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  3. Windows 10 Werbung: Microsoft stichelt gegen Apples Macs

Microsoft will mit einer Reihe neuer Werbespots auf die interessantesten Features eines neuen Windows 10 PCs aufmerksam machen. In den Clips werden beispielsweise die Möglichkeiten des digitalen Assistenten Cortana sowie die Unterstützung von Touchscreens aufgezeigt.Bildquelle: Microsoft
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Vorteil Microsoft: Im Vergleich mit anderen Desktop-Betriebssystem wie etwa OS X bietet Windows 10 derzeit ein paar Alleinstellungsmerkmale.

Microsoft hat mehrere Werbespots für Windows 10 veröffentlicht, die auf einige der neuen Features des noch jungen Desktop-Betriebssystems aufmerksam machen sollen. Mit Hilfe zweier Frauen - den "Bug Chicks" -, die sich darüber unterhalten, wie sie bei Kindern mehr Interesse für die Welt der Insekten wecken können, werden Funktionen wie der digitale Assistent Cortana, die Windows-Anmeldung via Windows Hello und die Unterstützung von Touchscreens vorgestellt. Besonders interessant an den Clips ist aber gerade auch, dass jeder einzelne einen kleinen Seitenhieb auf Apples Macs beziehungsweise deren Betriebssystem OS X bereithält, wenn eine der Damen beispielsweise sagt: "Even on the new Macs they don't have that."


Microsoft facht mit seiner aktuellen WIndows 10 Werbung nicht zum ersten Mal den altbekannten Konflikt "Mac vs. Windows-PC"wieder neu an. Ganz im Gegenteil: Beispielsweise ließ das Unternehmen bei der Vorstellung und der dazugehörigen Werbekampange seiner neuen Mobil-Rechner Surface Book und Surface Pro 4 im vergangenen Herbst keine Gelegenheit verstreichen, auf vermeintliche Vorteile und eventuell bessere Leistung im Vergleich zu Apples MacBook Pro oder MacBook Air hinzuweisen.

In den drei neuen Werbefilmchen, die in etwas gekürzter Form im Netz zu finden sind, ist nun zu sehen, wie Cortana dabei helfen kann, ganz schnell bestimmte Fotos zu aufzuspüren, wie sich Nutzer dank Windows Hello sicher und unkompliziert per Gesichtserkennung bei Windows 10 anmelden können oder wie sich eine PowerPoint-Folie auf einem PC mit Touchscreen einfach mit einem Fingerstreich verändern lässt. Es ist korrekt, dass sich all die genannten Aktionen derzeit nicht auf einem aktuellen Mac durchführen lassen, zumindest nicht in exakt der gezeigten Art und Weise.

Zum Teil hat das aber auch ganz pragmatische Gründe. Apple hat sich beispielsweise mehrfach deutlich gegen die Implementierung von Touchscreens in seinem Mac-Portfolio ausgesprochen, da es aus Sicht des kalifornischen Unternehmens einfach keinen Mehrnutzen für Anwender mit sich bringe. Ob der Mac-Hersteller diesbezüglich richtig liegt, ist wenigstens diskussionswürdig, in jedem Fall klar ist aber, dass Microsoft eine andere Meinung pflegt. Davon abgesehen sind Windows Hello und Cortana - zumindest im Momentnoch - ganz eindeutig zwei Alleinstellungsmerkmale von Windows 10 im Desktop-PC-Bereich. Einzige Einschränkung diesbezüglich ist lediglich, dass für die zufriedenstellende und innovative Funktionsweise beider Features auch ganz bestimmte Hardware in Form einer speziellen Kamera zur Gesichtserkennung beziehungsweise einer modernen Mikrofon-Anordnung zur Kommunikation mit Cortana nötig ist.



Übrigens: Der Gerüchteküche nach arbeitet Apple daran, ein Cortana-ähnliches Feature in der nächsten großen OS X Version (wahrscheinlich 10.12) zu implementieren. So soll der von iOS her bekannten Sprachassistent Siri Teil des Desktop-Betriebssystems werden. Konkrete Hinweise oder gar eine offizielle Bestätigung gibt es diesbezüglich aber natürlich noch nicht. Mit mehr Infos zu OS X 10.12 darf wohl im Sommer 2016 gerechnet werden, wenn Apple seine World Wide Developers Conference (WWDC) abhält.

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