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Windows 10 Creators Update: Microsoft lässt Insider den Game Mode testen (Bild 1 von 2)Bildquelle: Microsoft
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PC-Spieler im Fokus: Microsofts Bemühungen in den vergangenen Monaten machen deutlich, dass das Unternehmen Windows 10 als essentielle Spiele-Plattform etablieren will.

Microsoft will es für PC-Spieler einfacher machen, einige Prozentpunkte mehr an Performance aus Windows 10 Rechnern herauszuholen. Der wichtigste Begriff in diesem Zusammenhang lautet „Game Mode“. Wie das US-Unternehmen in einem Blog-Post beschreibt, wird dieses neue Feature Teil des kommenden Windows 10 Creators Updates sein und soll noch in dieser Woche erstmals in Form einer frischen Preview-Ausgabe des Betriebssystem von Windows Insidern getestet werden können.

Die Existenz des sogenannten Game Modes im Creators Update war bereits vor einigen Wochen durch Einträge in einer früheren Vorschauversion aufgedeckt worden, und wurde in der Folge auch offiziell bestätigt. In dem aktuellen Blog-Post hat sich Microsoft nun allerdings etwas genauer ausgedrückt, was Nutzer von dem ominösen Modus erwarten dürfen, und im Grunde bewahrheiten sich dadurch die ersten Spekulationen: Windows 10 wird Spielen mehr Hardware-Ressourcen zuordnen können.

Zu allererst sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Game Mode noch lange nicht alles Gaming-fokussierte ist, was der Software-Riese in das Windows 10 Creators Update integriert. Laut Microsoft bekommt die Einstellungen-App des Betriebssystems eine eigene Gaming-Rubrik spendiert. Dort können unter anderem Features wie die neue „Game Bar“, „GameDVR“ und Streaming-Funktionen konfiguriert werden. Der Game Mode an sich soll sich während der Ausführung eines Spiels ganz unkompliziert mit Hilfe der Game Bar an- und abschalten lassen. Diese Leiste kann durch Drücken der Tastenkombination „Windows-Taste + G“ jederzeit aufgerufen werden.

Bezüglich des Funktionsweise des Game Modes sind derzeit noch einige Fragen offen und die Zahl der unterstützten Spiele wird erst einmal begrenzt sein, aber klar ist schon einmal, dass das vom Nutzer aktivierbare Features sowohl unter klassischen Win32-Spielen als auch Spielen, die speziell für Microsofts moderne Universal Windows Plattform (UWP) geschrieben wurden, greifen kann. Die automatisch durchgeführten OS-Optimierungen sollen allerdings bei den UWP-Programmen etwas bessere Ergebnisse erzielen. Das Prinzip hinter dem Modus ist dennoch in beiden Fällen dasselbe: Wenn ein Spiel im Vordergrund mit aktiviertem Game Mode läuft, werden diesem vom System automatisch mehr CPU- und GPU-Ressourcen zugeordnet. Dies kann sich zwar negativ auf im Hintergrund laufende Anwendungen auswirken, sollte dafür aber für stabilere und beim ein oder anderen Spiel auch etwas höhere Bildwiederholraten sorgen. Enorme Leistungszuwächse dürfen von dieser Thread-Priorisierung jedoch nicht erwartet werden, vor allem dann nicht, wenn der heimische Gaming-PC ohnehin ordentlich konfiguriert ist.

Die Idee des Game Modes ist aber in jedem Fall konzeptionell betrachtet interessant, da dieses Feature auf Microsofts Erfahrungen mit der Xbox One beziehungsweise dessen Betriebssystem zurückzuführen ist. Auf der Konsole ist seit jeher so, dass beim Start eines Spiele die Ressourcen für sämtliche für das Spiel irrelevanten Prozesse sowie laufende Anwendungen minimiert werden.


Noch eine weitere Gaming-Neuerung, die das Creators Update beinhaltet, und welches Windows Insidern noch in dieser Woche erstmals testet können werden, ist das Spiele-Streaming über den Service Beam. Beam ist Microsofts zugekaufte Streaming-Plattform, mit der das Unternehmen direkt gegen Amazons Twitch konkurrieren will.

Die Veröffentlichung der neuen Windows 10 Preview Build, welche alle in diesem Artikel beschriebenen Neuerungen enthält, wird für den morgigen Freitag, den 27. Januar 2017 erwartet. Die finale Fassung des Creators Updates soll dem aktuellen Informationsstand nach im April 2017 für alle Windows 10 Nutzer ausgerollt werden.

Quelle: Microsoft

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