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WhatsApp: Facebook sammelt erst mal keine Nutzerdaten mehr (Bild 1 von 1)Bildquelle: notebookinfo.de
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WhatsApp: Seit Ende August dieses Jahres gab die Messaging-Plattform unter anderem die Telefonnummer von Nutzern an Facebook weiter.

Facebook hat auf die Kritik und Interventionen europäischer Datenschützer regiert und wird das Sammeln von WhatsApp-Nutzerdaten erst einmal aussetzen. Wie der US-Konzern mitteilte, werde man sich nun zunächst mit Behördenvertreten zusammensetzen, um die eigenen Pläne zu erläutern sowie mehr über bestehende Bedenken zu erfahren. Das weitere Vorgehen in dieser Sache wird Facebook dann zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Die für viele Branchenkenner nicht wirklich überraschende Ankündigung von WhatsApp, künftig unter anderem die Telefonnummern der Nutzer an den Mutterkonzern Facebook weiterzugeben, kam Ende August dieses Jahres. Begründet wurde die Entscheidung damals etwas lapidar mit dem Hinweis, dadurch könnten sowohl die Werbeeinblendungen als auch die Freunde-Vorschläge im sozialen Netzwerk Facebook optimiert beziehungsweise besser auf den Nutzer zugeschnitten werden.

Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass der Messaging-Dienst WhatsApp mittlerweile von weltweit mehr als einer Milliarde Menschen verwendet wird, war die Ankündigung aus Sicht des Daten-gierigen Unternehmens Facebooks wohl nur folgerichtig, brachte jedoch speziell in Europa diverse Datenschützer auf die Barrikaden. WhatsApp-Nutzer hatten immerhin für einen begrenzten Zeitraum die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Verwendung ihrer Daten für die Personalisierung von Facebook-Werbung und ähnlichem einzureichen. Nichtsdestotrotz gab WhatsApp allerdings seither in jedem Fall die Telefonnummer an Facebook weiter. Für Anwender, denen das nicht passte, blieb nur, komplett auf die App zu verzichten. Wie erwähnt, gibt es aber im Moment den Sammelstopp hinsichtlich genau dieser Daten.

Abschließend ist festzuhalten, dass das Thema mit der aktuellen Entscheidung von Facebook in keiner Weise vom Tisch ist. Es wird spannend sein, zu beobachten, ob, und wenn ja, inwiefern Datenschützer und der US-Konzern hier zu einer Übereinkunft kommen können. Um sowohl Nutzer als auch Behörden etwas zu beruhigen, wird WhatsApp nicht müde zu versichern, dass aufgrund der mittlerweile umfassend eingesetzten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung niemand - also auch nicht Facebook - bei den Nachrichten der Nutzer mitlesen könne.

Quelle: Spiegel Online

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