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Switch to Apple mit dem LG 34UM95, der Netatmo Wetterstation und der Apple Airport Time Capsule.Bildquelle: notebookinfo.de | st
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Im Praxis-Test: Der neue 34-Zoll LG 34UM95 QHD-Monitor, die Netatmo Wetterstation und die Apple AirPort Time Capsule.

Man muss zugeben, Apple hat die Messlatte bei qualitativen Zubehör in den letzten Jahren ziemlich hoch gelegt. Seit der Einführung der Aluminium-Macbooks, dem Unibody-Design und der vielen Möglichkeiten Gadgets über Bluetooth oder Thunderbolt zu verbinden, ist bei den US-Amerikanern aus Cupertino alles wie aus einem Guss. Das fängt bei Kabeln an, geht über Fernbedienungen bis hin zur Magic Mouse, dem Magic Trackpad oder den Apple Wireless Keyboards. Kein Wunder das immer mehr Drittanbieter diesem Trend folgen und auch auf Messen wie der Computex in Taipei oder der CES in Las Vegas immer mehr davon zu sehen ist. Billige Plastik-Gadgets findet man meist nur noch im PEARL-Katalog oder auf eBay. Da könnte man sich glatt bei Apple bedanken, dass man mit dem hohen Qualitätsstandard und den damit verbundenen, guten Verkaufszahlen die Branche positiv beeinflusst hat.

Apple AirPort Extreme / Apple AirPort Time Capsule
Gute Beispiele dafür habe ich mir in den letzten Wochen und Monaten genauer angesehen. Natürlich musste auch etwas aus dem Apple-Lager her. Und da ich mit Mäusen, Tastaturen, Kabeln und Co. bereits eingedeckt war, habe ich mich für die Apple AirPort Time Capsule entschieden. Eine Ausbaustufe des AirPort Extreme Routers mit wahlweise 2 TB oder 3 TB Speicherplatz. Ich war nie ein großer Fan von externen NAS-Systemen, einfach aus purer Faulheit diese einzurichten, zu bestücken und zu pflegen. Mit meinem Router spiele ich aber ständig rum, auch wenn es nur Firmware-Updates, Neustarts oder kleinere Änderungen am WLAN sind. Bevor ich mich für die Apple AirPort Time Capsule entschieden habe, war bei mir zu Hause übrigens der ASUS RT-AC66U im Einsatz. Ein Router mit WLAN 802.11ac, drei Antennen, USB-Anschluss und einer riesigen Menge an Server- und Integrations-Funktionen, die ich nie genutzt habe.

Es sollte also einfach werden, von der Installation bis hin zu den nun möglichen Backups meines Macbook Pro 15 Retina. Verkabelt wie einen klassischen Router hat der Mac über das bereits vorhandene AirPort Dienstprogramm direkt alles ausfindig gemacht. Eine App für iPhone und iPad gibt es kostenlos im App Store zu laden, falls jemand Einstellungen am Smartphone oder Tablet vornehmen möchte. Ich müsste lügen, aber inkl. WLAN-Passwörter neu setzen, Drucker und WLAN-Repeater im Erdgeschoss umstellen hat mich die ganze Einrichtung keine 5 Minuten gekostet. Danach habe ich mit Hilfe der Time Machine App unter Mac OS X die Time Capsule Funktion eingerichtet. An sich ist es mit dem Umlegen des Einschalters bereits getan.

Im Hintergrund oder im Ruhezustand werden dann stündliche Sicherungen der letzten 24 Stunden, tägliche Backups des letzten Monats und wöchentliche Speicherungen der vorherigen Monate ausgeführt. Und das alles ohne, dass ich irgendwelche Performance-Einbußen hinnehmen musste. Das liegt wahrscheinlich auch am schnellen Flash-Speicher des Macbook Pro Retina. Unter Windows war so ein Backup damals wie ein ausführlicher Viren-Scan, währenddessen der PC in der Zeit nutzlos war und meist über Nacht diese Prozedur durchspielen musste.

Mit 299 Euro ist die Apple AirPort Time Capsule natürlich kein Schnäppchen. Doch auch ein guter WLAN-ac Router zzgl. 2 TB Festplatte kommt schnell auf 250 Euro. Allein durch die direkte Integration ins Betriebssystem und die einfachen Backups ist es mir den Aufpreis wert. Das „Einfach anschließen und loslegen“ Prinzip von Apple wurde hier einmal mehr sehr gut umgesetzt.

Netatmo Wetterstation
Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ein uriges Barometer meinen Flur schmückte. Nun bin auch ich im Web 2.0 nicht erst gestern angekommen, hielt die Wetterstation von Netatmo aber bisher immer als eigentlich überflüssiges Gadget, wobei es mit 169 Euro ja auch nicht gerade günstig ist. In den letzten Wochen - vor allem nach unserem Umzug in ein neues Redaktionsbüro - habe ich die Station allerdings lieben gelernt. Hauptsächlich auch wegen der Möglichkeit einer CO2-Messung in den einzelnen Räumen und dem damit verbundenen Hinweis zu lüften. Ebenso ist es gut zu wissen, wie das Wetter am Bürostandort ist, bevor man zu Hause die Tür verlässt. Ich persönlich wohne am Stadtrand im Osten Berlins, das neue Büro befindet sich in der City West am Ku’damm. Eine Entfernung von 22 Kilometern, auf der sich schon mal die ein oder andere Wetterscheide befindet.

Die Einrichtung der Netatmo Wetterstation war vergleichsweise einfach. Anschließen, App öffnen, Account erstellen, fertig. Für alle die kein Apple Gerät zu Hause haben, keine Angst. Die Wetterstation kann natürlich auch unter Google Android, Windows Phone oder klassisch mit dem PC über die netatmo webapp eingerichtet werden. Letztere ist verbunden mit dem netatmo Account extrem sinnvoll, wenn man von einem fremden Computer das Wetter am Standort der Station checken möchte. Grafisch von der Oberfläche her und das Design der Wetterstation an sich erinnert mich stark an das angesprochene, hochwertige Apple Zubehör. Interessant ist auch die modulare Aufrüstbarkeit der Netatmo-Produkte. Im Starter-Kit befindet sich eine Station für innen, eine für außen. Weitere Module für einzelne Räume oder den Hinterhof gibt es nachzukaufen. Ebenso gibt es einen Regenmesser, der die Analyse dann noch professioneller macht.

Wer beim Kauf der Netatmo Wetterstation etwas sparen möchte, der sieht sich mal auf Facebook um. Hier liefen mir des öfteren ein paar Gutscheine über den Weg, womit ich noch mal 20 bis 50 Euro sparen könnte. Für mich ist die Wetterstation auf jeden Fall ein nettes Gadget, das ich an alle diejenigen weiterempfehlen kann, die sich vor allem mit dem CO2-Gehalt näher beschäftigen wollen und eh darüber nachdenken sich einen solchen Sensor innen und außen zu platzieren.

LG 34UM95 - Der 34-Zoll 3K / QHD Monitor mit Thunderbolt
Seit dem Macbook Pro Retina und dem neuen iMac 27-Zoll bin ich ein großer Fan von hohen Auflösungen. Aber auch auf dem iPad Air und auf dem iPhone 5s macht das Retina Display eine sehr gute Figur. Da fühle ich mich immer etwas komisch, wenn ich auf einen 24-Zoll FullHD-Monitor zurück muss. Um dem Abhilfe zu schaffen, habe ich mir den 34-Zoll großen LG 34UM95 ins Büro geholt. Der kommt mit QHD / 3K Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixel und einem Seitenverhältnis von 21:9. Dementsprechend ist er mit 86 cm Breite auch vergleichsweise ausladend. Doch immer noch kompakter als zwei 24-Zoller nebeneinander stehen zu haben. Es bietet sich also an, auf ein One-Display-Setup zurückzukehren.

Mit DisplayPort 1.2, 2x HDMI 1.4 und 2x Thunderbolt sind auf jeden Fall genug Anschlüsse vorhanden um nahezu alle PCs, Notebooks und Mac-Systeme abzudecken. Für knapp 800 Euro habe ich aber auch nichts anderes erwartet. Das Display ist mattiert, obwohl ich in unserem Büro auch wunderbar mit dem verglasten iMac zurecht komme. Falls sich aber der Arbeitsort einmal ändert, ist es ein „nice to have“ Feature und für Geschäftskunden sicherlich interessant. Der Plexiglas-Standfuß mit matt-silberner Platte wirkt edel und für den Glossy-Trend gibt es einen Chromrahmen an den Seitenrändern. Im Großen und Ganzen wirkt der LG 34UM95 schon sehr futuristisch, allerdings sticht er besonders durch seine Größe aus der Masse hervor.

Die Displayqualität ist super, auch wenn es einen grobkörnigen Touch bekommt, durch die verwendete Mattierung des Panels. Im Vergleich zum herkömmlichen FullHD ist es aber schon ein ordentlicher Sprung. Dennoch würde ich in dieser Preiskategorie wahrscheinlich eher zum Apple Thunderbolt Display greifen, der vielleicht weniger Bildpunkte und mit 27 Zoll eine kleinere Bildschirmfläche bietet, dafür aber einfach noch einen Tick brillanter erscheint. Wer allerdings einen der größten PC-Monitore mit hoher Auflösung sucht, der ist mit dem LG 34UM95 derzeit am besten beraten. Das liegt auch an der vorhandenen IPS-Technologie, der Möglichkeit das Display in vier Bereiche für Programme und Fenster zu spalten und der Dual Linkup Technik, bei der zwei Geräte parallel auf einem Monitor betrieben werden können.

Klasse Display in jedem Fall für Spieler, Grafiker, Videoproduzenten und Co.

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