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Windows 10: Fall Creators Update beinhaltet Cheat-Schutz TruePlay (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
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Windows 10 Gaming-Features: Nach dem Game Mode spendiert Microsoft seinem Desktop-Betriebssystem nun das Anti-Cheat-System TruePlay, welches allerdings nur bei UWP-Apps greift.

Microsoft hat die finale Fassung des Fall Creators Updates für Windows 10 am vergangenen Dienstag zum Download für alle PC-Nutzer freigegeben. Die neueste Hauptversion des Desktop-Betriebssystems beinhaltet eine Reihe von Design-Anpassungen und Optimierungen sowie wohl dokumentierten neuen Features - allen voran die Windows Mixed Reality Plattform. Wie sich nun allerdings langsam herauskristallisiert , gibt es darüber hinaus auch noch die ein oder andere bislang kaum beachtete Neuerung. Ein entsprechendes Beispiel dafür ist ein Feature namens „TruePlay“, das Microsoft in der Vergangenheit bereits unter der Bezeichnung „Game Monitor“ vage angedeutet hatte. Dieses könnte in Zukunft für PC-Spieler durchaus erhebliche Signifikanz bekommen.

Microsofts eigenen Angaben nach ist TruePlay nach Installation des Fall Creators Updates standardmäßig deaktiviert. Der Nutzer muss es also zunächst selbst in den Einstellungen - im Bereich "Spielen" - aktivieren und soll so beim Ausführungen von Universal Windows Platform (UWP) Spielen effizienten Schutz vor gängiger Cheat-Software erhalten. Titel, die TruePlay unterstützen, werden in einem geschützten Modus ausgeführt und initiieren automatisch einen Hintergrundprozess, der typische Cheat-Mechanismen erkennt. Sofern TruePlay Auffälligkeiten entdeckt, werden diese Informationen an den Entwickler des Spiels weitergeleitet. Informationen dazu, welche Spiele das Feature aktuell integrieren, liegen aber leider nicht vor.

Nutzer, die TruePlay für überflüssig halten, oder sich darum sorgen, welche Informationen im Detail übermittelt werden, können das Sicherheitsfeature abschalten lassen, allerdings steht es Entwicklern dann frei, Spieler mit deaktiviertem TruePlay beispielsweise von Online-Matches auszuschließen, um so ein Cheat-freies Erlebnis für alle Nutzer zu gewährleisten.

Der große Haken an TruePlay ist jedoch nicht die Datenübermittlung, zumal diese ohnehin sehr spezifisch und limitiert sein sollte, sondern die Beschränkung des Features auf die UWP. Nach wie vor bringt abgesehen von Microsofts eigenen Studios kaum ein Entwickler beziehungsweise Publisher sein Spiel als UWP-Anwendung für den Microsoft Store heraus. Der PC-Spiele-Markt wird dominiert von Valves digitaler Distributionsplattform Steam, welche glücklicherweise eigene Anti-Cheat-Tools beinhaltet. Mit einem, systemweit in Windows 10 operierenden Sicherheitsfeature ist das dennoch nicht zu vergleichen. Eventuell trägt TruePlay also in den nächsten Monaten und Jahren dazu bei, dass mehr Unternehmen ihre PC-Spiele auch als UWP-Version herausbringen.

Quelle: Microsoft

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