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Windows 10: Microsoft lässt Insider neue Features wie Timeline testen (Bild 1 von 3)Bildquelle: Microsoft
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Timeline: Mit Insider Build 17063 lässt Microsoft die Insider-Gemeinde erstmals das Feature testen, welches das PC- und sogar Plattform-übergreifende Arbeiten deutlich komfortabler machen soll.

Microsoft hat kurz vor dem anstehenden Jahreswechsel die versprochene Windows 10 Insider Preview Build veröffentlicht, die mehrere brandneue und interessante Funktionen enthält. Windows Insider im Fast Ring können ab sofort Build 17063 herunterladen, welche erstmals sowohl Timeline als auch das im letzten Monat angekündigte Sets-Feature zum Ausprobieren zur Verfügung stellt.

Timeline
Timeline hatte Microsoft schon im Frühjahr dieses Jahres zur Entwicklerkonferenz Build 2017 als eine der Neuerungen des Fall Creators Updates vorgestellt. Allerdings wurde die Funktion nicht mehr rechtzeitig zur Veröffentlichung des zweiten großen Windows 10 Updates in diesem Jahr fertig. Nun biegt das Windows-Team mit der Entwicklung von Timeline aber offensichtlich auf die Zielgeraden ein. Das Feature ermöglicht es Anwendern, Aktivitäten und Apps komfortabel über mehrere Windows 10 Geräte hinweg auszuführen beziehungsweise zu nutzen.

Von bekannten Funktionen anderer Plattformen ist Timeline am besten mit Apples "Continuity" Feature für iOS und macOS vergleichbar, das es Anwender beispielsweise erlaubt, ein Programm in einem bestimmten Zustand auf einem iOS-Gerät zurückzulassen und dann im exakt selben Zustand auf einem Mac weiterzuverwenden. Dank der Cortana-Integration wird Timeline für Windows 10 auch zusammen mit Android- und iOS-Geräten und einigen darauf laufenden Microsoft-Apps funktionieren.

Unter dem aktuellen Insider Build lässt sich auf Timeline über die Task-Ansicht von Windows 10 zugreifen. Dort stellt das Feature eine Übersicht aller jüngsten Aktivitäten dar, wozu auch die App-Nutzung gehört, die auf einem Windows 10 PC zu bestimmten Zeitpunkten der letzten Tage getätigt wurde. Ein Klick auf eine der vergangenen Aktivitäten oder zuletzt ausgeführten Apps erlaubt es dem Anwender, den zuletzt gespeicherten Arbeitsschritt fortzusetzen.

Sets
Die zweite große Neuerung in Build 17063 ist Sets. Dieser Name für ein Feature, das mehrere Apps in einem Fenster zusammenfassen und in Tabs darstellen kann, ist laut Microsofts Angaben noch nicht in Stein gemeißelt, könnte sich also bis zur finalen Fassung des nächsten, noch unbenannten Windows 10 Updates im Frühjahr 2018 noch ändern. Sets funktioniert im Prinzip genau wie es moderne Browser tun, mit dem Unterschied, dass sich in den Tabs eines Fensters nicht verschiedene Webseiten, sondern unterschiedliche Anwendungen öffnen lassen. Im Moment ist das Feature zwar auf Universal Windows Platform (UWP) Apps beschränkt, im nächsten Jahr will das Windows-Team allerdings auch das Office-Paket und klassische win32-Programme mit Sets unterstützen.


Noch mehr Neues
Von den beiden Hauptänderungen abgesehen bringt die neueste Windows 10 Vorschauversion eine Reihe weiterer Neuerungen mit. Der Browser Edge bietet nun beispielsweise ein überarbeitetes Interface, das sowohl ein ansehnlicheres „Dark Theme“ als auch mehr Fluent Design Elemente enthält. Precision Trackpads unterstützen in Edge außerdem ab sofort „pinch to zoom“.

Der Bereich für Cortana hat von Microsoft ebenfalls ein etwas angepasstes Interface erhalten, über das sich die Fähigkeiten des virtuellen Assistenten besser einsehen und verwalten lassen. Außerdem funktioniert nun die Cortana-Sprachsteuerung für die Musikwiedergabe über Spotify.

Ebenfalls dezent bearbeitet hat das Windows-Team das Oberflächendesign des Betriebssystems an sich. So erhalten die Taskleiste, das Action Center, Uhr und Kalender, die Teilen-Schaltfläche sowie diverse kleinere Elemente Anpassungen im Sinne der Fluent Design Sprache von Microsoft. Die Windows 10 Einstellungen werden zudem so umgebaut, dass einzelne Optionen schneller und einfacher zu finden sind.

Insider Preview Build 17063 bringt weitere Verbesserungen für die DPI-Skalierung des Betriebssystems mit. Diese sollen dazu beitragen, dass bedeutend mehr Apps auch auf besonders hochauflösenden Displays gut aussehen, oder es beispielsweise bei Nutzung eines Notebooks zusammen mit einem externen Monitor, der eine andere Auflösung als das Gerätedisplay aufweist, weniger Darstellungsprobleme beziehungsweise Verzerrungen für Schriften und Navigationselemente auftreten.

Eine Übersicht aller Änderungen sowie eine vollständige Liste mit allen behobenen sowie derzeit bekannten Problemen von Windows 10 Insider Preview Build 17063 lässt sich wie gewohnt in dem offiziellen Blog-Beitrag finden, den Microsoft parallel zur Veröffentlichung der jüngsten Vorschauversion online gestellt hat.

Quelle: Microsoft

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