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  3. Weihnachts-Kauftipps: Die besten und günstigsten Tablets

Für Tablets gibt es drei Betriebssysteme, zwei wesentliche Formfaktoren und eine gigantische Preisspanne von 100 bis über 800 Euro. Welches Gerät eignet sich nun für welchen Nutzer am besten? Wie viel Budget muss für die flachen Rechner unter dem Weihnachtsbaum eingeplant werden? Unsere Kauftipps helfen weiter.

Wie mobil sollte es sein? Gerade für Einsteiger oder Verschenkende ist die spätere Nutzung eines Tablets schwer vorauszusehen. In der Regel bleiben die Geräte trotz handlicher Abmessungen innerhalb von vier Wänden, in der Nähe Steckdosen und WLAN-Hotspots - ob zuhause oder im Büro. Primär wird geshoppt, gesurft, gespielt, gechattet und ein wenig gemailt. Für den tatsächlichen Einsatz unterwegs gibt es Smartphones, die den Zweitgeräten in Form von Tablets schon ein wenig die Gestalt diktieren. Wer ein iPhone von Apple nutzt, bleibt dem Unternehmen in der Regel auch bei Tablets treu, da die Apps nicht zweimal bezahlt werden müssen und man an die Synchronisation mit dem Programm iTunes gewöhnt ist. Wer ein Smartphone besitzt, kann beim Tablet in den meisten Fällen bei den WLAN-Varianten bleiben. Das erspart die laufenden Kosten für einen weiteren Mobilfunktarif und die WLAN-only Versionen der meisten Tablets sind wesentlich günstiger in der Anschaffung. Für die Ausnahmefälle, in denen kein Hotspot erreichbar ist, kann das Smartphone die Verbindung teilen. Wer nicht vor hat, einen Spielfilmvorrat für zwei Wochen oder die komplette musikalische Hinterlassenschaft der 70er Jahre auf dem Gerät zu speichern, kommt mit 16 bis 32 GB Speicherplatz gut aus. Die meisten Inhalte werden gestreamt und auch auf 16 GB finden 3-4 ausladende Spiele, ebenso viele Spielfilme und mehr als 1.000 Musiktitel Platz.

Welcher Formfaktor? Für Tablets gibt es zwei bedeutende Größen: 7-8 Zoll Displaydiagonale und um die 10 Zoll. Wir tendieren für die meisten Anwendungen zu den kleineren 7-Zollern. Das Gewicht beträgt oftmals nur die Hälfte und auf der Couch oder im Bett sind die handlicheren Varianten weitaus bequemer. Ein größerer Bildschirm steigert zwar die Lesbarkeit von Inhalten und das Filmvergnügen – Für ein kleineres Tablet kann man jedoch einfach den Abstand zum Bildschirm verringern und es ermöglicht deutlich längere Lektüre ohne durch das Gewicht unangenehm aufzufallen. Eine Ausnahme machen Geräte, deren Nutzer mehr Produktivität anpeilen. Wer sich nicht auf kurze Videoschnipsel und Zeitungsartikel beschränken, sondern längere E-Mails verfassen, Präsentationen vorbereiten und häufig auch Drucken oder CDs brennen will, sollte sich die Windows RT Tablets in Form des Microsoft Surface RT und ASUS VivoTab RT mit 10,6 Zoll beziehungsweise 10,1 Zoll zulegen. Das Windows RT Betriebssystem und die vollwertigen USB-Anschlussmöglichkeiten erlauben einen weitaus autonomeren Betrieb vom Heimrechner. Das Microsoft Surface Tablet ist zwar teurer als das ASUS VivoTab RT, überzeugt aber mit einer besseren Verarbeitung und einem leicht größerem Display. Auf jeden Fall sollte die 64 GB Variante und ein zusätzliches Tastaturdock gekauft werden.

Die Multimedia-Tablets: Abseits der Roman-Mails und USB-Peripherie liegt der Mainstream bezüglich der Nutzung: Multimedia. Trotz der Modern Oberfläche mit seinen lebhaften Live-Kacheln sehen wir die Windows RT und Windows 8 Betriebssysteme von Microsoft im Tabletbereich noch nicht auf Augenhöhe mit Apples iOS und Googles Android. Apple bietet einen hohen Grad an Benutzerfreundlichkeit auch für Einsteiger, eine unschlagbare App-Vielfalt in hoher Qualität aber die Hard- und Software ist dafür auch kostspieliger. Googles Android bietet eine durchwachsenere Qualität hinsichtlich der Apps, kann aber mit geringeren Kosten bei Hard- und Software und als etwas offeneres System punkten. Ein Tablet mit Android-Betriebssystem lässt sich am Rechner beispielsweise auch als mobile Festplatte nutzen und benötigt kein iTunes für die Bestückung mit Inhalten.

Aufgrund des geringen Gewichts und des vergleichsweise großen Bildschirms hat uns das Apple iPad mini in den heimischen vier Wänden am besten gefallen. Für rund 330 Euro gibt es die Einstiegsvariante mit WLAN und 16 GB Speicherplatz. Sparfüchse greifen zum Google Nexus 7 für 200 Euro mit ähnlicher Ausstattung. Das Gerät ist nicht ganz so handlich und schick – kostet aber auch bedeutend weniger. In unseren Augen ist es nicht empfehlenswert, noch weniger als 200 Euro auszugeben.

Empfehlungen der Redaktion 7-Zoll:

- Apple iOS: Apple iPad Mini
- Google Android: ASUS Google Nexus 7

Im 10-Zoll Formfaktor wird es speziell unter den Android-Geräten schon unübersichtlicher. Apple-Fans haben es da einfach und greifen zum High-End Modell iPad 4 mit sehr gutem Retina Display, klasse Sound und Design sowie toller Ausstattung für 499 Euro in der Einstiegsvariante. Unser Favorit unter den Android-Geräten trägt wieder ein Google Branding – das von Samsung gefertigte Nexus 10 bietet ein ebenso tolles Display und eine unschlagbare Ausstattung für 399 Euro. Käufer müssen sich aufgrund schlechter Lieferbarkeit allerdings bis nächstes Jahr gedulden. Für das gleiche Geld müssen beim Acer Iconia Tab A700 nur wenige Leistungseinbußen in Kauf genommen werden. Um die 550 Euro kostet das ASUS Transformer Pad Infinity TF700, welches ein besseres Display als der Acer-Vertreter und eine bessere Verarbeitung vorweisen kann. Wenn Sie ein Tablet mit vollwertigen Windows 8 Betriebssystem und der damit einhergehenden Flexibilität in Sachen Programm-Installation suchen, empfehlen wir das neue Acer Iconia W700, das günstigere Acer Iconia W510 und den neuen Samsung ATIV Smart PC.

Empfehlungen der Redaktion 10-Zoll:

- Apple iOS: Apple iPad (4. Generation)
- Google Android: Acer Iconia Tab A700 und ASUS Transformer Pad Infinity TF700
- Windows RT: Microsoft Surface
- Windows 8: Acer Iconia W700, Iconia W510 und Samsung ATIV Smart PC

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