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  3. Switch to Apple - Teil 4: Einstieg in iOS 7, iPhone 5s und App-Favoriten

Apple iPad Air und Apple iPhone 5s mit dem neuen iOS 7 BetriebssystemBildquelle: notebookinfo.de | st
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Heute an der Tagesordnung: Mein Wiedereinstieg in den Welt von Apple iOS 7 mit dem iPhone 5s und iPad Air.

Vorab muss ich erwähnen, dass ich vor allem im Bereich iPhone und iOS vorbelastet bin. Das Ganze ist kein Neuland mehr für mich, da ich vor meiner langen Android-Phase so gut wie alle iPhone-Modelle, vom ersten Classic-iPhone bis hin zum iPhone 4s und iPhone 5, mein Eigen nennen konnte. Nicht als Testgerät oder Leihstellung, sondern privat durch Vertragsverlängerungen und Neukauf. Eine lange Zeit lang waren die iPhones und iOS für mich das Non-Plus-Ultra in Sachen mobile Hardware und Betriebssystem. Nur die größeren Displays ab 4,7 Zoll Diagonale haben mich ins Android-Lager gezogen, dass ich in diesem Selbstversuch ja freiwillig wieder verlassen habe und bisher nicht vermisse. Ich bin die iOS-Umgebung also gewöhnt und dennoch ist es für mich ein Neu- und Wiedereinstieg, den ich anders angehe als bei meinen älteren iPhone-Modellen. Daher habe ich auch kein Backup genutzt, das noch in einer älteren iTunes-Datenbank auf meiner Festplatte gespeichert ist, sondern habe alles neu eingerichtet, um den Workflow unter iOS 7 besser zu verinnerlichen.

Es geht los! Back to Apple iOS.
Wirklich gefallen hat mir bei der Ersteinrichtung, dass sich Apple schon seit längerem von der Aktivierung via iTunes verabschiedet hat. Die SIM-Karte reicht aus, ein Apple Account ist schnell on the fly in den ersten Schritten eingerichtet und auch die Konfiguration des Fingerabdruck-Sensors TouchID ging extrem einfach von den Fingern. Man könnte fast schon sagen, dass ich das Apple iPhone 5s auch meinen Eltern in die Hand drücken könnte und es würde funktionieren.

Apple setzt zudem darauf, dass man das iOS Betriebssystem selbst erforscht. Ich empfand es immer als extrem nervig beim Einrichten eines Android-Smartphones, dass man nach der Standard-Konfiguration von Accounts und WLAN direkt mit einer riesigen Menge an How-To’s konfrontiert wurde. Drücke hier um das zu machen, streiche dort um das zu machen. Wenn ich das gesehen habe kam mir nur in den Sinn „Ist ja gut, ich will loslegen, ich finde die Funktionen schon zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie mich interessieren“. Und mit einem Klick auf die „Nicht mehr anzeigen“-Buttons war es ja nicht getan, es wurde nicht global deaktiviert. Ging ich also in andere Menüs, kam wieder eine neue, nervige Hilfestellung. In Zeiten wo sich vor allem die Digital Natives, Leute die mit Smartphones und Computertechnik aufgewachsen sind, ein teures High-End-Smartphone kaufen, vollkommen überflüssig. Leute wie wir gucken nicht in die Gebrauchsanweisung, wir probieren selbst welche Funktion hinter welchem Menü steht. Und Otto Normalverbraucher, der eventuell mit diesen Hinweisen etwas anfangen kann, der klickt sie trotzdem weg, lädt sich WhatsApp runter und das war es. Mehr macht er kaum, das kenne ich aus meinem Freundeskreis, der nicht im IT-Sektor arbeitet zu gut.

Allgemein gefällt mir das neue Design in iOS 7 sehr gut. Es ist clean, übersichtlich und einfach zu bedienen. Und das bereits 85 Prozent der iPhone-Nutzer auf das neue Betriebssystem aktualisiert haben unterstreicht meine Auffassung. Erleichtert war ich vor allem bei der Einrichtung meiner Mail-Konten. Benutzername und Passwort reicht aus, alles andere regelt das iPhone 5s und iPad Air selbst. Viele Android-Smartphones konnten nicht mit meinem Office 365 Exchange-Konto umgehen und ich musste Server-Namen, Domäne und Ports selbst bestimmen. Gleiches gilt für die Synchronisation mehrere Kalender. Für Events, Urlaub und Co. habe ich dort separiert, iOS erkennt das und liefert mir alle Kalender die ich auf meinen Konten liegen habe. Android kann oftmals nur einen Exchange-Kalender übertragen, ein No-Go für mich.

Ein großer Pluspunkt für mich sind auch die Einstellungen unter iOS 7. Ich habe einfach das Gefühl mehr auf einen Blick zu haben und mich nicht durch hunderte Untermenüs navigieren zu müssen, um ans Ziel zu kommen. Außerdem nutzt Apple einfache Begriffe wie Nachrichten, Telefon, Mobiles Netz usw. - vor allem bei Samsung Smartphone treffe ich einfach zu oft auf deren Fachbegriffe für Sensorik und Co., die ich mir einfach nicht merken will. Außerdem ist die Symbolik unter iOS 7 einfach besser und vor allem selbsterklärend. Selbst wenn ich nicht wüsste was sich hinter TouchID versteckt, erkenne ich den Menü-Button in Form eines Fingerabdrucks problemlos.

Ein großer Vorteil ist natürlich die iCloud, vor allem wenn man sich wie ich derzeit nur im Apple Kosmos bewegt. Schnell eine Erinnerung eingestellt, eine App geladen, Musik gekauft oder Notizen geschrieben. Ohne Umstände sind so gut wie alle Inhalte auch auf meinem iPad, Macbook und iMac abrufbar. Wenn Apple es nun noch schafft in Deutschland auch gekaufte Serien und Filme über iTunes oder die iCloud zu teilen bzw. die Inhalte zum erneuten Download anbieten würde, wäre das System perfekt. Dabei ist zu sagen, dass es nur bei gekauften TV-Serien und Filmen der Fall ist, nicht bei geliehenen Objekten. Für Musik, Apps und Fotos funktioniert die Synchronisation über iCloud perfekt.

Cool ist natürlich, dass Apple die iWork-Programme wie Pages, Numbers und Keynote auch für das iPhone 5s beim Neukauf kostenlos anbietet. Ich schreibe nun nicht wirklich viel mit den mobilen Geräten, aber für ein paar wichtige Notizen die ich in Dokumenten für die Arbeit benötige und die mir meist mitten in der Nacht einfallen, ist das für meine Verhältnisse sehr gut zu gebrauchen. Anders sieht es natürlich aus, wenn man das iPad Air zum Beispiel mit einem Tastatur-Dock bestückt. Dann ist man natürlich im Office-Bereich sehr gut aufgestellt, gerade wo Microsoft seine Office-Programme Word, Excel und Co. nur in Verbindung mit einem Office 365 Abonnement im App Store anbietet.

Meine Lieblings-Programme und Apps
Ich bin viel unterwegs, auf Events in Deutschland aber auch in den USA, Asien und Europa. Daher ist vor allem mein Ordner an Reise-Apps gut gefüllt. Das beginnt bei den Programmen für die Fluggesellschaften, z.B. AirBerlin und British Airways. Aber auch nützliche Apps wie FlightBoard und FlightTrack für Abflugszeiten und Gate-Informationen sind sehr wichtig. Das von Apple bereit gestellte Passbook ist dabei der Dreh- und Angelpunkt. Hier lagern alle meine Tickets für Flieger und Veranstaltungen. Papierkram war gestern, ich checke nur noch digital ein. Hier würde es mich natürlich freuen, wenn noch mehr Entwickler Passbook aktiv mit in ihr System einbinden würden. Aus Sicht von Apple sind dafür schließlich alle Weichen gestellt.

Täglich nutze ich natürlich auch über iPhone 5s und iPad Air wichtige News-Apps. Zum einen haben ich meine Favoriten via Feedly immer parat. Eine App die ich seit der Schließung des Google Reader am häufigsten benutze. Will ich parallel dazu noch eine schönere Ansicht von News, nutze ich Flipboard. Ab und zu nutze ich auch die Apps der Zeitungen WELT und ZEIT. Doch die surfe ich eher per Macbook oder iMac an, wenn ich mehr Zeit habe.

Für To-Do-Listen habe ich verschiedene Programme, vor allem deshalb, weil ich mich noch nicht entscheiden kann, welches ich nun dauerhaft nutzen will. Somit sind auf meinen iOS-Geräte unter anderem Wunderlist, Producteev und Todoist installiert. Einfacher geht es natürlich die Erinnerungen-App von Apple zu nutzen, die dann auch über meine Apple-Devices und die iCloud synchronisiert wird. Natürlich ist notebookinfo.de auch in allen sozialen Netzwerken vertreten. Somit dürfen die Apps für Facebook, Twitter, Google+ und Foursquare nicht fehlen. Ebenso wie deren Messenger, die ich zusätzlich zur klassischen SMS und WhatsApp nutze.

Privat streame ich viele Filme und Serien. Im letzten Jahr hatte ich sogar mehrere Abos von Maxdome, Watchever, Amazon Instant Video und Sky Snap aktiv. Auf Dauer natürlich viel zu teuer, weshalb ich mich jetzt für Maxdome entschieden habe. Parallel dazu nutze ich Apple TV und den iTunes Store, um mir aktuellere Filme zu leihen, die nicht im Maxdome-Paket enthalten sind. Musik-technisch bin ich mit Spotify bestens aufgestellt, ab und zu kaufe ich Titel auch direkt über iTunes. Letzteres wird aber immer seltener, außer ich möchte den Musiker aktiver unterstützen.

Für die Wege, die ich nicht mit dem Flugzeug zurück lege habe ich verschiedene Apps, die mich durch das Chaos von S-Bahn und BVG hier in Berlin führen. Außerdem nutze ich oft die Dienste von myTaxi und myDriver, um durch die Stadt zu kommen. Mobiles Shopping ist für mich noch kein wirkliches Thema geworden, daher benutze ich die Apps von Amazon, eBay und Co. sehr selten. Einkäufe werden bei mir noch klassisch am Desktop PC, bzw. jetzt am iMac oder Macbook durchgeführt. Die mobilen Webseiten und Apps der Shops geben mir einfach nicht die Übersicht, die ich vom Desktop gewohnt bin.

Vieler meiner Freunde und Kollegen fragen häufig, ob ich denn „wenigsten“ einen Jailbreak auf dem iPhone 5s installiert hätte. Ich frage dann einfach nur „wozu?“. Gratis-Apps über Cydia herunterladen, Features hinzufügen, die das iPhone künstlich aufblähen? Nein danke. Vor allem weil gute Apps im App Store meist nur 0,99 Euro kosten, wenn nicht sogar kostenlos sind. Auch vermisse ich seit der Einführung der Mitteilungszentrale und den Schnell-Einstellungen eigentlich keine Funktionen, die ich nicht über normale Wege hinzufügen könnte. Für mich funktioniert das iPhone und das iPad mit iOS 7 genauso wie es aus dem Laden zu mir nach Hause gekommen ist. Ohne Schnick-Schnack.

Im nächsten Teil der Switch to Apple Serie beschäftige ich mich mit dem Einstieg unter Mac OS X Mavericks mit dem Macbook Pro Retina und dem Apple iMac. Auch hier gibt es dann wieder eine Auswahl meiner Lieblings-Apps und Software. Stay tuned!

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