 2. Oktober 2015 mit der Quadro M600M vorgestellt. Diese ist mit 384 Shadereinheiten, 24 TMUs und 16 ROPs ausgestattet. 2048 MB GDDR5 Speicher sind über ein 128-Bit Bus-Interface angebunden, die Speichertaktfrequenz beträgt effektiv 5012 MHz. Die mobilen Quadro-GPUs von Ende 2015 sind mit Intels Skylake-CPU-Plattform kompatibel.

Architektur
Die Grafikkarten der NVIDIA Quadro M600M-Serie benutzen den GM107-Grafikchip, der auf NVIDIAs Maxwell-Mikroarchitektur der 1. Generation basiert. Das aus Leistungsgründen sehr breite Streaming-Multiprozessor-Design (SMX) der vorherigen Kepler-Architektur mit 192 Shadereinheiten wurde deutlich verkleinert. Das neue SMM-Design ist dadurch deutlich energieeffizienter geworden und liegt trotz einer drastischen Reduzierung der Shaderanzahl nur knapp unter der Leistung eines SMX. Bei Kepler waren 4 Warp-Scheduler für den Dispatch von Operationen zuständig, d.h. sie mussten für jeden Arbeitszyklus (Warp) festlegen, welche der 192 Shadereinheiten, 32 Load/Store-Einheiten und 32 Spezialfunktionseinheiten(SFUs) was tun sollen. Von den 192 Einheiten wurden 64 im Zuge der Umstrukturierung gestrichen, die restlichen Einheiten blieben erhalten. Jeweils 32 Shadereinheiten, 8 Load/Store-Einheiten und 8 SFUs wurden dann den Warp-Schedulern zugeteilt, sodass diese nun unabhängig voneinander agieren können. Lediglich die Textureinheiten und die FP64-CUDA-Cores werden weiterhin von allen 4 Warp-Schedulern geteilt. Die 1. GPU der Serie, die Quadro M600M, verfügt über einen GM107-Chip, auf dem 3 der maximal 5 möglichen SMM aktiviert sind. Nachfolgende Grafikkarten verfügen möglicherweise über mehr SMMs.

Funktionen
Die mobilen Quadro-GPUs von Ende 2015 unterstützen DirectX 12 Feature-Level 11_0, OpenCL 1.1 und OpenGL 4.5 mit Khronos-Konformität. Die OpenGL-Leistung ist bei Quadro-GPUs höher als bei normalen Grafikkarten, wodurch Programme, die diese Schnittstelle verwenden, beschleunigt werden und stabiler laufen. Für das Arbeiten mit komplexen 3D-Grafiken sind Quadro-GPUs mit der 3D-Vision-Pro-Technologie ausgestattet. Mit der Mosaic-Technologie und der NVIEW-Desktopsoftware können komplexe Arbeitsumgebungen mit mehreren Bildschirmen und Projektoren geschaffen werden. NVIDIAs Technologien PhysX und Optimus werden ebenfalls unterstützt.

Leistung
Obwohl die NVIDIA Quadro M600M-Grafikkartenserie im Einsteigersegment für mobile Arbeitsstationen positioniert ist, ist die Leistung recht ordentlich und genügt auch für viele aktuelle Spiele (bei mittleren Auflösungen und Details). In dieser Hinsicht ist sie mit der GeForce 940M aus dem Mainstreammarkt vergleichbar. Speziell angepasste Grafikanwendungen laufen jedoch deutlich besser auf Grafikkarten der NVIDIA Quadro M600M-Serie. Die GPUs sollten eine Leistungsaufnahme von 30 Watt haben und sind daher für Workstation-Notebooks im 15,6 Zoll Formfaktor geeignet.
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2 Notebooks mit NVIDIA Quadro M600M

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