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Toshiba Portégé Z20t: Convertible mit Intel Core M und 17 Stunden Akkulaufzeit für 1.999 Euro (Bild 1 von 7)Bildquelle: notebookinfo.de | st
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Ultrabook und Tablet für Manager: Teurer als die Konkurrenz, dafür mit enormer Akkulaufzeit und vielen Anschlüssen.

Auf der CES 2015 in Las Vegas wurde das Toshiba Portégé Z20t zum ersten Mal vorgestellt. In München gab es gestern nun erste Details zur Ausstattung, den Preisen und der Lieferbarkeit in Deutschland. Demnach gibt es ab April vorerst eine Konfiguration für 1.999 Euro. Für eine Kombination aus Ultrabook und Tablet sicher kein preiswertes Angebot. Allerdings kann Toshiba mit einer Akkulaufzeit von bis zu 17 Stunden und einem guten Anschluss-Portfolio überzeugen. Außerdem wurde das 12,5 Zoll Full-HD-Display (1.920 x 1.080 Pixel) mit Hilfe einer speziellen Folie entspiegelt. Diese reduziert nicht nur die Reflexion der Umgebung sondern bietet dem mitgelieferten Wacom Digitizer (Stylus / Stift) eine zusätzliche Reibungsfläche, sodass handschriftliche Eingaben einfacher und vor allem realistischer von der Hand gehen. Im kurzen Test vor Ort macht dieses Feature schon einen recht ordentlichen Eindruck.

Natürlich verspricht Toshiba mit EasyGuard ein grundsolides 2-in-1 Gerät, das auch grober Handhabung stand hält. Ebenso ist ein TPM Modul verbaut und allerlei Verschlüsselungstechniken lassen sich für die Sicherheit der Daten aktivieren. Doch das finden wir auch in günstigeren Business-Notebooks des Herstellers. Bei knapp 2.000 Euro müsste Otto Normalmanager schon sehr tief in die Tasche greifen. Das dann nur ein Intel Core M-5Y51 Prozessor mit einer Taktratenspanne von 1,1 bis 2,6 GHz verbaut wurde, ist fast schon unverständlich. Als Grund nennt Toshiba die nun deutlich dünnere Bauweise von 8,8 Millimeter (Tablet) und das Wegfallen des Lüfters. In Kombination mit 4 GB Arbeitsspeicher treffen wir also auf ein Ultrabook, das sich in ein Tablet verwandeln kann, allerdings mit dem Hang zum Konsumieren. Riesige Datenmengen passen weder auf die schnelle 256 GB SSD, noch können sie effektiv vom Prozessor verarbeitet werden.

Hier hätte sich Toshiba besser vom Microsoft Surface Pro 3 inspirieren lassen und auf die stromsparenden, leistungsstärkeren ULV-Prozessoren der Intel Core i5 Broadwell-Generation setzen sollen. Damit wäre dann allerdings die hohe Akkulaufzeit von 17 Stunden wahrscheinlich nicht realisierbar gewesen. Aktuell bringt diese hohe Laufzeit auch nur die Kombination aus Tablet und Tastatur zustande. Will man das Tablet allein betreiben, liegt das Maximum bei 9 Stunden. Die Schnittstellen im so genannten Docker liefern HDMI, VGA, 2x USB 3.0 und einen vollwertigen Gigabit-Ethernet-Port. Am Tablet selbst sitzen Micro-HDMI, Micro-USB 2.0 und ein Slot für eine MicroSD-Karte. Bei den Kamera setzt das Toshiba Portégé Z20t-B-103 auf einen 5 Megapixel Sensor an der Rückseite und eine Full-HD-Webcam an der Front. Für die Grafik sorgt die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 5300. Ebenso sind WLAN-ac, Bluetooth 4.0 und optional auch ein 4G LTE Modul mit an Bord. Der WLAN-Chip kommt von Intel, weshalb auch die kabellose Bild- und Tonübertragung via Intel Wireless Display (WiDi) möglich ist.

Mit einem Preis ab 1.999 Euro gehört das Toshiba Portégé Z20t zu den teuersten Geräten mit Intel Core M Prozessor am Markt. Das Lenovo Yoga 3 Pro, welches ebenfalls als Tablet genutzt werden kann, ist deutlich günstiger, bringt eine höhere Auflösung und mehr SSD-Speicher. Dafür ist die Akkulaufzeit geringer und ein LAN-Anschluss müsste per Adapter angebunden werden. Nun müssen sich Business-Nutzer selbst entscheiden, ob man zugunsten einer höheren Mobilität den Aufpreis von fast 700 Euro wagen möchte.

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