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AMD Radeon HD 8000

Die AMD HD 8000 Serie umfasst zahlreiche integrierte Grafiklösungen, die in AMDs ultramobilen APUs der Temash- und Kabini-Baureihe zu finden sind. Anders als die ähnlich klingende HD 8000G Serie, die in mobilen APUs zu finden ist, basieren die integrierten Grafikprozessoren (IGPs) der Serie nicht auf der älteren TeraScale-3-Architektur, sondern auf der aktuellen Graphics-Core-Next-Architektur. Obwohl die GPUs der Serie unterschiedliche Bezeichnungen haben, bleibt die Konfiguration mit 128 Shadereinheiten, 8 TMUs und 4 ROPs bei allen Ausführungen dieselbe. Dennoch gibt es sehr große Unterschiede bei der Taktfrequenz, dem unterstützten Speicher und der TDP, die beträchtliche Auswirkungen auf die Leistung haben. Während das schwächste Modell HD 8180 in der Temash-APU A4-1200 mit 225 MHz taktet und auf DDR3L-1066 Speicher zugreift, taktet das Top-Modell HD 8400 in der Kabini-APU A6-5200 mit 600 MHz und kann auf DDR3L-1600 Speicher zugreifen.

Architektur
Die IGPs der AMD HD 8000 Serie benutzen den gleichen Chip, der auch in den dedizierten AMD-Grafikkarten der Sea-Islands-Familie verwendet wird. Diese basieren auf AMDs weiterentwickelter Graphics-Core-Next-Architektur (GCN) der 2. Generation, die auch als GCN 1.1 bezeichnet wird. Neuerungen von GCN 1.1 sind ein optimiertes Energie-Management und eine Verbesserung der Heterogenous-System-Architektur (HSA). Die Zahl der Power-States der PowerTune-Technologie wurde von 3 auf 8 erhöht, wodurch die GPU auch unter Last deutlich höhere Taktfrequenzen aufrechterhalten kann. Um innerhalb der Temperaturlimits zu bleiben kann nun neben der Taktfrequenz auch die Spannung reduziert werden, was eine effektivere Abkühlung ermöglicht. Die Power-States können 100-mal pro Sekunde gewechselt werden. Die Heterogenous-System-Architektur (HSA) wurde durch eine Erhöhung der Asynchronous-Compute-Engines (ACEs) von 2 auf 8 Einheiten erhöht, sodass mehr Berechnungsreihen gleichzeitig durchgeführt werden können. GCN-Grafikkarten sind in Compute-Units (CUs) unterteilt, auf welchen jeweils 64 Shadereinheiten und 4 TMUs verbaut sind. Alle IGPs der AMD HD 8000 Serie verfügen über 2 CUs mit insgesamt 128 Shadereinheiten, 8 TMUs sowie über ein Render-Back-End mit 4 ROPs.

Funktionen
Als Video-Engine kommen AMDs Unified-Video-Decoder 4.0 (UVD) und Video-Coding-Engine 2.0 zum Einsatz. Die GPUs der Serie unterstützten DirectX 11.1, Shadermodell 5.0, Vulkan, OpenGL 4.3 und OpenCL 1.2. Bis zu 2 Bildschirme können über VGA, DVI, HDMI 1.4a und DisplayPort 1.2 angeschlossen werden.

Leistung
Abhängig von den Taktfrequenzen, der Geschwindigkeit des angebundenen Speichers und der TDP-Konfiguration sind die Leistungsunterschiede innerhalb der AMD HD 8000 Serie beträchtlich. Die GPU-Modelle, die in den Tablet-APUs der Temash-Reihe verbaut sind (HD 8180, HD 8210 und HD 8250) sind aufgrund der niedrigen Taktfrequenzen und der niedrigen TDP von nur 4-8 Watt für die meisten Spiele ungeeignet. Höchstens anspruchslose Gelegenheitsspiele sind spielbar. Mit vielen der ULV-Kabini-APUs für Notebooks, wie der HD 8240, HD 8280, HD 8330 und HD 8400 können, dank der höheren TDP von 15-25 Watt und dem schnelleren DDR3L-1600 Speicher, stabile Frameraten bei etwas älteren und anspruchslosen Spielen wie Fifa 13, Sims 3 und Counter-Strike- GO (nur HD 8330 und HD 8400) erreicht werden.
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