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Windows 10 S: Microsoft lässt nur Edge als Standard-Browser zu (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
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Restriktiv: Wie sich herausstellt, wird Microsoft unter Windows 10 S nicht nur ausschließlich Window Store Apps zulassen, sondern Nutzer mit weiteren Vorgaben konfrontieren.

Nach der offiziellen Vorstellung einer neuen Windows 10 Fassung - Windows 10 S - auf einem Event in New York City, USA in der vergangenen Woche sind ein paar zusätzliche Informationen ans Licht gekommen, die für potentielle Nutzer durchaus relevant erscheinen. Wie Microsoft bereits während der Präsentation angab, werden unter Windows 10 S ausschließlich Apps aus dem Windows Store funktionieren, wobei es aber für keinen Anbieter Restriktionen geben und unter anderem jeder Browser im Store zugelassen werde. Inzwischen hat Microsoft dieses Statement allerdings ergänzt: Der Standard-Browser des Systems kann nicht vom Nutzer verändern werden.

In einer zu Windows 10 S veröffentlichten FAQ lässt Microsoft wissen, dass die neue Betriebssystemfassung immer Microsoft Edge als Standard-Browser verwendet. Nutzer können also zwar wie angegeben alternative Browser installieren, die im Windows Store angeboten werden, aber etwa beim Klick auf einen Web-Link in einer E-Mail oder einem anderen Programm wird dieser automatisch in Edge geöffnet.

Abgesehen von dieser Einschränkung muss hinsichtlich der Browser-Wahl beachtet werden, dass bislang völlig unklar ist, welche Unternehmen ihren vollwertigen Browser künftig im Windows Store anbieten wollen. Ob insbesondere Google derartige Pläne mit dem weltweit populärste Browser Chrome hat, darf zu diesem Zeitpunkt nicht zuletzt aufgrund des nicht gerade freundschaftlichen Verhältnisses zu Microsoft ernsthaft bezweifelt werden. Und selbst wenn Google, Mozilla und Co. Microsofts Ruf folgen sollten, limitiert die Entscheidung des Softwareriesen, auf Edge als Standard-Browser unter Windows 10 S zu beharren, den realistischen Nutzen alternativer Browser von Beginn an drastisch.

Darüber hinaus baut Microsoft in der Version des Edge-Browsers, die unter Windows 10 S läuft, eine weitere Beschränkung ein, die unter den anderen Windows 10 Ausgaben so nicht zu finden ist. Die voreingestellte Suchmaschine kann sowohl in Microsoft Edge als auch im Internet Explorer nicht verändert werden. Das bedeutet, Nutzer sehen sich unter Windows 10 S zwangsläufig mit Bing als Standard-Suchmaschine konfrontiert. Bei der weltweiten Dominanz Googles auf diesem Feld sicherlich nicht die kundenfreundlichste Maßnahme.

Es wird sicherlich interessant werden, zu beobachten, wie Microsoft nach dem Erscheinen von Windows 10 S in den kommenden Monaten auf das bestimmt nicht ausbleibende Kundenfeedback in der beschriebenen Angelegenheit reagiert. Zudem könnte die Praxis Microsofts auch bei Wettbewerbshütern wie der europäischen Kommission Beachtung finden.

Quelle: Microsoft

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