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AMD Radeon 500

Die AMD Radeon 500-Grafikkartenserie wurde am 18. April 2017 mit der Radeon 530 und Radeon 520 vorgestellt. Die Serie ist für Desktop-PCs und Notebooks geeignet und reiht sich in die Radeon RX 500-Serie ein. Sie umfasst Einsteiger-Grafikkarten, die nicht wie die RX 500-GPUs auf der modernen Polaris-Architektur und der 14 nm Prozesstechnologie basieren, sondern Rebrands von älteren Grafikkarten sind. Die Grafikkarten sind OEM-Produkte, d.h. sie sind nicht einzeln käuflich und werden von den Herstellern selbst konfiguriert. Sie können mit 5 Compute Units (CUs) mit 320 Shader-Einheiten, 20 Texture-Mapping-Units (TMUs) und 4 Render-Output-Units (ROPs) oder mit 6 CUs mit 384 Shader-Einheiten, 24 TMUs und 8 ROPs ausgestattet werden und unterstützen entweder DDR3 oder schnelleren GDDR5 Speicher. Die Speichergröße variiert zwischen 1 GB und 2 GB VRAM. Der Speicher ist bei allen Modellen über ein 64-Bit Bus-Interface angebunden und hat einen effektiven Takt von 4500 MHz. Die maximale Boost-Taktfrequenz liegt je nach Modell bei 1024 MHz oder 1030 MHz.

Architektur
Die GPUs der AMD Radeon 500-Serie sind keine neuen Modelle, sondern Rebrands von älteren Grafikkarten. So geht die Radeon 530 auf die R5 M420/M430 und R7 M440/M460 sowie R7 M435/M445/M465 zurück, während die Radeon 520 eine umbenannte R7 M435/M445/M465 ist. Allen Grafikkarten dieser Serie ist gemein, dass sie auf der Graphics-Core-Next-Architektur der 1. Generation (GCN 1.0) basieren. GCN 1.0 wurde 2013 von AMD vorgestellt und löste die TeraScale-Architektur ab. Mit ihr wurde die neu entwickelte Compute Unit eingeführt, die den klassischen Stream-Prozessor ersetzt. Die CU ähnelt im Aufbau einem CPU-Kern, ist flexibler als der Stream-Prozessor und kann für General-Purpose Computing benutzt werden. Eine CU integriert 4 SIMD-Blöcken und einem L1 Cache und teilt sich einen L2 Cache mit den anderen CUs. Jede CU verfügt über 64 Shader-Einheiten und 4 TMUs.

Funktionen
Die AMD Radeon 500-Grafikkarten kommen mit Standardtechnologien wie Enduro, PowerTune und App Acceleration. Die Enduro-Technologie kann je nach Workload entscheiden, ob die dedizierten GPU eingeschaltet werden sollen, wenn die Leistung der integrierten GPU nicht ausreicht. Somit kann Strom gespart werden, wenn die Leistung der GPUs nicht benötigt wird. PowerTune kann die Taktfrequenzen anhand vordefinierter Power-States an die Hitzeentwicklung anpassen, um die Leistung auch unter Last zu maximieren. Die Grafikkarten dieser Serie können durch Dual-Graphics-Unterstützung mit ausgewählten integrierten AMD-GPUs gekoppelt werden, um eine höhere Leistung zu erreichen. API-Support der GPUs umfasst DirectX 12, OpenCL 2.0, OpenGL 4.5 und Vulkan 1.0. Zur Video-Encodierung und -Decodierung verfügt sind AMDs Unified Video Decoder (UVD) und die Video Code Engine (VCE) verbaut.

Leistung
Die Leistung der Grafikkarten der AMD Radeon 500-Serie hängt davon ab, in welcher Konfiguration sie zum Einsatz kommen. Während die Variante der Radeon 530 mit 5 CUs und 1 GB DDR3-Speicher nur sehr wenige neuere Spiele wie Fifa 17 flüssig darstellen kann, sind mit der Variante mit 6 CUs und 2 GB GDDR5-Speicher viele moderne Spiele wie Watch Dogs 2 wenn auch nur auf niedriger Detailstufe spielbar.
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35 Notebooks mit AMD Radeon 500

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