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Windows 10 April 2018 Update: Probleme mit Intel- und Toshiba-SSDs (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
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Fehlerteufel: Die Installation des Windows 10 April 2018 Updates kann auf einigen PCs mit Intel-SSD Bluescreens verursachen. Auch Microsofts Surface Pro (2017) gehört dazu.

Microsoft hat noch nicht alle größeren Probleme mit dem Windows 10 April 2018 Update in den Griff bekommen. Die Version 1803 des Desktop-Betriebssystems bereitet vorliegenden Berichten nach Nutzern von PCs mit verschiedenen Intel- oder Toshiba-SSDs Kopfzerbrechen.

Das April 2018 Update für Windows 10 steht seit 30. April zum Download bereit, ist aber etwas hüftsteif aus den Startblöcken gekommen. Nachdem Microsoft die Veröffentlichung der finalen Fassung aufgrund eines Bugs ohnehin einige Wochen später als ursprünglich geplant vorgenommen hatte, ärgert sich die erste Welle der aktualisierungswilligen Nutzer inzwischen über so manche Ungereimtheit. So kann es offenbar unter anderem zu Cloud-Synchronisationsfehlern kommen, die die Funktionsweise des neuen Timeline-Features beeinträchtigen, und auf PCs mit Intel-SSD vom Typ 600p und Pro 6000p treten reproduzierbare Systemabstürze auf.

Auf das zweitgenannte Problem hat Microsoft bereits mit einer Notfallmaßnahme reagiert: Geräte, in denen einer der erwähnten Intel-Datenträger verbaut ist, werden derzeit über Windows Update nicht mit der neusten Windows 10 Aktualisierung versorgt. Microsoft arbeitet außerdem zusammen mit OEM-Partnern an der Fehlerbehebung und wird die Version 1803 erst dann wieder für betroffene Systeme ausliefern, wenn diese gefunden und implementiert worden ist. Von einer manuellen Installation des April 2018 Updates ist natürlich bis dahin ebenfalls dringlichst abzuraten. Eine fast schon komische Randnotizbei dieser Sache ist im Übrigen, dass Microsoft eine der besagten SSD-Modelle von Intel im eigenen Surface Pro (2017) verbaut.

Die Intel-SSDs sind aber nicht die einzigen Flash-basierten Datenträger, die Probleme mit dem April 2018 Update haben. Ähnliches gilt scheinbar auch für Toshiba-SSDs vom Typ XG4, XG5 und BG3. Nach Installation der Windows 10 Version 1803 sollen damit bestückte Rechner jedenfalls durch eine teils deutlich reduzierte Akkulaufzeit auffallen. Microsoft hat in diesem Fall ebenfalls bestätigt, zusammen mit dem Speicherhersteller und verschiedenen OEM-Partnern eine Problemlösung zu suchen.

Weder hinsichtlich der Problematik mit Intel- noch der mit Toshiba-SSDs ist im Moment klar, wann genau Microsoft nachbessern kann und die aktuelle Windows 10 Ausgabe somit auf entsprechenden PCs ordnungsgemäß arbeitet. Anwender, die nicht auf ein fehlerbereinigtes April 2018 Update warten können oder wollen, sollten bis auf Weiteres zur Windows 10 Version 1709, sprich dem Fall Creators Update, zurückkehren.

Quelle: Microsoft #1, #2, heise online