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AMD Vega

Die AMD Radeon Vega Graphics sind integrierte Grafikprozessoren (IGP), die in AMDs Ryzen Mobile APUs zu finden sind. Die IGPs sind seit Oktober 2017 auf dem Markt und kommen in verschiedenen Ausführungen zum Einsatz. Die Modellnummer der IGPs gibt an, mit wie vielen Compute Units (CUs) das jeweilige Modelle ausgestattet ist. Jede CU verfügt über 64 Shadereinheiten und 4 Texture-Mapping-Units (TMUs). Verfügbare Ausführungen sind die Vega 3, Vega 6, Vega 8 und Vega 10. Die Vega 3 kommt mit 4 Render-Output-Units (ROPs), während die Vega 6 über doppelt so viele ROPs verfügt. In der Vega 8 und Vega 10 sind sogar 16 ROPs zu finden. Die Vega 3, Vega 6 und Vega 8 haben eine Taktfrequenz von bis zu 1100 MHz, bei der Vega 10 ist die Frequenz mit 1300 MHz nochmal etwas höher. Keines der AMD Radeon Vega-Modelle verfügt über einen eigenen Speicher, weshalb die IGPs auf den Systemspeicher zugreifen müssen. Hierbei handelt es sich zumindest um DDR4-2400 Speicher, der jedoch längst nicht so schnell ist wie der GDDR5-Videospeicher anderer Grafikkarten.

Architektur
Auch wenn AMD Abstand von der Bezeichnung „Graphics Core Next“ (GCN) nehmen will und die neue Grafikarchitektur einfach „Vega“ nennt, stammt das grundlegende GPU-Ausführungsmodell immer noch von GCN ab. Vega ist die nunmehr 5. Generation der Graphics Core Next und löst die 4. Generation namens „Polaris“ ab. Die Stream-Prozessoren wurden im Gegensatz zur 4. Generation stark verändert, um die „Rapid Pack Math“ Technologie für 8-Bit, 16-Bit und 32-Bit Zahlen zu unterstützen. Damit wird die Rechengeschwindigkeit bei FP16-Berechnungen, die eine niedrigere Präzision haben und dadurch energiesparender sind, praktisch verdoppelt. In der Grafikpipeline findet durch die neu hinzugefügte Primitive Shaders-Stufe ein frühes „Triangle Culling“ statt. Das bedeutet, dass Polygone, die zur Erschaffung von 3D-Grafiken verwendet werden, darauf geprüft werden, ob sie notwendig sind für das am Ende zusammenzufügende 3D-Objekt. Falls nicht, werden sie früh aus der Pipeline entfernt, um Platz für andere Berechnungen zu machen. Zur Erhöhung der Energieeffizienz benutzt Vega Tile-basiertes Rendering mit einem Draw Stream Binning Rasterizer. Mit der Technik werden Grafiken in Kacheln gerendert und am Ende zu einem Bild zusammengefügt. Tile-basiertes Rendering wird oft in mobilen Geräten wie Smartphones benutzt und hat den Vorteil, dass es zu erheblichen Energieeinsparungen beitragen kann. Die AMD Radeon Vega IGPs werden mit der 14 nm Low-Power-Prozesstechnologie (LPP) von GlobalFoundries gefertigt.

Funktionen
Die AMD Radeon Vega IGPs unterstützen die APIs DirectX 12 FL12_1, OpenCL 2.2, OpenGL 4.6 und Vulkan 1.0. Auf den Grafikprozessoren sind erstmals AMDs Unified Video Decoder (UVD) der 7. Generation und die Video Coding Engine (VCE) der 4. Generation zu finden.

Leistung
Aufgrund der großen Unterschiede, was die CU-Anzahl angeht, ist die Leistungsdifferenz zwischen den AMD Radeon Vega-Modellen erheblich. Während auf der einen Seite die Vega 3 nur wenig mehr Leistung als AMDs bisherigen integrierten GPUs liefert, kann es die Vega 10 sogar mit dedizierten Grafikkarten wie der GeForce 950M von NVIDIA aufnehmen. Das Spektrum reicht als von Spielen wie Sims 4 und Dirt Rally, die gerade mit niedriger Auflösung spielbar sind, bis hin zu modernen AAA-Titeln, die in FullHD-Auflösung auf mittlerer Detailstufe gespielt werden können.
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