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Xbox Scarlett: Microsoft soll groß auf Spiele-Streaming setzen (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
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Xbox Next: Microsoft will bei der nächsten Generation der Videospielkonsole Xbox offenbar zweigleisig fahren und sowohl leistungsfähige lokale Hardware als auch einen Streaming-Service anbieten.

Ein neuer Bericht wirft etwas mehr Licht auf Microsofts Pläne für die nächste Generation der Xbox-Konsolenhardware. Nachdem das US-Unternehmen Mitte Juni zur Spielemesse E3 in Los Angeles erstmals offiziell die Arbeiten an neuen Spielekonsolen(!) bestätigt hatte, will die Webseite Thurrott.com nun einige nähere Details diesbezüglich in Erfahrung gebracht haben.

Wie Microsoft es bereits selbst andeutete, beschreiben die durchgesickerten Informationen nicht nur eine, sondern gleich zwei kommende Xbox-Konsolen: So soll es von der Xbox-Sparte zum einen ein klassisches Next-Generation-Gerät mit leistungsfähigeren Komponenten als sie aktuell in der Xbox One X zu finden sind geben. Zum anderen soll jedoch auch eine Streaming-Box erscheinen, die hauptsächlich auf die Cloud-Anbindung an sehr leistungsstarke Server und damit einhergehend eine flotte Internetverbindung setzt, um Spiele der nächsten Generation auf den Fernsehbildschirm zu zaubern.

Die beiden beschriebenen Xbox-Konsolen werden bei Microsoft laut dem Bericht unter dem Codenamen „Scarlett“ entwickelt. Zudem soll das Unternehmen gemäß Informationen von The Verge unter dem Codenamen „XCloud“ die Infrastruktur für den eigenen Spiele-Streaming-Service aufbauen. Dieser Dienst wird vermutlich einmal mit dem bereits erhältlichen Xbox Game Pass verschmelzen und dann eine Art Netflix für Videospiele verkörpern. Unklar ist bis auf Weiteres allerdings, wie gut der Service auf nicht speziell angepasster Hardware funktionieren wird, da Microsoft wohl bis hin zum Smartphone die allermeisten Internet-fähigen Geräte unterstützen will.

Zur nächsten Generation der Xbox-Konsole mit leistungsfähiger lokaler Hardware verraten die aktuell vorliegenden Infos leider noch keine technischen Einzelheiten. Die Gerüchteküche geht von einem Marktstart im Jahr 2020 aus. Ein bisschen mehr gibt es hingegen zur Streaming-Box zu erfahren. Diese soll laut Thurrott.com nicht nur ein simpler HDMI-Dongle sein, sondern durchaus eine gewisse Rechenleistung mitbringen, um beispielsweise Aufgaben wie die Verarbeitung von Controller-Eingaben, die Bildberechnung und die Kollisionsabfrage lokal bewerkstelligen zu können. Der Großteil der für topmoderne Spiele benötigten Rechenleistung soll also hierbei aus der Cloud bezogen werden, die Verarbeitung einiger Funktionen auf lokaler Ebene jedoch derzeit störende Faktoren des Spiele-Streamings wie Eingabe- und Darstellungsverzögerungen eliminieren.

Die erfolgreiche, klar strukturierte Umsetzung des beschriebenen Konzepts könnte der alles entscheidende Faktor sein, der schlussendlich über Erfolg oder Misserfolg von Microsofts kommender Streaming-Xbox entscheidet. Im Angesicht der gegenwärtig gerade erwachsen werdenden Konkurrenten auf dem Markt der Spiele-Streaming-Angebote wie etwa Nvidias GeForce Now oder Sonys PlayStation Now benötigt Microsoft in Zukunft zweifellos gewichtige Argumente für den eigenen Service.

Quelle: Thurrott.com, The Verge