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AMD Radeon Pro

Die AMD Radeon Pro Grafikkarten-Serie wurde am 27. Oktober 2016 mit den Pro 400 Modellen eingeführt und ist an Künstler, Designer, Fotografen, Filmmacher sowie grafische Ideengestalter und Grafik-Ingenieure, die mit Digital Content Creation (DCC) arbeiten, gerichtet. Alle Grafikkarten der Serie, die Pro 450, die Pro 455 und die Pro 460 sind in unterschiedlichen Ausführungen des 15 Zoll MacBook Pro (Ende 2016) zu finden und sind in der Mittelklasse verordnet. Die Pro 450 verfügt über 10 Compute Units (CUs) mit 640 Shadereinheiten, während die Pro 455 2 CUs mehr und damit 768 Shadereinheiten hat. Beide verfügen über 2 GB GDDR5 Speicher. Die Pro 460 hingegen hat mit 16 CUs und 1024 Shadereinheiten die Nase vorn und ist zudem mit 4 GB GDDR5 Speicher ausgestattet. Die Speicherbandbreite aller 3 Karten beträgt 80 GB/s.

Architektur
Die AMD Radeon Pro Grafikkarten basieren auf der Graphics-Core-Architektur der 4. Generation, die von AMD als „Polaris“ bezeichnet wird. Sie benutzen den Polaris 11 Grafikchip, der bereits aus der Radeon RX 460 bekannt ist, allerdings in unterschiedlichen Konfigurationen. Der Chip verfügt über einen Graphics Command Prozessor (GCP), 4 Asynchronous Compute Engines (ACEs), 2 Hardware Scheduler und 4 Geometrie-Prozessoren. Gegenüber älteren GCN-Grafikchips wurde die Leistung bei Geometrie-Berechnungen deutlich verbessert, was vor allem durch die Entfernung von Dreiecken, die versteckt sind oder eine Pixel-Größe von 0 haben, aus der Pipeline erreicht wird. Dieser Prozess wird Primitive Discard Acceleration genannt und wird umso effizienter, je höher das Muti-Sample Anti-Aliasing (MSAA) Level ist. Die Shadereinheiten des Polaris 11 Chips arbeiten 15% effizienter als die des Hawaii-Chips von 2013. Erreicht wurde dies durch Instruction Prefetch, das Pipeline-Leerlauf reduziert, einen größeren Instruction Puffer, eine höhere L2 Cache Zugriffseffizienz und native FP16 und Int16 Unterstützung. Der Chip verfügt zudem über einen neuen Bildschirm-Controller, einen optimierten Speichercontroller und ie TrueAudio Next-Technologie, die die GPU benutzt, um Audiophysik zu simulieren, statt auf einen dedizierten Audio-Chip zu setzen. Im Gegensatz zum Polaris 11 Chip in der RX 460 wurden die Pro 400 Grafikkarten zusätzlich mit Die-Thinning verbessert, einer Technologie, durch die die Größe jeder Siliziumplatte von 780 Mikrometer auf 380 Mikrometer geschrumpft wird, was in etwa der Dicke von 4 übereinandergelegten Blättern Papier entspricht.

Funktionen
Die Grafikkarten der AMD Radeon Pro Serie unterstützen moderne APIs wie DirectX 12 FL 12_0, Shader Model 6.0, OpenCL 2.0, OpenGL 4.5, Vulkan 1.0 und Mantle. Sie verfügen über einen verbesserten Unified-Video-Decoder (UVD), der Codec-Unterstützung u.a. für HEVC Main-10, VP9, MJPEG, H.264 und VC1 bietet.

Leistung
Die AMD Radeon Pro Grafikkarten sind zwar nicht wie die RX-Grafikkarten für Gaming ausgelegt, können jedoch viele moderne Spiele in FullHD-Auflösung flüssig darstellen. Verkaufsargument für die GPUs sind jedoch für allem die Treiber, die für über 100 Workstation-Programme für den professionellen Gebrauch zertifiziert sind, darunter Autodesk AutoCAD und Adobe Premiere. Durch den modernen Fertigungsprozess und die niedrige Leistungsaufnahme von 35 Watt sind die Grafikkarten daher für Anwender geeignet, die auch unterwegs mit professionellen Tools arbeiten wollen.
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2 Notebooks mit AMD Radeon Pro

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