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Intel UHD Graphics

Die Intel UHD Graphics wurden am 21. August 2017 mit der UHD 620 eingeführt. Die integrierten Grafikeinheiten sind in Intel-Prozessoren der 8. Generation sowie der Gemini Lake-Baureihe zu finden. Die Serie besteht aus den Modellen UHD 620 und UHD 630 auf der einen Seite und der UHD 600 und UHD 605 auf der anderen Seite. Die UHD 620 und UHD 630 sind praktisch baugleich und unterscheiden sich lediglich in ihrem Basistakt. Die UHD 620 hat einen 300 MHz Basistakt, während die UHD 630 mit 350 MHz etwas höher taktet. Bei beiden Modellen ist jedoch die Boost-Frequenz maximal 1150 MHz. Beide verfügen über 24 Execution Units (EUs) mit insgesamt 192 Arithmetic-Logic-Units (ALUs), bei denen es sich praktisch um Shadereinheiten handelt. Bei der UHD 600 und UHD 605 ist der Basistakt mit 200 MHz identisch, bei der maximalen Taktfrequenz hat die UHD 605 jedoch mit 750 MHz die Nase vorn. Die UHD 600 ist die kleinste GPU mit nur 12 EUs und 96 ALUs, während die UHD 605 mit 18 EUs und 144 ALUs etwas mehr Leistung auf den Plan bringt. Keiner der Intel UHD Grafikprozessoren verfügt über eigenen Videospeicher, d.h. sie müssen auf den Arbeitsspeicher (RAM) des Systems zugreifen.

Architektur
Die Intel UHD Grafikprozessoren haben das gleiche Problem wie die Intel-Prozessoren der 8. Generation, in der verschiedene Prozessarchitekturen zusammengefasst werden. Obwohl alle Modelle unter dem UHD-Label verordnet werden, basieren sie auf verschiedenen Grafikarchitekturen und unterscheiden sich erheblich voneinander. Die UHD 600 und UHD 605 basieren auf der Gen9LP-Architektur, während die UHD 620 und UHD 630 auf der Gen9.5-Architektur basieren. D.h. dass in den kleineren Modellen eine spezielle Low-Power-Architektur (LP) zum Einsatz kommt, während die stärkeren Modelle auf der modifizierten Gen9.5-Grafikarchitektur basieren. Zwar hat Intel die Grafikeinheiten mit etwa gleichen Funktionen ausgestattet, jedoch unterscheiden sich die beiden Architekturen vor allem in Dingen wie der API-Unterstützung. Der Aufbau ist jedoch bei allen Modellen ähnlich. Die Shadereinheiten oder ALUs sind in Gruppen von jeweils 8 auf die sogenannten Execution Units verteilt. Die EUs sind vielfältig einsetzbar und z.B. für die Ausführung von 3D-Shadern, Media-Decoding und General-Purpose-Computing (GPGPU) geeignet. Die EUs sitzen auf „Subslices“, die zusammen den übergeordneten„Slice“ ergeben. Bei der UHD 600 und UHD 605 setzt sich der Subslice aus 6 EUs zusammen, die UHD 600 hat also 2 Subslices, während die UHD 605 3 Subslices hat. Bei der UHD 620 und UHD 630 hingegen stecken 8 EUs auf jedem Subslice, beide Modelle haben damit 3 Sublices.

Funktionen
Da die UHD 600 und UHD 605 auf einer speziellen LP-Grafikarchitektur basieren, ist ihre API-Unterstützung etwas eingeschränkter. Während die UHD 620 und UHD 630 DirectX 12, OpenGL 4.5, OpenCL 2.1 und Vulkan 1.1 unterstützen, ist ihre OpenCL-Unterstützung auf Version 2.0 beschränkt, alle anderen APIs werden jedoch in den aktuellen Versionen unterstützt.

Leistung
Die Leistung der Grafikeinheiten ist abgesehen von der Konfiguration stark davon abhängig, welche Speicherart zum Einsatz kommt. Zwar unterstützen alle Modelle DDR4 Speicher, jedoch können Notebookhersteller ihre Geräte auch mit langsameren Speichertypen ausstatten. Wenn Low-Power-DDR (LPDDR) Speicher verwendet wird, sinkt die GPU-Leistung erheblich.
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