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AMD Radeon HD 8610G

Die AMD Radeon HD 8610G ist eine integrierte Grafikeinheit (IGP), die in AMD-APUs der Richland-Generation zu finden ist. Sie wurde im Mai 2013 als Grafiklösung im A10-5745M vorgestellt und gehört zu den stärksten Modellen der HD 8000G-Serie. Sie ist mit 384 Shadereinheiten, 24 TMUs und 8 ROPs ausgestattet und hat damit die höchstmögliche Konfiguration der integrierten GPUs ihrer Baureihe. Die Basistaktfrequenz von 533 MHz kann auf bis zu 626 MHz Turboboost erhöht werden. Die GPU hat keinen eigenen Speicher und ist daher über ein 128-Bit Bus-Interface an den relativ langsamen Single- oder Dual-Channel DDR3L-1333 Systemspeicher angebunden.

Architektur
TeraScale 3 ist eine Very Long Instruction Word (VLIW) SIMD Mikroarchitektur, die Programmen erlaubt, selbst festzulegen, welche Instruktionen parallel ausgeführt werden sollen. Damit soll die Leistung erhöht werden, ohne ein zu komplexes Design zu schaffen. TeraScale 3 benutzt das Unified-Shader-Modell, mit welchen alle Shaderstufen in der Rendering-Pipeline dieselben Fähigkeiten haben. Geometrie-, Vertex- und Pixelshader können somit alle gleichermaßen Texturen und Buffer auslesen und haben fast identische Befehlssätze. TeraScale 3 ist die 3. und letzte Weiterentwicklung der TeraScale-Architektur und benutzt statt des älteren 5-Wege VLIW Designs (VLIW5) das 4-Wege VLIW Design (VLIW4). Damit wird die Pipeline-Ausnutzung der Grafikprozessoren optimiert, da moderne Spiele dazu tendieren, nur 3-4 ALUs pro Taktzyklus zu benutzen und die 5 zu ignorieren. TeraScale 3 wurde mit einer zusätzlichen Tessellation-Einheit ausgestattet, wodurch die DirectX 11-Performance verbessert werden soll. Ähnlich wie die Grafikchips der nachfolgenden Architektur GCN sind auch TeraScale 3-Chips in Compute Units (CUs) unterteilt, welche mit jeweils 64 Shadereinheiten und 4 TMUs ausgestattet sind. Die AMD Radeon HD 8610G verfügt über die maximale Anzahl von CUs der HD 8000G-Serie. Auf 6 CUs sind insgesamt 384 Shadereinheiten und 24 TMUs verbaut. Auch die maximale Zahl der ROPs ist mit 8 verbauten Einheiten erreicht. Die Grafikeinheit wird im 32-nm Verfahren gefertigt.

Funktionen
Der UVD3 und die VCE 1.0 sind für das De- und Encoding von MVC, MPEG-4 Part 2 (DivX, xVid), MPEG-4 AVC/H.264 und Adobe Flash Videos zuständig. Die GPU unterstützt die APIs DirectX 11, OpenGL 4.2 und OpenCL 1.2. Sie ist mit der PowerTune Technologie ausgestattet, die eine dynamische Anpassung der Taktfrequenz erlaubt und die Performance somit direkt an die Ansprüche von Operationen anpasst. Dank AMD Eyefinity können mehrere Monitore über HDMI, DisplayPort 1.2 und DVI angeschlossen werden.

Leistung
Mit Zugriff auf schnellen Dual-Channel-Speicher kann die AMD Radeon HD 8610G in etwa das Niveau der dedizierten GPUs Radeon HD 6650M und GeForce GT 620M erreichen. Durch den langsameren DDR3L-1333 Speicher und die niedrigere Taktfrequenz kann die Grafikeinheit jedoch nicht mit der HD 8650G mithalten. Einige anspruchslose Spiele aus den Jahren 2013 und 2014 wie z.B. Tomb Raider, GRID 2 und StarCraft 2 sind mit niedrigen Einstellungen und Auflösungen flüssig spielbar.
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Technische Daten
ModellRadeon HD 8610G
DirectX-Version11
Chip-Takt626 MHz
Dedizierter SpeicherNein
SpeichertypDDR3L-1333
Speicheranbindung128 Bit
Stream-Prozessoren384
Texture-Mapping-Units24
Fertigungsprozess32 nm