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WWDC 2017: Apple kündigt neue iMacs mit Kaby Lake & iMac Pro an (Bild 1 von 5)Bildquelle: Apple
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4K und 5K iMac: Analog zur MacBook Pro Reihe verpasst Apple in dieser Woche auch seinen All-in-One-Macs modernere Intel-CPUs und leistungsstärkere GPUs.

Apple hat zum Start seiner diesjährigen World Wide Developers Conference (WWDC) in San Jose, USA die All-in-One (AiO) Reihe iMac mit Intels Core-Prozessoren der 7. Generation (Kaby Lake) aufgefrischt sowie einige zusätzliche Neuerungen implementiert. Außerdem zeigte der kalifornische Hersteller einen brandneuen iMac Pro für kreative Profis und andere sehr anspruchsvolle Anwender, der allerdings sehr teuer und erst Ende des Jahres erhältlich sein wird.

iMac-Familie mit Kaby Lake
Die jüngste iMac-Generation bekommt neben Intels aktuellen Core i5 und i7 CPUs als weiteres wichtiges Upgrade im Vergleich zu den seit Herbst 2015 erhältlichen Modellen bessere 21,5 Zoll 4K beziehungsweise 27 Zoll 5K Displays spendiert. Apple spricht von einem Helligkeitswert von 500 Nits und Abdeckung des P3-Farbraums. Des Weiteren sind alle iMacs mit Retina-Display jetzt mit neuen dedizierten Grafiklösungen der AMD Radeon Pro 500 Serie ausgestattet. In den 21,5 Zoll 4K Modellen stecken wie im aufgefrischten 15 Zoll MacBook Pro Polaris-GPUs vom Typ AMD Radeon Pro 555 oder 560, in den 27 Zoll 5K Modellen hingegen Radeon Pro 570, 575 oder 580. Laut AMDs Angaben bietet die leistungsfähigste der neuen Grafikeinheiten, also die Radeon Pro 580, 36 Compute Units, womit insgesamt 2304 Stream-Prozessoren und eine theoretische Spitzenleistung von 5,5 T/FLOPS geboten werden können.

Andere wichtige Neuerungen für die iMac-Reihe sind gemäß den Angaben von Apple die Unterstützung von bis zu 50 Prozent schnelleren SSDs sowie von Thunderbolt 3 (via zwei USB Typ-C Ports) und die Möglichkeit in den 21,5 Zoll Modellen bis zu 32 respektive in den 27 Zoll Modellen bis zu 64 Gigabyte Arbeitsspeicher zu verbauen. Darüber hinaus kommen nun alle 27 Zoll 5K Varianten und das 21,5 Zoll 4K Topmodell ab Werk mit Fusion Drive.

Rein Äußerlich gesehen hat Apple die bereits sehr schlanke und elegant designte iMac-Reihe nicht überarbeitet. Die mitgelieferten Accessoires (Magic Mouse 2 und/oder Trackpad sowie Tastatur) bleiben ebenfalls dieselben. Die Bestellung der vollständigen neuen iMac Line-up ist in Apples Online Store ab sofort möglich und mit der Auslieferung will der Hersteller noch in dieser Woche beginnen. Für den günstigsten der neuen 21,5 Zoll iMacs mit Full HD Panel und ohne dedizierte Grafiklösung verlangt Apple 1299 Euro. Die Preise für die 21,5 Zoll 4K Modelle beginnen bei 1499 Euro und für die 27 Zoll 5K Modelle bei 2099 Euro.

iMac Pro in Space Grau
Für zahlreiche Entwickler und Mac-Enthusiasten war die Apple-Ankündigung der WWDC-Keynote allerdings der iMac Pro. Bei diesem brandneuen AiO handelt es sich laut offiziellen Herstellerangaben um den bislang leistungsstärksten Mac überhaupt, der auch jene Nutzer zufrieden stellen soll, die höchstmögliche Performance benötigen.

In der offiziellen Pressemitteilung zum iMac Pro weist Apple explizit darauf hin, dass die eigene Entwicklungsabteilung parallel zum leistungsstarken AiO weiter an einem neuen Mac Pro arbeitet, wie dieser jedoch schlussendlich aussehen und wann er marktreif sein wird, das ist im Augenblick völlig unklar. Der iMac Pro soll gegen Ende des Jahres also unter anderem ein durch das Fehlen eines neuen Mac Pro entstehendes Vakuum in der Mac Line-up für Poweruser ausfüllen. Klar ist damit natürlich sofort, dass der neue AiO um einiges mehr zu bieten haben muss als die zuvor beschriebenen „gewöhnlichen“ iMac-Modelle.

In Sachen Design und Form orientiert sich Apple beim iMac Pro an dem mittlerweile bestens Bekannten, wird allerdings den neuen High-End-Mac exklusiv mit 27 Zoll 5K Display und in der Farbe Space Grau plus farblich dazu passender Eingabegeräte anbieten.

Im Inneren des Pro-Modells findet sich die vielleicht bedeutendste Abweichung von der aktuellen iMac-Konstruktion: Um deutlich leistungsstärkere Komponenten einsetzen zu können, musste Apples Ingenieursteam ein verbessertes Kühlsystem entwickeln. Dieses arbeitet so effizient, dass der iMac Pro unter anderem mit Intels neuesten Xeon-Prozessoren ausgestattet werden kann. Apple will die Basiskonfiguration mit einer 8-Core-CPU vertreiben, aber auch Konfigurationen mit einem 10- und sogar einem 18-Core-Prozessor anbieten.

Weitere High-End-Komponenten, die zur Ausstattung des iMac Pro gehören werden, sind bis zu 128 Gigabyte ECC-RAM, bis zu 4 Terabyte fassende SSDs sowie Grafikeinheiten aus AMDs brandneuer Radeon Pro Vega Serie. Bezüglich letzterer ist im Moment noch nicht allzu viel bekannt, Apple führt aber auf dem iMac Pro Datenblatt eine Radeon Pro Vega 56 mit 8 Gigabyte pfeilschnellem HBM2-Grafikspeicher und als optionales Upgrade eine Radeon Pro Vega 64 mit 16 Gigabyte HBM2-Grafikspeicher auf. Darüber hinaus erwähnt werden vom Hersteller Stereo-Lautsprecher, vier Mikrofone, eine 1080p Webcam, je vier USB 3.0 und Thunderbolt 3 (USB Typ-C) Anschlüsse, ein Ethernet-Port, Unterstützung für WLAN nach 802.11ac und noch einiges mehr.

Apple positioniert den iMac Pro sowohl hinsichtlich Features als auch Preis unmissverständlich als absolute Premium-Desktop-Maschine für beispielsweise High-End-Videobearbeitung oder Entwicklungsarbeiten in den Bereichen Gaming, Virtual Reality und KI-Forschung. Der iMac Pro wird daher zum Zeitpunkt des geplanten Marktstarts im Dezember 2017 mindestens 4999 US-Dollar kosten.


Quelle: Apple #1, #2

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